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GlassUp: Zweiter Versuch für die Datenbrille

Die GlassUp-Datenbrille des gleichnamigen italienischen Startups sollte bereits im August letzten Jahres auf den Markt kommen, so hieß es jedenfalls bei der ersten Vorstellung auf der CeBIT 2013. Das hat nicht ganz funktioniert – genauso wenig wie die Finanzierung über die Crowdfinancing-Plattform Indiegogo: Statt der angepeilten 150 000 US-Dollar sind nur knapp 128 000 Dollar zusammengekommen. Nun startet die Firma einen zweiten Versuch: Über die britische Plattform Seedrs soll das Eigenkapital um 100 000 Pfund (rund 120 000 Euro) erhöht werden. Laut GlassUp kommt die Brille „voraussichtlich“ im September 2014 auf den Markt, sie kann bereits jetzt für 220 Euro auf glassup.net vorbestellt werden.

Genau wie Googles Glass-Brille zeigt die GlassUp das Bild nur vor dem rechten Auge an. Das war es aber auch schon mit den Ähnlichkeiten: GlassUp hat statt eines farbigen nur ein monochromes Display. Außerdem wird das Bild nicht im peripheren (wie bei Google), sondern im zentralen Sichtfeld angezeigt. GlassUp hat keine Kamera eingebaut, die Brille kann Daten nur empfangen, nicht senden. Dafür soll der Akku einen ganzen Tag lang durchhalten. (jkj)

Akkubetriebener LED-Projektor

Der LED-Projektor Asus S1 benötigt keine Steckdose, um große Bilder an die Wand zu werfen: Das Beamerchen hat einen 6000-mAh-Akku eingebaut. Laut Asus soll dieser für drei Stunden Projektion reichen – allerdings nur im Stromsparmodus mit auf 50 Lumen reduziertem Lichtstrom. Im Präsentationsmodus mit 70 Lumen soll der Akku 1,8 Stunden durchhalten. Mit Netzanschluss schafft der S1 laut Asus 200 Lumen. Die LED-Lichtquelle hat laut Hersteller eine Lebenserwartung von 30 000 Stunden. Der 11 cm × 10,2 cm × 3 cm kleine Projektor wiegt lediglich 342 Gramm.

Sein DLP-Projektionschip zeigt 854 × 480 Bildpunkte. Der HDMI-Eingang ist MHL-fähig, man kann also auch kompatible Smartphones als Medienplayer verwenden. Der integrierte Akku lädt die per (MHL-)HDMI- oder USB-Buchse angeschlossenen Mobilgeräte, auch wenn der Projektor ausgeschaltet ist. Laut Asus reicht der S1-Akku für viermaliges Aufladen eines iPhone 5S. Den Ton gibt der Projektor über ein 2-Watt-Soundsystem aus. Der S1 kostet 300 Euro. (jkj)

Gaming-LCDs mit 144 Hz

BenQs Gaming-Monitor-Serie bekommt Zuwachs um einen 24-Zöller mit 61 cm Diagonale und einen 27-Zöller (69 cm). Die Modelle XL2420Z und XL2720Z nutzen TN-Panels mit 1920 × 1080 Bildpunkten und benötigen laut Hersteller für einen einfachen Bildwechsel (grey-to-grey) lediglich eine Millisekunde. Da die wahrgenommene Schärfe von Bewegtbildern außer von der LC-Schaltzeit auch von der Anzeigedauer der Bilder abhängt, lassen sich beide Schirme mit bis zu 144 Hz Bildwiederholfrequenz betreiben.

Sie zeigen jedes Bild also nur für 7 ms statt für 16 ms an. Bei den in c’t 22/13 getesteten Displays sorgte das alleine schon für eine merklich bessere Bildschärfe. Mit der von BenQ „Motion Blur Reduction“ getauften Technik sollen die beiden neuen XL-Modelle sogar noch schärfer abschneiden: Wie in Gaming-Foren unter Berufung auf BenQ-Mitarbeiter diskutiert wird, kombinieren der XL2420Z und der XL2720Z die höheren Bildraten offenbar mit einem Blinking Backlight. Hierbei wird jeder Frame zweimal hintereinander angezeigt und dann die Hintergrundbeleuchtung bei jedem zweiten Frame kurz ausgeschaltet, um die Impuls-Darstellung alter Röhrenmonitore zu simulieren – ein Ansatz, den auch Eizo beim FG2421 verfolgt (siehe c’t 25/13). Uns gegenüber konnte BenQ den Einsatz von Blinking Backlight bis zum Redaktionsschluss nicht bestätigen.

Darüber hinaus sind beide Monitore 3D-Vision-2-zertifiziert und zeigen in Verbindung mit einer Nvidia-Shutterbrille 3D-Signale stereoskopisch an. Beide Displays werden über HDMI, Dual-Link-DVI oder DisplayPort angesteuert. Den übertragenen Ton kann man am Kopfhöhrerausgang abgreifen. Beide Displays lassen sich auf ihrem Standfuß neigen, drehen und in der Höhe verstellen. Dank Tragegriff am oberen Ende des Standfußes kann man die Schirme leichter auf LAN-Partys mitnehmen. Über den an eine USB-Maus erinnernden S-Switch kann man direkt zwischen den Bildpresets umschalten – ohne den Umweg über das Monitor-Menü. Beide Monitore sind ab sofort für 410 beziehungsweise 500 Euro erhältlich. (spo)

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