Drucken und Scannen in 3D

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Drucken und Scannen in 3D Die Stuttgarter Firma Hafner’s Büro zeigt auf der CeBIT erstmals in Europa zwei 3D-Drucker der fünften Generation von MakerBot Industries, die im Januar auf der CES Premiere hatten (c’t 3/14, S. 24). Der kompakte...

Die Stuttgarter Firma Hafner’s Büro zeigt auf der CeBIT erstmals in Europa zwei 3D-Drucker der fünften Generation von MakerBot Industries, die im Januar auf der CES Premiere hatten (c’t 3/14, S. 24). Der kompakte Replicator Mini produziert auf Knopfdruck Werkstücke bis zu einer Größe von 10 cm × 10 cm × 12,5 cm aus 0,2 mm dünnen Materialschichten; das bei vielen anderen 3D-Druckern noch nötige (aber lästige) Nivellieren des Drucktisches entfällt. Ein Euro-Preis für den Mini wird wahrscheinlich auf der Messe bekanntgegeben, in den USA kostet er 1375 US-Dollar.

Größer und feiner druckt das neue Standardmodell für rund 3200 Euro, weiterhin schlicht Replicator genannt: Sein Bauraum ist 25,2 cm × 19,9 cm × 15 cm groß, die minimale Schichtdicke beträgt 0,1 mm. Gesteuert wird die Maschine über ein farbiges Display und einen Drehknopf, der auch bei der Feinjustage zum Einsatz kommt. Beide Geräte gehen über WLAN ins Netz und enthalten eine Weitwinkel-Kamera, die den Druckfortschritt als Live-Video übers Netz verbreiten kann.

Der 3D-Drucker des Braunschweiger Start-ups Fabmaker ist speziell für den Einsatz an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen gedacht und soll auf der CeBIT sein Debüt geben. Rund um seine Maschine will das Unternehmen auch Lehrmaterial anbieten, etwa zur 3D-Modellierung und Konstruktion. Ziel ist beispielsweise ein Roboterbaukurs für den Informatikunterricht oder der Druck von Gebäudemodellen im Architekturstudium. Fabmaker-Mitbegründer Dean Ćiríc hält am Freitag, den 14. März ab 15 Uhr am Stand F44 in Halle 9 einen Kurzvortrag: „Unter Druck – Fachkräftemangel mit sinnvollem Einsatz von Education-3D-Drucker in der Ausbildung begegnen“.

Im geschlossenen Bereich des Planet Reseller zeigt der Versandhändler Pearl dem privilegierten Publikum aus Fachhändlern, Ausstellern und Journalisten seinen 3D-Drucker FreeSculpt EX1-Basic (c’t 19/13, S. 68). Öffentlicher ist das Angebot von iGo3D: Die Firma betreibt seit vergangenem September ein Ladengeschäft in Oldenburg sowie einen Online-Shop mit 3D-Druckern von Herstellern wie Ultimaker, BeeVeryCreative, PrintMate sowie Software und Rohmaterial. Zur CeBIT hat sie neben den Maschinen aus ihrem Sortiment auch eine neue Materialsorte namens Innofil3D PLA Filament mitgebracht, die hauptsächlich aus Maisstärke besteht.

Außerdem soll auf dem Stand von iGo3D der 3D-Scanner Cubik des britischen Start-ups CADScan in Aktion zu sehen sein. Dieser Scanner rotiert die plastische Vorlage auf einem Teller unter einer komplett geschlossenen Haube, was für kontrollierte Lichtverhältnisse sorgen soll – nicht nur in der grellen Messehalle von Vorteil. Das Gerät liefert 3D-Dateien und erfasst auch Farben und Muster der Vorlage. Diese kann maximal 22 cm Durchmesser haben und 20 cm hoch sein. Farbe soll der Scanner mit einer Tiefe von 24 Bit erfassen; die Genauigkeit gibt iGo3D mit 0,05 mm bis 0,15 mm an. Der Preis soll unter 800 Euro liegen.

Auch MakerBot hat einen 3D-Scanner im Angebot, der mit Hilfe von zwei Linienlasern in maximal 12 Minuten ein detailliertes 3D-Datenmodell aus jedem Objekt errechnen soll, das auf seinen Drehteller passt (bis zu 20,3 cm Durchmesser und Höhe, nicht mehr als 3 kg Gewicht). Der Scanner soll alle Details abbilden, die größer als 0,5 mm sind. Maße und Auflösung passen gut zu den Fähigkeiten der 3D-Drucker des Herstellers – braucht man also eine Plastikkopie im Maßstab eins zu eins, liefert der Scanner die passende Vorlage. Der Digitizer kostet 1666 Euro.

Wer hingegen ein 3D-Gebäudemodell braucht, aber keinen 3D-Drucker hat, wird bei einem Spin-off der Technischen Universität Berlin namens 3yourmind fündig: Als Dienstleister erzeugt es 3D-Druckvorlagen aus beliebigen 2D- oder 3D-CAD-Dateien und druckt innerhalb von 10 Tagen eine plastische Miniatur davon aus. (pek)

3yourmind, Technische Universität Berlin, bei Forschungsmarkt Berlin-Brandenburg: Halle 9, B28

Fabmaker, bei Innovationsland Niedersachsen: Halle 9, C28

Hafner’s Büro, bei Edelstall: Halle 6, G54/H49

iGo3D: Halle 3, F02

Pearl, bei Planet Reseller: Halle 14, H17

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