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Manjaro Linux mit verschlüsselten Partitionen Die neue Version 0.8.9 ihrer Linux-Distribution bieten die Manjaro-Entwickler mit drei Desktops an: Xfce 4.11, KDE 4.12 und Openbox 3.5.2. Statt manueller Installation und Konfiguration wie beim...

Manjaro Linux mit verschlüsselten Partitionen

Die neue Version 0.8.9 ihrer Linux-Distribution bieten die Manjaro-Entwickler mit drei Desktops an: Xfce 4.11, KDE 4.12 und Openbox 3.5.2. Statt manueller Installation und Konfiguration wie beim zugrundeliegenden Arch Linux erleichtern bei Manjaro grafische Tools wie der Installer Thus, der Paketmanager Pamac und der Manjaro Settings Manager das Aufsetzen des Systems. Thus beherrscht mittlerweile auch das Verschlüsseln der Systempartition und des Home-Verzeichnisses. Der integrierte Partitionierer kommt jetzt besser mit UEFI klar. In der Software-Verwaltung Pamac 0.9.7 lässt sich jetzt im Menü als Quelle leicht das Arch User Repository (AUR) an- oder abschalten und die Häufigkeit festlegen, in der das Tool nach Updates sieht. Die KDE- und die Openbox-Edition halten außerdem das neue Tool Turbulence zur Konfiguration des Desktops nach der Installation bereit.

Manjaro Linux 0.8.9 verwendet einen Kernel 3.10.30, Mesa 10.0.3 und den X.org-Server 1.14.5. Für AMD- und Nvidia-Grafikkarten stehen der Catalyst-Treiber 13.10 und der Nvidia-Treiber 331.38 zur Verfügung. Installierbare Live-Images der Distribution stehen für 32-Bit- und 64-Bit-x86-Systeme über die Projekt-Website zum Download bereit. Neben den drei Desktop-Ausgaben bietet das Manjaro-Team auch eine „Minimal Net Edition“ ohne grafische Oberfläche an. Als inoffizielles Release der Community wurde Manjaro Linux 0.8.9 außerdem als Netbook-Edition mit einem für Netbooks optimierten Xfce-Desktop und Kernel veröffentlicht. (lmd)

Offener 3D-Treiber für Raspberry Pi am Horizont

Broadcom hat einen OpenGL-ES-Treiber für den Grafikkern des BCM21553 unter der BSD-Lizenz veröffentlicht. Der VideoCore IV genannte Grafikkern dieses SoC (System-on-Chip) steckt auch im BCM2835, auf den der Raspberry Pi aufbaut. Um eine Portierung des freien Treibers auf den Mini-Computer zu fördern, hat die Raspberry-Pi-Foundation einen Preis ausgesetzt: 10 000 US-Dollar winken demjenigen, der als erstes zeigt, wie Quake III mit einem vollkommen offenen Treiber akzeptable Bildraten liefert.

Bislang nutzen Linux-Distributionen beim Raspberry Pi zumeist einen simplen Linux-Treiber, der die Grafikbefehle größtenteils an einen Treiber in der proprietären Firmware weitergibt. Der Firmware-Treiber wird gemeinhin als BLOB (Binary large object) bezeichnet; ähnlich wie bei Nvidias proprietären Grafiktreiber haben Open-Source-Programmierer bei diesem Ansatz nur wenig Möglichkeiten, Treiberfehler zu beheben oder Schnittstellen für neue Techniken zu implementieren. (thl)

Ubuntu 14.04 LTS: Menüs kehren zu den Fenstern zurück

Mit Ubuntu 14.04 LTS, das voraussichtlich am 17. April erscheint, ändert Canonical die Bedienung des Unity-Desktops: Aktiviert man die Locally Integrated Menus (LIM), werden Menüs in der Titelleiste der Anwendungsfenster dargestellt und nicht mehr unabhängig von der Fensterposition im Panel am oberen Bildschirmrand (Global Menus, globale Menüs). Die globalen Menüs verursachten gerade auf großen Bildschirmen weite Wege mit der Maus, wenn der Anwender mit mehreren Fenstern arbeitet. Das Problem, dass Ubuntu-Neulinge die Menüs ihrer Anwendungen nicht finden, lösen die neuen lokalen Menüs indes nicht: Die Menüeinträge werden erst dann eingeblendet, wenn man mit der Maus über die Titelleiste des Fensters fährt. (mid)


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