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Mageia 4 mit großer Desktop-Auswahl

In der neuen Version 4 haben die Entwickler des Mandriva-Forks Mageia ihre Konfigurations-Tools von Gtk+ 2 auf Gtk+ 3 umgestellt. Der RAID-Support im Installer wurde verbessert, die Namen der Netzwerk-Interfaces legt jetzt Systemd fest. Das Booten auf UEFI-Systemen gilt noch als experimentell und erfordert etwas Handarbeit.

Der Kernel wurde auf 3.12 aktualisiert; auch KDE 4.11 und Gnome 3.10 sind (fast) auf dem aktuellen Stand der Entwicklung. Firefox liegt in der etwas älteren ESR-Version 24 bei, die für ein Jahr mit Updates versorgt wird. Den Schritt zu Grub 2, den viele andere Distributionen bereits hinter sich haben, haben sich die Mageia-Macher noch nicht getraut.

Die Auswahl an Desktops wurde weiter ausgebaut: Bei Verwendung der Installations-DVD kann man zwischen KDE, Gnome, Lxde, Xfce und Razor-qt sowie erstmals Mate und Cinnamon wählen. Live-Medien mit Installations-Option stehen als CD- (700 MByte) und DVD-Image (1,5 GByte) und mit KDE- oder Gnome-Desktop bereit. Alle ISO-Images starten auch vom USB-Stick. (odi)

Nvidia trägt zum Nouveau-Treiber bei

Nvidia hat erstmals Code zu dem quelloffenen Nouveau-Grafiktreiber für GeForce-Chips beigetragen. Der Nvidia-Code sorgt dafür, dass der Nouveau-Treiber den Grafikkern des neuen ARM-SoC Tegra K1 ansprechen kann, der eng mit den Kepler-Chips aktueller GeForce-Karten verwandt ist. Aktive Unterstützung für den Einsatz von Linux-Desktops auf GeForce-Karten ist von Nvidia allerdings weiterhin nicht zu erwarten. Immerhin hat das Unternehmen vor einigen Monaten angekündigt, die Nouveau-Entwickler mit Informationen zu unterstützen. (odi)

Ein neues Init für Debian

Im technischen Ausschuss des Debian-Projekts, der die endgültige Entscheidung in technischen Diskussionen fällt, herrscht Uneinigkeit, welches Init-System die Linux-Distribution zukünftig verwenden soll. Derzeit scheint sich ein Patt zwischen den Befürwortern eines Umstiegs auf Systemd und auf Upstart abzuzeichnen. Ein Versuch des Vorsitzenden Bdale Garbee, über eine Abstimmung zu einer schnellen Entscheidung zu kommen, ist gescheitert – nun wird weiter diskutiert. (odi)

Suse: Linux-Kernel im Betrieb patchen

Mit dem von dem Suse-Mitarbeiter Vojtěch Pavlík entwickelten kGraft-Framework lässt sich der Linux-Kernel im laufenden Betrieb patchen, sodass man Sicherheitslücken im Kernel ohne Neustart des Systems fixen kann. Bislang existiert lediglich ein Prototyp der Technik; Suse strebt jedoch letztlich eine Integration des kGraft-Codes in den Standard-Kernel an. Mit Ksplice gibt es schon seit einigen Jahren eine ähnliche Software, die es jedoch nie in den offiziellen Kernel geschafft hat. Seit Oracle die Herstellerfirma übernommen hat, wird Ksplice nur noch in Oracle Linux eingesetzt und als kostenpflichtige Erweiterung für Red Hat Enterprise Linux angeboten. (odi)

Red Hat: Alles für die Cloud

Die neue Version 3.3 von Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) bringt Unterstützung für den OpenStack Image Service (Glance) und OpenStack Networking (Neutron). Damit soll die Software zum Betrieb von Virtualisierungs-Hosts besser mit der IaaS-Cloud-Software OpenStack zusammenarbeiten. Die gleichzeitig veröffentlichte Red Hat Cloud Infrastructure 4.0 will Unternehmen alles Nötige für den Aufbau einer Cloud liefern: Das Paket enthält neben dem neuen RHEV Red Hats OpenStack-Plattform sowie eine Software Red Hat CloudForms zum Management von Cloud- und Virtualisierungsumgebungen. (odi)

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