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Freies Office-Paket optimiert

Die Document Foundation hat die kostenlose Bürosuite LibreOffice 4.2 für Windows, Linux und Mac OS freigegeben. Ein überarbeiteter Startbildschirm zeigt eine Vorschau der zuletzt geöffneten Dokumente an. Unter Windows 7 und 8 gruppiert die neue Version die Vorschau der Dokumente nach Anwendung in der Taskleiste. Nach einem Rechtsklick auf eines der Symbole zeigt sie jetzt eine Liste der zuletzt geöffneten Dokumente an.

Die Tabellenkalkulation Calc hat die umfangreichsten Änderungen in ihrer Geschichte erfahren. Sehr große Tabellen soll sie wesentlich schneller als die Vorgängerversion verarbeiten. Ein optionaler Formelinterpreter nutzt die GPU, um Formeln parallel und damit deutlich schneller zu berechnen. In allen Komponenten des Office-Pakets haben die Entwickler außerdem den Austausch von Dokumenten mit Microsoft Office verbessert. Neue Importfilter lesen jetzt auch Abiword-Dokumente und Keynote-Präsentationen. In vernetzten Windows-Umgebungen können Administratoren LibreOffice über Gruppenrichtlinien im Active Directory konfigurieren und einzelne Optionen sperren.

Über eine zusätzliche App lassen sich Impress-Präsentationen vom iPhone aus steuern. Für Android-Geräte gibt es dafür schon seit Längerem die App LibreOffice Impress Remote. (db)

Neue JPEG-Implementierung

Die Independent JPEG Group (IJG) am Leipziger Institut für Angewandte Informatik (InfAI) hat Version 9.1 der Software-Bibliothek libjpeg veröffentlicht. Sie unterstützt Wide-Gamut-Farbräume, eine Erweiterung des sRGB-Standards, die bereits 2003 verabschiedet, aber nicht implementiert wurde. Der Vorteil gegenüber Farbräumen wie AdobeRGB besteht in der Standardisierung – das JPEG muss bei Wide Gamut Color das Profil nicht mitführen. Für Spezialanwendungen war es bereits vorher möglich, die Farbtiefe von 8 auf 12 Bit pro Kanal zu erhöhen. Nun unterstützt die JPEG-Bibliothek auch die Zwischenstufen von 9 bis 11 Bit. (akr)

Office-Apps unter neuem Namen

Im Zuge eines größeren Relaunchs will Microsoft die bisherigen Office Web Apps demnächst in Office Online umbenennen, damit sich die im Webbrowser laufenden Versionen von Word, Excel, PowerPoint und OneNote besser von den Apps für Office abgrenzen. Sie laufen innerhalb der Office-2013-Anwendungen und erweitern diese, ähnlich wie Makros und Add-ins, um zusätzliche Funktionen. Die Online-Versionen will Microsoft außerdem an prominenterer Stelle im Web platzieren, damit Anwender sie leichter finden. Bislang lassen sie sich nur über den Cloud-Speicher SkyDrive aufrufen, sollen sich dann aber auch über die Webseite Office.com nutzen lassen. (db)

Verborgene Funktionen in Photoshop Elements nutzen

Unter der Oberfläche der Hobby-Bildbearbeitung Photoshop Elements verbergen sich zahlreiche Funktionen des Profi-Photoshop, die nicht direkt zugänglich sind. Das von Harald Heim entwickelte Plug-in ElementsXXL macht diese nutzbar. ElementsXXL ermöglicht es beispielsweise, 16-Bit-Bilder mit Smart Filtern und Ebenen zu bearbeiten und erschließt neue Werkzeuge, darunter Zeichenstift, Formgitter und Mischpinsel.

Außerdem schaltet das Plug-in die erweiterten Optionen im Tiefen-/Lichter-Filter frei und holt die nützliche Farbbereich-Auswahl an die Oberfläche. Sämtliche Zusatzfunktionen stehen jeweils in den passenden Paletten und Menüs zur Verfügung. Für Photoshop Elements 6 bis 12 verspricht der Entwickler 210 bis 230 Erweiterungen, für ältere Versionen 90 bis 100. (atr)

E-Book-Manager vergleicht E-Books

In der Version 1.22 bringt der E-Book-Manager und -Editor Calibre erstmals ein Werkzeug mit, das E-Book-Dateien vergleicht. In zwei Spalten zeigt das Tool eventuelle Unterschiede im Text, CSS-Code und bei den eingebetteten Bildern an. Besonders praktisch erweist sich das Tool in Kombination mit dem in Version 1.15 hinzugekommenen E-Book-Editor. Hier kann man entweder verschiedene E-Book-Ausgaben vergleichen oder nach dem Bearbeiten eines E-Books die aktuelle Version einer Datei einem früher gespeicherten Stand gegenüberstellen. Dabei kennzeichnet das Tool eingefügte und entfernte Elemente sowie Textänderungen in unterschiedlichen Farben, blendet Zeilennummern ein und zeigt neben den veränderten Stellen auch mehrere Zeilen vorher und nachher, damit sich der Zusammenhang erschließt. Das Überprüfen mit dem Vergleichstool lohnt sich beispielsweise nach automatisierten Arbeitsschritten, etwa wenn Calibre nicht benutzten CSS-Code oder eingebettete Schriften entfernt hat. Calibre 1.22 steht für Windows, Linux und Mac OS X zum Download bereit. (lmd)

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