Dauerlauf

SSD-Benchmarks richtig anwenden

Wissen | Know-how

Erreicht Ihre günstige SSD nicht die in der Werbung versprochenen Transferraten oder fühlt sich auch sonst langsam an? Mit den richtigen Benchmarks kommen Sie der Ursache auf die Schliche und rücken Problemen zu Leibe.

Bei der Geschwindigkeitsmessung von Flash-Massenspeichern wundert man sich öfters über verwirrende Ergebnisse. Eine SSD, die bei der Erstmessung schnell war, ist plötzlich langsam, und wer mit unterschiedlichen Benchmarks misst, bekommt immer wieder mal widersprüchliche Ergebnisse. Das gilt auch bei Speicherkarten oder USB-Sticks. Denn aus NAND-Flash-Chips aufgebaute Speicher arbeiten ganz anders als magnetische Festplatten: Wegen ihres internen Aufbaus – die Daten wohnen in Form von Ladungsträgern in einzelnen Flash-Zellen – und der sehr speziellen Arbeitsweise ihrer Flash-Disk-Controller reagieren sie nicht nur sehr sensibel auf die Größe der Datenhäppchen, die von einem Medium gelesen oder darauf geschrieben werden. Es kommt auch auf die Art der Daten (komprimiert oder unkomprimiert) an und darauf, ob Zugriffe der Reihe nach oder als Bündel eingehen. Diesen und anderen Effekten beim Benchmarking von Flash-Massenspeichern sind wir bereits in einem anderen Artikel auf den Grund gegangen [1].

Das ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Insbesondere bei SSDs mischen still und leise im Hintergrund noch zahlreiche Verwaltungsroutinen mit, die die Leistung nachhaltig beeinflussen: Mechanismen wie Garbage Collection, Trim, Wear-Leveling und Co. Zudem haben verschiedene Caching-Techniken Einfluss auf die Messergebnisse. Mit speziellen Werkzeugen kommt man diesen Einflüssen auf die Schliche: Wir konzentrieren uns in diesem Artikel auf die Wirkung von Trim und die Einrichtung einer zusätzlichen Speicherreserve (Overprovisioning) als Spare Area für den Controller. ...

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