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Synthie-Baukasten fürs iPad

Unter dem Namen Korg Gadget hat der Synthie-Hersteller eine umfangreiche Musik-App für das iPad (ab iPad 2/mini) veröffentlicht. Sie bringt, eingebettet in eine Sequencer- und Mixing-Umgebung, 15 kleine elektronische Klangerzeuger mit, darunter mono- und polyphone Synthies, Bässe und Drum-Module. Der Anwender kann neue Spuren mit einem der Gadgets bestücken und auf dem geteilten vertikalen Bildschirm Melodien, Bassläufe, Synthie-Flächen und Drum-Pattern einspielen. Die Taktlänge der einzelnen Abschnitte lässt sich variieren. Hat man genügend Abschnitte eingespielt, lassen sich diese zu einem Song zusammenfassen und über den integrierten Online-Dienst oder Soundcloud mit anderen teilen.

Dank der übersichtlichen Oberfläche erwies sich die Bedienung und das Editieren von Songs in einem ersten Test als Kinderspiel. Die toll klingenden, aber einfach gehaltenen Module laden mit diversen Reglern zu Klangexperimenten ein. Über ein MIDI-Interface lassen sich auch externe Keyboards anschließen. Deren Regler kann man jedoch nicht per MIDI-Learn auf die Parameter der Klangerzeuger mappen. Die Mixer-Einheit der Gadget-App fällt mit einem Reverb und Limiter spärlich aus, Inter-App Audio (IAA) und Audio-Bus werden bislang noch nicht unterstützt. Angesichts der Einschränkungen wirkt der Preis von 26 Euro (der ab dem 23. Februar auf 35 Euro steigt) recht hoch gegriffen. Liefert Korg jedoch wie angekündigt weitere Funktionen und Klangmodule nach, haben die Gadgets das Zeug zu einem ernst zu nehmenden mobilen Musikstudio. (hag)

Audio/MIDI-Sequencer Bitwig Studio kommt

Das Berliner Unternehmen Bitwig hat angekündigt, seinen Audio/MIDI-Sequencer Bitwig Studio am 26. März auf den Markt zu bringen – rund zwei Jahre nach der ersten Ankündigung. Die Software soll über die Website des Unternehmens und im Fachhandel zu bekommen sein. Die Box-Version wird rund 330, der Download 300 Euro kosten. Eine Demofassung steht ab Markteinführung auf der Bitwig-Website kostenlos zur Verfügung.

Laut Bitwig bietet die Software eine Audio-Engine mit Multi-Core- und Multi-Prozessor-Unterstützung. Im Lieferumfang sollen über 50 virtuelle Instrumente und Effekte enthalten sein. Zu den genannten 3 GByte an Sounds gehören unter anderem Drum Machines und gesampelte akustische Schlagzeuge sowie Multi-Sample-Instrumente wie Wurlitzer, Rhodes und E-Bass. Plug-ins von Drittherstellern lassen sich über die VST-2.4-Schnittstelle einbinden – inklusive 32/64-Bridge und „Absturzschutz“. Bitwig verspricht eine eigene Timestretch-Technik sowie eine offene Controller-API, die praktisch die Anbindung jedes beliebigen MIDI-Controllers erlaube. Ab Werk würden unzählige Modelle unterstützt.

Die Bedienoberfläche von Bitwig Studio erinnert mit ihren bunten Blöcken zunächst zwar an Magix Music Maker oder Steinbergs Sequel, bei genauerer Betrachtung erkennt man aber vor allem Anleihen bei Ableton Live – etwa beim „Mixer Clip Launcher“ für Live-Performances und DJing sowie bei der Spur-Ansicht. Purer Zufall ist dies sicher nicht: Alle vier Bitwig-Gründer sind ehemalige Ableton-Mitarbeiter. Und als solche gingen sie konsequent die Schwächen und Unzulänglichkeiten von Live an: So hatte der Herausforderer Live 8 etwa den Betrieb mit mehreren Bildschirmen und einen Splitview zwischen Arrangement und Session voraus. Mittlerweile hat Ableton hier aber nachgebessert. Bitwig Studio soll neben Windows und Mac OS X auch unter Linux laufen – was bei kommerziellen Audio/MIDI-Sequencern eine echte Seltenheit ist. (nij)

HD+: Mehr Sender, weniger Restriktionen

Astra-Tochter HD+ stockt ihr gleichnamiges kostenpflichtiges HDTV-Sender-Paket weiter auf, erhöht im Gegenzug allerdings auch den Preis. Konkret sollen ab dem 16. März die HDTV-Fassungen der Kanäle ProSieben Maxx, RTL Nitro und n-tv hinzukommen; zusammen mit dem Mitte Januar gestarteten „Disney Channel HD“ werden über die Plattform dann insgesamt 19 Sender ausgestrahlt. Die Gebühr für den Empfang wird am 6. Mai von aktuell 55 (inklusive Karte) beziehungsweise 50 Euro (reine Verlängerung) pro Jahr auf 65 (60) Euro erhöht. Daneben bietet die hinter dem Angebot stehende HD+ GmbH künftig die Möglichkeit eines HD+-Abos für 5 Euro (bei 12 Monaten Mindestlaufzeit) an; es wird aber weiterhin möglich sein, HD+ auch ohne eine Nennung persönlicher Daten zu empfangen. Längerfristig wird aufgrund geänderter Lizenzverträge zwischen der HD+ GmbH und den Satellitenherstellern zudem der Empfang des Paketes beim Kauf eines Receivers mit HD+-Karte nur noch für sechs statt wie bislang 12 Monate kostenlos sein. Aktuell haben Hersteller und Händler aber noch Karten auf Lager, die für 12 Monate freigeschaltet werden.

Die ProSiebenSat.1-Gruppe wird unterdessen ab dem 16. April erlauben, bei der Wiedergabe von Mitschnitten ihrer über den Dienst verbreiteten Sender ProSieben HD, Sat.1 HD, Sixx HD undProSieben Maxx HD mit offiziellen HD+-zertifizierten Recordern (mit bis zu achtfacher Geschwindigkeit) vorzuspulen – auch über Werbung hinweg. Bislang unterbindet eine in den Geräten eingebaute Vorspulsperre diese Funktion. Unklar ist bislang, ob sich andere HD+-Sender anschließen. (nij)

Kostenlose Videoschnittsoftware überarbeitet

Editshare hat seinen Video-Editor Lightworks für Windows und Linux aktualisiert. Lightworks 11.5 importiert nun in der kostenlosen Version alle gängigen Videoformate bis zur Auflösung Ultra HD/4K und dekodiert AC3-Ton (Dolby Digital).

Obwohl die Bedienoberfläche an vielen Stellen überarbeitet und flexibler gestaltet wurde, ist das nach Registrierung kostenlos für Windows (32/64 Bit) und Linux (64 Bit, .rpm und .deb) angebotene Videoschnittprogramm für Neulinge weiterhin gewöhnungsbedürftig. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die einzelnen Elemente frei auf dem Desktop platzieren lassen – auch wenn sie immerhin magnetisch einrasten. Um sich schneller zurechtzufinden, stellt Editshare allerdings diverse Tutorialvideos kostenfrei bereit.

Lightworks erzeugt in der kostenfreien Version nur H.264-kodierte MP4-Dateien bis maximal 720p für YouTube oder ein Archiv. Die Pro-Version unterstützt unter anderem zahlreiche weitere Export-Formate, stereoskopische 3D-Ausgabe, Projekt-Sharing, Ein- und Ausgabe-Hardware und mehr.

Die Videos kann man aus Lightworks direkt auf die Videoplattform hochladen, sie lassen sich aber auch lokal speichern. Darüber hinaus erledigt Lightshare 11.5 den Import/Export und das Rendering von Dateien nun im Hintergrund, sodass man währenddessen mit dem Programm weiterarbeiten kann.

Einen einfachen Titel-Editor hat Editshare der kostenlosen Version ebenfalls spendiert. Alle Änderungen kann man im detaillierten Changelog (PDF, siehe c’t-Link) nachlesen.

Die Vollversion von Lightworks kostet einmalig 215 Euro, alternativ kann man sie aber auch für 6 Euro pro Monat oder 60 Euro im Jahr mieten. (vza)

Endspurt beim c’t-Remix-Wettbewerb

Noch bis zum 16. Februar können Sie an unserem Wettbewerb teilnehmen und den Song „Game Over“ vom Achim Kück Trio remixen. Die Tonspuren der swingenden Jazz-Nummer mit der stimmgewaltigen Sängerin Silvia Droste eignen sich für experimentelle Klangcollagen, groovende Dance-Tracks oder was auch immer. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Die Finalisten stellen sich vom 8. bis zum 30. März einer Online-Wahl. Wegen des positiven Feedbacks haben wir uns entschlossen, die drei Gewinner nicht nur auf einer CD, sondern stilecht auch auf einer Vinyl-Schallplatte zu veröffentlichen. Alle Details sowie die Tonspuren der Songvorlage finden Sie unter

www.ct.de/remix

Audio/Video-Notizen

Apple hat eine Lösung für Windows-User veröffentlicht, die Probleme hatten, die Musiksoftware iTunes in der Version 11.1.4 zu installieren oder zu öffnen (siehe c’t-Link).

CyberLinks Videoschnittsoftware PowerDirector 12 unterstützt ab sofort das XAVC-S-Format und bietet damit Nutzern eine durchgehende Lösung für die Produktion von Inhalten in Ultra HD (4K).

Speziell für die Produktion gepitchter Break-Beats für Stile wie Dubstep oder Trap hat Izotope das Plug-in Break Tweaker für 170 Euro veröffentlicht. Es läuft in Musikprogrammen unter Windows und Mac OS.

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