Blinzel-Brille

Google Glass: Neue Hardware, neue Software

Test & Kaufberatung | Test

Mit der neuen Hardware-Version von Googles Datenbrille Glass kann man per Augenzwinkern Fotos schießen. Außerdem gibt es erstmals Apps mit Zugriff auf Sensoren und Kamera.

Die Unterschiede zwischen der neuen Google Glass und ihrer Vorgängerin sind subtil – aber groß genug, um für Wirbel zu sorgen. So lässt sich mit der neuen Hardware-Version die Kamera per Augenzwinkern auslösen. Zuvor musste man entweder laut und deutlich „Ok Glass, take a picture“ aussprechen oder den Auslöseknopf auf dem rechten Brillenbügel drücken – beides nicht gerade unauffällig, was Kritiker zumindest ein bisschen beruhigte. Die neue Glass (in diesem Artikel „Glass 2“ genannt) ist allerdings auch nur in der Theorie ein perfektes Spionagewerkzeug: Die Augensensor-Abfrage funktioniert mit der aktuellen XE12-Softwareversion extrem unzuverlässig. In unseren Tests mit mehreren Kollegen funktionierte das Fotografieren per Augenzusammenkneifen nur etwa bei jedem dritten Versuch. Google nennt die Funktion wohl auch deshalb noch „experimentell“.

Zwillinge

Optisch hat sich zwischen Glass 1 und 2 rein gar nichts verändert – beide Brillen sehen komplett identisch aus. Auch die erste Version hat bereits einen Augensensor, der Blinzel-Fotoauslöser funktioniert dennoch nur mit Glass 2 (trotz identischer Software-Version X12). Allerdings liefert Google zur zweiten Version nicht mehr jeweils eine getönte und eine ungetönte Kunststoffscheibe zum Einklipsen mit, sondern nur noch eine getönte. Das ist kein großer Verlust: Zumindest von den c’t-Testern hat niemand die ungetönte Scheibe verwendet. Dafür liegt nun ein Mono-Ohrhörer bei, den man an die MicroUSB-Buchse der Brille anschließt. Er funktioniert mit Glass 1 und 2. Der Ohrhörer ist sinnvoll; benutzt man die Brille auch als Bluetooth-Headset, ist er sogar unverzichtbar, denn der leise Knochenschall-Lautsprecher funktioniert nur in ruhiger Umgebung einigermaßen. Draußen auf der Straße versteht man keinen Anrufer mehr. Mit dem Ohrhörer klappt das besser. ...

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