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Zu den größten Einzelausstellern auf der Messe gehören einmal mehr IBM, Microsoft und SAP, alle mit dem Schwerpunkt Business-Software.

IBM zeigt zwar im Abteil „Infrastruktur“ seines Hauptstandes auch Server-Hardware, doch in den anderen Arealen „Cloud“, „Mobile Computing“, „Social Business“, „Smarter Commerce“ und „Big Data & Analytics“ geht es um Anwendungen und Software-Tools. Neu im Portfolio von Big Blue ist die Technik des jüngst übernommenen Architektur-Spezialisten Softlayer. Damit sollen Unternehmen unabhängig von bestehenden Server- und Virtualisierungsstrukturen und von mit anderen Software-Anbietern getroffenen Lizenzvereinbarungen je nach Situation entscheiden können, welche IT-Aufgaben sie durch lokale Rechner erledigen wollen und welche in der Cloud. Auf dem Messestand will IBM das anhand des Risikomanagements einer Bank mit dem Softwarepaket OpenPages GRC (Governance, Risk, Compliance) der IBM-Tochter Cognos deutlich machen.

Ganz anders als die auf Regeln basierende Business Intelligence à la Cognos funktionieren IBMs ebenfalls vorgestellte Watson Services, deren Fortentwicklung und Vermarktung IBM neuerdings einen eigenen Geschäftsbereich widmet. Ziel der Watson-Technik ist es, große Datenbestände mit natürlichsprachlichen Abfragen auszuwerten, ohne dass zuerst Datenwürfel für alle erlaubten Fragestellungen durch spezialisierte Datenbanktechniker aufgespannt werden müssten.

Eine Live-Demo auf dem Stand zeigt das Content–Management-System FirstSpirit, mit dem man einerseits soziale Netze scannen, andererseits mobile Nutzer gezielt über deren Gerätschaften ansprechen kann.

Made in Redmond

Microsoft präsentiert natürlich die aktuellen Windows- und MS-Office-Varianten. Das Miet- und Cloud-Angebot Office 365 erhält wie das lokal installierbare Office 2013 auch ein Jahr nach dem Erscheinen kontinuierlichen Zuwachs. Für Office 2013 äußert sich das im wachsenden Angebot an Office-Apps und im Ende Februar erschienenen Service Pack 1. Das Update enthält Fehlerbereinigungen und Verbesserungen nicht nur für die Bürosuite Office 2013, sondern auch für SharePoint und Exchange Server. Es umfasst alle bisher veröffentlichten Einzel-Updates, soll die Kompatibilität zu Windows 8.1 und dem Internet Explorer 11 erhöhen und passt die Office-Komponenten an eine kürzlich durchgeführte Namensänderung an: Der Cloud-Dienst von Microsoft heißt nach dem Update auch innerhalb des Programms nicht mehr SkyDrive, sondern OneDrive for Business.

Ein Werkzeug, mit dem größere Betriebe ihre Mitarbeiter im Umgang mit MS-Office schulen können, zeigt Soluzione auf einem Partnerstand. Auch für geübte Office-Benutzer agieren die Pakete AutoPilot und Lernwelt zudem als Nachschlagewerke.

Für Unternehmens-Abonnenten von Office 365 zeigt Microsoft die in c’t 6/14, Seite 184 vorgestellte Erweiterung Power BI. Hinter deren Kulissen dürfte der fast fertige SQL Server 2014 eine bedeutende Rolle spielen. Offiziell gibt es davon aber bislang nur eine Community Technical Preview (siehe c’t 22/13, S. 184), und mehr als diese wird Microsoft womöglich auch zur CeBIT nicht vorstellen.

Neben weiteren Partnern auf dem Stand führt die Deutsche Telekom vor, wie man Unternehmensanwendungen der Marke MS Dynamics den rechtsverbindlichen Dokumentenversand über De-Mail beibringt.

Für große Server und kleine Clients

SAPs Messeauftritt setzt einen Schwerpunkt bei der In-Memory-Datenbank HANA und bei Werkzeugen, um Unternehmen für die Mobilgeräte ihrer Mitarbeiter erreichbar zu machen. Ein Anwendungsbeispiel vom Deutschen Fußballbund demonstriert unter anderem die Marktanalyse aus der Cloud heraus.

Fürs Mobile Computing kann SAP mittlerweile mehr als 200 Apps seiner Produktlinie Fiori vorweisen, darunter den sogenannten Fiori-Client, einen Browser für Mobilgeräte, der SAP-Anwendungen beim Caching gegenüber anderen Anwendungen bevorzugt.

Eine Nummer kleiner

Mesonic präsentiert seine komplett überarbeitete Serie von ERP-Anwendungen namens WinLine 10. Die Aufgabenbereiche CRM und ERP sollen dabei nahtlos ineinander übergehen.

Scopevisio hat seine Palette webgestützter Unternehmensanwendungen auf zwei Produktlinien erweitert und zeigt das Ganze auf einem gegenüber 2013 deutlich vergrößerten Messestand.

Lexware stellt eine nochmals vereinfachte neue Variante seines Einstiegsprogramms Büro Easy vor und außerdem die erweiterte Web-Anwendung Lexoffice, neuerdings mit dem Namenszusatz „Rechnung und Finanzen“. Sie integriert das ebenfalls brandneue Bezahlsystem Lexware Pay für Handelsabschlüsse per Smartphone oder Tablet.

Sage ist dieses Jahr nicht mit einem eigenen Stand vertreten; Interessenten können sich jedoch beim Sage-Partner Chipsize über Produkte dieses Herstellers informieren. (dwi/hps)

Chipsize: Halle 5, B16

Deutsche Telekom: Halle 4, A26 (bei Microsoft, Hauptstand: Halle 4, C26)

IBM: Halle 2, A10

Mesonic: Halle 5, C16

Lexware: Halle 5, F18

Microsoft: Halle 4, A26

SAP: Halle 4, C04

Scopevisio: Halle 4, C67

Soluzione: Halle 4, A26 (bei Microsoft)

Kunden und Zahlen im Blick

Software zur Pflege des Kundenstamms verschmilzt zunehmend mit Werkzeugen zur Marktanalyse und zur Suche und Selbstdarstellung in sozialen Netzen. Das zeigt sich etwa in der neuen Plattform Salesforce1, in welcher der Anbieter Salesforce Webdienste für alle Unternehmensaufgaben zusammenfassen will. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Dienst von Salesforce selbst oder von einem seiner Kunden entwickelt und vermarktet wird.

Cobra zeigt auf einem Partner-Gemeinschaftsstand die Anwendung CRM BI. Damit erhalten Vertriebler über interaktive Dashboards Zugriff auf aktuelle Geschäfts- und Marktdaten.

Auch die Datenbank-Anwendung OrgAnice CRM 2012 R2 kümmert sich nicht nur um Mail- und Kontaktverwaltung, sondern bietet ein umfassendes Spektrum weiterer, auch vom Anwender selbst programmierbarer Funktionen. Premiere feiert ein Excel-Add-in zum Sichten von Datenauszügen sowie ein Outlook-Connector, mit dem sich Kontaktdaten auf der Landkarte anzeigen lassen.

CAS hat seinen CRM-Anwendungen ein API namens SmartDesign spendiert, über das andere Anbieter ihre CAS-Erweiterungen wie in einer Sandbox ablaufen lassen können. Der Produkt-Konfigurator Merlin dient zur einheitlichen Visualisierung von Produktdaten aus dem Artikelstamm, beispielsweise für einen Web-Katalog.

Speziell zur Echtzeit-Analyse großer Datenbestände bietet die Software AG ihr Werkzeug Apama an, das mit der hauseigenen In-Memory-Engine Terracotta zusammenspielt. Qliktech stellt die Preisträger eines Wettbewerbs vor, den es im Messevorfeld zur Gewinnung gesellschaftlich relevanter Erkenntnisse aus öffentlich zugänglichen Daten ausgeschrieben hat. Die Datev mischt mit dem neu vorgestellten Dienst ACL Comfort im Big-Data-Umfeld mit. Damit sollen sich insbesondere Jahresabschlüsse von Unternehmen durch detaillierte Geschäftsanalytik untermauern lassen. (hps)

CAS: Halle 6, C16

Cobra: Halle 6, D30

Datev: Halle 2, A47

OrgAnice: Halle 3, B5 (bei Berlin-Brandenburg)

Qliktech: Halle 6, B30 (Hauptstand)

Salesforce: Halle 6, K15 (315) (Enterprise Mobile Park)

Software AG: Halle 4, C11

Dokumentenablage

Der Hersteller ELO wartet mit neuen Versionen seines kompletten Programmangebots auf. Das auch für Kleinbetriebe und Privatleute erschwingliche ELOoffice 10 haben wir in der Downloadversion schon getestet (siehe c’t 6/14, S. 134); mittlerweile ist auch die Ausführung auf DVD im Handel. Eher für mittelständische und noch größere Betriebe eignen sich die Client-Server-Systeme ELO Professional und ELO Enterprise. Beide gibt es auf dem Stand in der Vorabversion 9.0 zu sehen. Das darin enthaltene Modul ELO social erleichtert den Dokumentenaustausch zwischen Mitarbeitern durch eine Chatfunktion, sodass man auch ohne gesonderte E-Mail oder Telefonate zum Beispiel auf neu verfügbare Unterlagen hinweisen kann. Auch bei den Client-Server-Anwendungen soll die zuerst in ELOoffice eingeführte Dropzone die mausgesteuerte Dokumentenübernahme erleichtern.

Als Partner auf dem ELO-Stand zeigt Nord West Business Consult das Zusatzmodul ELO Professional CAD für die CAD-Hersteller-unabhängige revisionssichere Ablage und Versionsverwaltung von Konstruktionszeichnungen.

Bei Windream wirft Version 6.0 des gleichnamigen DMS ihre Schatten voraus. Sie zeigt nach einer Suche nicht nur die gefundenen Dokumente, sondern auch deren Indexdaten in der Trefferliste an, sodass man zugleich auch diejenigen Metadaten sichten kann, die man in der Suchanfrage gar nicht erwähnt hatte. Die Parameter aus der Anfrage, die ja bei den angezeigten Einträgen von vornherein erfüllt sind, werden indes ausgeblendet. Außerdem hat der Hersteller den systemeigenen Dokumentenbetrachter DocView erweitert. Dieser hat nicht nur den Umgang mit mehrseitigen TIFF-Dateien dazugelernt, sondern unter anderem auch die chronologische Sortierung von Kommentaren.

Docuware hat seine webgestützte Dokumentenablage auf den Versionsstand 6.5 angehoben. Das neuerdings über HTML5 kommunizierende Client-Server-System feiert mit einer überarbeiteten Bedienoberfläche und mit erweiterten Fähigkeiten zur automatischen Formularerkennung CeBIT-Premiere.

Außerdem kann man sich über den kostenlosen Webdienst informieren, den Docuware seit Anfang des Jahres zum automatischen Erstellen von Rechnungen nach dem Standard ZUGFeRD (Zentrale User Guidelines des Forums elektronische Rechnungen Deutschland) anbietet.

Callas geht mit dem pdfaPilot auf die Messe. Er wandelt Dokumente in PDFs, die dem Archivierungsstandard PDF/A (ISO 19005-1) genügen und prüft auch PDF-Dokumente aus anderen Quellen auf Einhaltung der ISO-Norm. Die neu vorgestellte Version 5 übermittelt Rechnungen und archiviert E-Mails PDF/A-konform. Gemäß der etwas weiter gefassten Norm PDF/A-3 lassen sich E-Mail-Anhänge unverändert als PDF-Attachments mitarchivieren.

Luratechs brandneuer PDF Compressor 7 analysiert zunächst das Ausgangsdokument und wählt dann – auch im unbeaufsichtigten Stapelbetrieb – automatisch das geeignete Kompressionsverfahren. Damit bettet er zum Beispiel JPG- und TIFF-Dateien in PDF-Dokumente ein und macht sie auf Wunsch mit OCR-Funktionen von Abbyy durchsuchbar.

Apropos: Abbyy zeigt seine just im Februar herausgebrachte Zeichenerkennung Finereader 12. Diese entfernt farbige Markierungen wie etwa mitgescannte Eingangsstempel auf erhaltenen Geschäftsbriefen. Alle Jahre wieder proklamiert der Hersteller eine kaum noch mögliche Verbesserung der Genauigkeit seiner Software. Bei Tabellen und layouteten Vorlagen hat Version 12 tatsächlich leicht zugelegt (siehe S. 73) Darüber hinaus soll die aktuelle Finereader-Version weitere Zeit sparen, indem sie erste Ergebnisse, etwa zur automatischen Kategorisierung eines Dokuments, schon zur Verfügung stellt, bevor sie das Dokument bis zum Ende analysiert hat. (atr, hps)

Abbyy: Halle 3, F18

Callas Software: Halle 3, B17

Docuware: Halle 3, G20

ELO: Halle 3, F30

Luratech: Halle 3, D34/1

Nord West Business Consult: Halle 3, F30 (bei ELO)

Windream: Halle 3, J20

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