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Holpriger Start für 3D-Schnittstelle Mantle

AMD will mit Mantle eine alternative 3D-Schnittstelle bereitstellen, die schneller sein soll als DirectX und – bis dato – exklusiv auf AMD-Grafikprozessoren läuft. Als erstes Spiel profitiert Battlefield 4 davon. Doch erst einige Tage, nachdem EA das 1,2 GByte große Update für das Multiplayer-Spiel auslieferte, stellte AMD den Mantle-Treiber Catalyst 14.1 online (siehe c’t-Link). Schuld daran seien Probleme in Zusammenhang mit CrossFire-Grafikkartenverbünden und eine fehlerbehaftete Installationsroutine gewesen.

Mantle bringt derzeit allerdings nur auf den Grafikkarten Radeon R7 260X, R9 290, R9 290X sowie auf Kaveri-Kombiprozessoren mit der CGN-Architekturversion 1.1 messbare Vorteile. Die Performance der älteren GCN-1.0-GPUs der Serien Radeon HD 7000/8000 und R9 270X/280X soll mit künftigen Treiber-Versionen noch steigen. Notebooks mit AMD-Enduro- oder Power-Xpress-Technik werden von Mantle nicht unterstützt.

AMD hat sich im Zuge des missglückten Starts immerhin genauer als zuvor zur erwartenden Mehrleistung durch Mantle geäußert. Demnach profitieren grafisch aufwendige Szenen, welche die Grafikkarte voll auslasten, so gut wie gar nicht. AMD spricht etwa von einem zu erwartenden Performance-Zuwachs von 2,7 Prozent (1920 × 1080 Pixel) beziehungsweise 1,4 Prozent (2560 × 1600 Pixel) in Battlefield 4, sofern man die Ultra-Detailstufe mit einer Radeon R7 260X und einem schnellen Intel Core i7-4960X nutzt.

Wird die 3D-Szene allerdings durch den Hauptprozessor begrenzt, könne Mantle einen Performance-Vorsprung bis zu 40 Prozent herausholen. Diese Zahl geht auf ein System mit dem – im Vergleich zu aktuellen Intel-CPUs – langsamen Kaveri-Prozessor A10-7850K zurück, der mit der High-End-Grafikkarte Radeon R9 290X gepaart wurde.

Zusätzlich zu AMDs Messwerten hat der für Battlefields Frostbite-Engine verantwortliche technische Direktor Johan Andersson eigene Messungen herausgegeben. Demnach ist der A10-7850K bei mittleren Detaileinstellungen und 1280 × 720 Bildpunkten im Mantle-Modus 14 Prozent schneller als unter DirectX 11 (43 zu 37,6 fps).

Auf einem Multi-GPU-System mit zwei Radeon R9 290X schreibt Andersson dem Mantle-API sogar einen Performance-Sprung von 58 Prozent zu – allerdings hat er sich dafür eine CPU-limitierte Szene herausgepickt, die von der via Mantle erreichbaren höheren Zahl von Draw Calls profitiert. (mfi)

Kompaktes NAS-Gehäuse für acht Festplatten

Für Bastler, die sich ein NAS selbst zusammenbauen möchten, bietet Silverstone das PC-Gehäuse DS380 an. Wegen der kompakten Bauform passen allerdings lediglich ein SFX-Netzteil sowie ein Mini-ITX-Mainboard hinein. Hinter der abschließbaren Fronttür sitzen acht von außen zugängliche Hotswap-Rahmen für 2,5"- und 3,5"-Laufwerke mit SATA- oder SAS-Anschlüssen. Weitere vier 2,5"-Einbauplätze befinden sich im hinteren Bereich des Gehäuses. Damit es den Festplatten nicht zu heiß wird, schaufeln drei 12-cm-Ventilatoren kühle Umgebungsluft durch das DS380. Das NAS-Gehäuse mit zwei USB-3.0-Anschlüssen kostet 150 Euro. (chh)

Neue Stromsparrichtlinie für Computer

Ab 1. Juli gelten für die Leistungsaufnahme von Desktop-PCs und Notebooks strengere Vorschriften. Die EU-Verordnung Nr. 617/2013 (siehe c’t-Link) teilt neu verkaufte Computer je nach Nutzungsszenario und konkreter Hardware-Ausstattung in Kategorien ein, für die dann gewisse Grenzwerte für den jährlichen Energieverbrauch gelten.

Daraus lassen sich Werte für die Leistungsaufnahme im Leerlauf und im Standby-Betrieb ableiten. Außerdem schreibt die Ökodesign-Richtlinie den Einbau von ATX-Netzteilen vor, die mindestens etwa die Vorgaben des Logos „80 Plus Bronze“ einhalten.

In Bezug auf Notebooks, Desktop-Rechner und Server waren die bisher diskutierten Grenzwerte mit gängiger Technik leicht erreichbar. Für übliche Rechnertypen lautet das EU-Szenario, dass sie während 40 Prozent der 8760 Stunden eines Jahres laufen, und zwar im Leerlauf (On/Idle, ruhender Desktop) – das entspricht ungefähr einer Betriebsdauer von 9,5 Stunden täglich, ohne Rücksicht auf Urlaubstage und Wochenenden.

Nimmt man Werte von 1 und 2,5 Watt für ACPI S5 und S3 an, dann dürfte ein einfach ausgestatteter Desktop-Rechner immerhin 36 Watt im Leerlauf schlucken, ohne den rechnerischen Jahres-Grenzwert von 133 Kilowattstunden (kWh) zu reißen. Ein besser ausgestatteter Kategorie-B-PC mit Dual-Core-CPU, Onboard-Grafik und mehr als 2 GByte RAM dürfte laut Richtlinie bereits 43 Watt im Leerlauf ziehen, weitere Aufschläge gibt es für mehr CPU-Kerne und Grafikkarten. (chh)

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