CPU-Wegweiser

Prozessorvergleich vom Smartphone bis zur Workstation

Test & Kaufberatung | Test

Verwechslung erwünscht: Wenn ein lahmer Exot fast gleich heißt wie ein richtig flotter Prozessor, dann steckt dahinter Kalkül. Nur wer die Modellbezeichnungen durchschaut, erkennt die Werbetricks. Unsere Benchmark-Ergebnisse zeigen unter anderem, ob der vermeintliche Schnäppchen-PC überhaupt flotter rechnet als Ihre alte Möhre.

Jeder moderne PC packt alles mit links – auf den Prozessor kommt es nicht mehr an? Weit gefehlt! Bereits innerhalb Intels aktueller Haswell-Familie schafft der Schnellste rund sechsmal so viel weg wie der langsamste. Bezieht man die noch viel langsameren Atom-Prozessoren – die verwirrenderweise mittlerweile auch unter Celeron und Pentium-Flaggen segeln – und die Workstation-Chips mit ein, wird die Lücke noch viel größer. Erfreuliches hat sich in den vergangenen Jahren beim Stromverbrauch getan: So schluckt ein moderner Core i3 unter Volllast so viel wie ein Core 2 Quad im Leerlauf.

Unterdessen haben ARM-Chips in Smartphones und Tablets einen festen Platz in unserem Alltag erobert. Unsere Messungen zeigen: Während die Rechenwerke der schnellsten durchaus mit einem sechs Jahre alten PC mithalten können, steckt in so manchem Billiggerät fürchterlich lahme Technik. In der Tabelle auf Seite 127 kommt der langsamste ARM-Chip mit zwei Cortex-A9-Kernen und 1,6 GHz Taktfrequenz gerade einmal auf ein 38stel der Rechenleistung eines Workstation-Xeons mit 12-Kernen und 2,7 GHz – und auch das nur, weil der Riese in dem einzigen vergleichbaren Benchmark Trümpfe wie den 30 MByte großen L3-Cache, vier Speicherkanäle und Dutzende Spezialbefehle nicht ausspielen kann. Fairerweise sei angemerkt: Einerseits liegen auch bei Stromverbrauch und Preis Größenordnungen zwischen den beiden. Andererseits beleuchten Benchmarks immer nur Teilaspekte. ...

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