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Linux 3.14 bringt Scheduler für Echtzeit-Systeme

Der Linux-Kernel 3.14 beherrscht ein neues Verfahren zum Verteilen von Prozessorzeit. Die neue Kernel-Version, deren Veröffentlichung bei Redaktionsschluss kurz bevorstand, kann dadurch Anwendungen auf Echtzeit-Systemen immer rechtzeitig an die Reihe nehmen, damit sie ihre Arbeit bis zur gesetzten Deadline erledigen können.

Neu ist auch die Kernel Address Space Layout Randomization (KASLR), die Angreifern das Ausnutzen von Sicherheitslücken erschwert. Den Overhead bei Netzwerkübertragungen soll das neue TCP Auto Corking reduzieren, das kleinere Datenhäppchen in einem größeren Netzwerkpaket bündelt. Der Kernel-Grafiktreiber für Radeon-Grafikkerne nutzt AMDs Stromspartechnik DPM (Dynamic Power Management) jetzt auch bei den aktuellen Radeon-Grafikchips automatisch. Der Xen-Code unterstützt nun die Paravirtualized Hardware Extensions (PVH); dabei handelt es sich um eine Neuerung des kürzlich veröffentlichten Xen 4.4, die die Vorteile von Para- und Hardware-Virtualisierung zu vereinen versucht. Details zu diesen und weiteren Änderungen liefern c’t 5/14 auf Seite 36 und ein Kernel-Log auf heise open, das zur Veröffentlichung von Linux 3.14 erscheint. (thl)

Freie GeForce- und Radeon-Treiber beherrschen OpenGL 3.3

Unterstützung für einige der jüngst eingeführten Grafikchips von AMD ist eine der wichtigsten Neuerungen des Anfang März freigegebenen Mesa 3D 10.1. Ferner beherrschen die Treiber Hardware-beschleunigtes OpenGL 3.3 nun auch beim Gros der Grafikkerne, die AMD und Nvidia in den letzten Jahren gefertigt haben; der Treiber für Intel-GPUs konnte das schon bei der vorherigen Version.

Die Entwickler haben auch schon einige OpenGL-Erweiterungen implementiert, die neuere OpenGL-Versionen erfordern. Einige Optimierungen an Treiber und Infrastruktur versprechen, die 3D-Performance zu verbessern; diese Umbauten stammen teilweise von Entwicklern der Spieleschmiede Valve, deren Spielkonsolen-Betriebssystem SteamOS auf Linux aufbaut (siehe S. 86).

Die neue Version der 3D-Bibliothek wird die Unterstützung von Grafik-Hardware in vielen Linux-Distributionen verbessern, denn diese verwenden üblicherweise Mesa 3D und dessen Treiber für die 3D-Beschleunigung. Da die wenigsten Distributionen neue Mesa-3D-Versionen im Rahmen der Systemaktualisierung nachreichen, wird es aber noch einige Monate dauern, bis die Verbesserungen der neuen Version bei den Anwendern ankommen. Die Unterstützung für die neuesten Radeon-Grafikkerne erfordert zudem aktuelle Versionen des Linux-Kernels und der Compiler-Infrastuktur LLVM. (thl)

Calligra-Office-Suite 2.8 mit neuen Anwendungen

In der Textverarbeitung des KDE-Office-Pakets Calligra lassen sich in der jetzt veröffentlichten Version 2.8 auch Kommentare einfügen. Die Funktion steht auch im Textautoren-Programm Author zur Verfügung. Außerdem wurde in der Tabellenkalkulation Sheets die Unterstützung für Pivot-Tabellen verbessert und die Datenbankverwaltung Kexi kann Hyperlinks in Formularen öffnen.

Besonders umfangreich fallen die Neuerungen in Calligras Zeichenprogramm Krita 2.8 aus. Dazu zählen etwa verbessertes OpenGL-Rendering, die Integration des G’MIC-Frameworks, ein Zeichenmodus für Texturen und Kacheln sowie Unterstützung für Touchscreens. Krita 2.8 ist das erste Release mit einer stabilen Windows-Version. Seit der Version 2.8 umfasst die Calligra Suite zwei weitere, auf Krita basierende Anwendungen: Krita Sketch für Tablets und Krita Gemini, das zwischen dem umfangreichen Desktop- und dem Skizziermodus für Tablets wechseln kann. Das Calligra-Team hat außerdem weiter am Zusammenspiel der einzelnen Office-Module gearbeitet: Objekte (sogenannte Shapes) sollen sich jetzt noch leichter in andere Module überführen lassen. (lmd)

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