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Android-Monitor mit eingebautem Akku Acer hat schon seit längerem Monitore im Programm, die sich dank eingebautem Android auch ohne PC nutzen lassen. Bisher taugten diese aber nicht als Ersatz für Tablets, da sie stets mit dem Stromkabel an den...

3D-fähiger Full-HD-Beamer preiswert

Während bei Fernsehern Full-HD-Auflösung schon seit Jahren Standard ist, verkaufen Beamer-Hersteller immer noch Projektoren mit XGA-Auflösung (1024 × 768) – obwohl die niedrige Pixelzahl beim großen Projektionsbild deutlich stärker auffällt als beim Fernsehdisplay. So langsam könnte sich allerdings nun auch bei Beamern 1920 × 1080 als Standard durchsetzen: BenQ hat mit dem TH681 jetzt einen 3D-fähigen Full-HD-Projektor vorgestellt, der mit 700 Euro (Straßenpreis) nur wenig mehr kostet als niedriger auflösende Geräte.

Der DLP-Beamer sollte mit einem Lichtstrom von 3000 Lumen sogar auf der (sonnengeschützten) Terrasse für ein erkennbares Bild sorgen. Die Lampenlebensdauer gibt BenQ im helligkeitsreduzierten Eco-Modus mit 6500 Stunden an, im normalen Modus sind es 4000 Stunden.

Das 2,6 Kilogramm schwere Gerät nimmt 3D-Signale über HDMI 1.4a entgegen und synchronisiert über eingefügte Weißbilder sogenannte DLP-Link-Shutterbrillen mit eingebauter Fotodiode. Der 50 Euro günstigere BenQ-Projektor TH680 ist nicht 3D-fähig, ansonsten aber technisch identisch. (jkj)

Elektronik tragbar und flexibel

Die Wearables – also Aktivitätstracker, Smartwatches, Datenbrillen und andere, direkt am Körper getragene Technik – sollen in diesem Jahr ein Verkaufsschlager werden: 90 Millionen Wearables werden nach Einschätzung von Josh Flood 2014 verkauft werden. Die Sportelektronik werde hier zunächst den Löwenanteil ausmachen, erläuterte der Senior Analyst von ABI Research auf der Wearable-Technologies-Konferenz in München. Neben Geräten für den Gesundheitsbereich würden vor allem Aktivitätstracker wie die von Fitbit, Sportuhren und andere Körperdatenlogger verkauft. Smartwatches und Datenbrillen wie Google Glass würden erst in einem zweiten Schritt ab etwa 2016 größere Käuferschichten ansprechen. Bis Ende 2018 würden 485 Millionen Einheiten verkauft werden, glaubt Flood.

Knackpunkt vieler Wearables ist neben der Bedienung die Akkulaufzeit: Viele leistungsstarke Geräte kommen nicht ohne Stromanschluss über den Tag, eingebaute Videofunktionen verkürzen die Laufzeit auch schon mal auf wenige Stunden. Um dies zu verbessern, müssen die Anwendungen und die Schnittstellen zum Smartphone optimiert werden. Damit sich die tragbaren Geräte unsichtbar in den Alltag einfügen, müssen sie zugleich kleiner und flexibler werden – etwa indem sie sich zusammenfalten oder aufrollen lassen. Dafür braucht es allerdings biegsame Elektronik.

Um Akkus bieg- oder gar aufrollbar zu machen, müssen neue Materialien her. Üblicherweise nutzen Mobilgeräte heute Lithium-Ionen-Akkus – im abgelaufenen Jahr wurden über fünf Milliarden Li-Ion-Akkus verbaut. Das elektroaktive Material in den Zellen wird zwar bei der Produktion gefaltet oder aufgerollt, anschließend sollten die Schichten aber nicht mehr mechanisch belastet werden, weil andernfalls Kurzschlüsse zwischen den Elektroden drohen und der Akku explodieren kann.

Koreanische Forscher haben nun eine Art Plastikkristall entwickelt, das die Flüssigelektrolyte ersetzen soll. Es lässt sich auf die Elektroden aufdrucken und dort per UV-Licht aushärten. Da man es sehr dünn aufbringen und in beliebige Formen bringen kann, ließen sich so beispielsweise Akkus anfertigen, die man wie ein Kabel aufrollen könne. Das Plastikkristall sei außerdem zehn Mal dünner als das bisher für biegsame Akkus verwendete Polymer-Elektrolyt und komme ohne Separator aus, erläuterte der Entwickler Prof. Lee Sang-Yeong vom koreanischen Ulsan-Institut. In Akkus mit Polymer-Elektrolyten befindet sich das Elektrolyt nicht in einer flüssigen organischen Lösung, sondern in einem festen Polymer. Dies erleichtert die dauerhafte Trennung der Elektroden auch bei mechanischer Belastung, allerdings speichern Li-Ion-Polymer-Akkus weniger Energie. Experimentiert wird seit einiger Zeit auch mit einlagigen Kohlenstoffschichten, sogenannten Graphenen, die man im Tintendruckverfahren zu flexiblen Elektroden für die Akkus ausformt. (uk)

LCD statt Smart-TV

Statt den Fernseher mit immer neuen Funktionen auszustatten, specken einige Anbieter ihre TVs bewusst ab: kein Netzwerkzugang, keine Apps, keine smarten Anwendungen. Die zum „dummen Display“ degradierten Geräte haben außer TV-Tunern und großen Diagonalen wenig mit aktuellen Fernsehern gemein – sind aber deutlich billiger als diese.

Die Schirme kommen aus Asien, einige laufen unter vormals bekannten Markennamen wie Blaupunkt oder Orion. Oft beherrschen die abgespeckten TVs weder HbbTV noch können sie TV-Sendungen auf USB-Festplatte aufzeichnen. Einige haben aber Medienplayer für die Foto- und Videowiedergabe von USB-Sticks integriert, kommunizieren mit Mobilgeräten per Miracast oder zeigen sogar Ultra-HD-Auflösung. (uk)

Projektor mit Fingergesten-Steuerung

Epson hat einen Ultrakurzdistanz-Beamer mit eingebauter Fingergesten-Steuerung angekündigt. So soll man zum Beispiel mit einem Wisch die Folie wechseln oder mit dem Finger Diagramme zeichnen können.

Der EB-595Wi projiziert mit WXGA-Auflösung (1280 × 800 Pixel) und soll einen Lichtstrom von 3300 Lumen (1900 im lampengedrosselten Eco-Modus) erreichen. Die Lampenlebensdauer ist mit 6000 Stunden im Eco- und 4000 Stunden im Normal-Modus spezifiziert. Der Projektor arbeitet mit drei LCD-Panels.

Wie die Gestensteuerung technisch realisiert ist, konnten wir bislang nur ansatzweise in Erfahrung bringen: Offenbar spannt der Projektor ein Laser-Raster vor der Leinwand auf, eine eingebaute Kamera registriert die von der Hand verursachten Unterbrechungen. Außerdem arbeitet der Projektor mit optional erhältlichen interaktiven Stiften zusammen. Die für Gesten- und Whiteboard-Funktionen nötige Software bietet Epson kostenlos für Windows und Mac OS an.

Epson will den EB-595Wi im Mai zusammen mit sechs weiteren Kurzdistanz-Projektoren auf den Markt bringen, Preise stehen noch nicht fest. (jkj)

Android-Monitor mit eingebautem Akku

Acer hat schon seit längerem Monitore im Programm, die sich dank eingebautem Android auch ohne PC nutzen lassen. Bisher taugten diese aber nicht als Ersatz für Tablets, da sie stets mit dem Stromkabel an den Schreibtisch gefesselt waren. Dem DA223HQL soll nun der Spagat zwischen Monitor und riesigem Tablet gelingen: Zieht man sein Netzkabel ab, übernimmt ein eingebauter Akku die Stromversorgung. Laut Acer reicht dessen Kapazität bei eingeschaltetem WLAN für zwei Stunden Videowiedergabe – genug, um einen Film gemütlich auf dem Sofa statt am Schreibtisch anzuschauen. Mit einer Schirmdiagonalen von 55 Zentimetern (21,5 Zoll) ist der rund 55 Zentimeter breite und knapp 5 Kilogramm schwere Tablet-Monitor allerdings nicht besonders handlich …

Für den Android-Betrieb steckt im DA223HQL eine Quad-Core-CPU nebst 1 GByte RAM und 16 GByte Flash-Speicher. Für den Webzugang stehen eine Ethernet-Buchse und eine WLAN-Schnittstelle bereit. Bedient wird das – in der Version 4.1.2 nicht ganz aktuelle – Android mit Touch-Gesten. Der kapazitive Touchscreen des DA223HQL soll bis zu zehn gleichzeitige Berührungen erkennen. Wer nicht gerne auf virtuellen Tastaturen tippt, kann an die USB-Ports des Monitors auch eine herkömmliche Tastatur anschließen. Abgerundet wird die Ausstattungsliste von Stereo-Lautsprechern.

Am PC betreibt man den 22-Zöller wie einen gewöhnlichen Monitor; die PC-Signale nimmt er an HDMI entgegen. Hat man das Display per USB mit dem PC verbunden, lässt sich der Multi-Touch für die Bedienung von Windows 8 nutzen. Auf dem einklappbaren Standfuß kann man das Display dazu so weit nach hinten neigen, dass es nahezu flach auf dem Tisch liegt. Das blickwinkelstabile VA-Panel mit 1920 × 1080 Bildpunkten sorgt dafür, dass sich die Bildqualität dabei nicht nennenswert verschlechtert. Der DA223HQL ist ab März für 500 Euro erhältlich. (spo)


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