Sammelanweisung

Neues Elektroschrott-Gesetz verpflichtet Händler zur Rücknahme

Wissen | Hintergrund

Ein Entwurf für ein überarbeitetes Gesetz zur Altgeräte-Entsorgung sieht vor, dass größere Einzelhändler Kleingeräte zurücknehmen müssen. Dadurch sollen die Sammelquoten steigen, weil Verbraucher nicht mehr zum Wertstoffhof fahren müssen.

Die für Privatleute wohl erfreulichste Bestimmung des Gesetzesentwurfs zum neuen Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) steht in § 17: Wer ein kleines Elektronikgerät mit weniger als 25 Zentimetern Kantenlänge entsorgen möchte, muss bald nicht mehr zum Wertstoffhof fahren. Stattdessen reicht ein Besuch im nächstgelegenen Elektroladen, der mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche nutzt: Hier darf man sein Altgerät kostenlos abgeben – ohne Zwang zum Neukauf. Wer ein Gerät kauft, darf ein altes mit gleicher Funktion beim Händler lassen, so wie das heute bei Wasch- und Spülmaschinen oder Kühlschränken üblich ist.

Ziel des neuen ElektroG ist eine Steigerung der Sammel- und Recyclingquoten. Bisher landet zu viel Elektroschrott im Restmüll oder vergammelt jahrelang in Schubladen. Größere Schrottmengen würden manches bisher zu teure Recyclingverfahren wirtschaftlich machen. Der ElektroG-Entwurf des Bundesumweltministeriums soll auch unerwünschte Handelswege für Computerschrott behindern, etwa den Export nach Ghana zur unkontrollierten Entsorgung. Weiteres Ziel ist ein höheres fachliches Niveau bei den Gliedern der Wiederverwertungs- und Recyclingkette. ...

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