Spielkonsole selbst gebaut

c’t Steam Box statt Playstation und Co

Praxis & Tipps | Praxis

Lange haben Gamer auf die neueste Konsolengeneration warten müssen. Doch echte Knaller sind Xbox One und Playstation 4 nicht geworden. Dank zeitgemäßer PC-Hardware ist die c’t Steam Box sehr leistungsfähig und trotzdem eine waschechte Spielkonsole.

Nichts spricht dagegen, sich seine eigene, flexible Spielkonsole selbst zusammenzubauen. Auf neuer, effizienter PC-Hardware laufen Spiele in hoher Detailstufe bei Full HD ruckelfrei – dagegen müssen selbst die nigelnagelneuen Xbox One und Playstation 4 bei vielen frisch erschienenen Spielen mangels Leistung auf geringere Auflösungen runterschalten. Außerdem gibt es mittlerweile Software, die aus PC-Technik zusammengesteckte Kompakt-Rechner in echte Spielkonsolen verwandelt. Valves Steam-Client bringt unter Windows 8.1 alles Wesentliche mit: Zugriff auf Tausende PC-Spiele, die meist günstiger als ihre Konsolen-Pendants sind, die Vollbild-Bedienoberfläche „Big Picture“ und eine hervorragende Gamepad-Einbindung. Als kostenlose Alternative zu Windows hat Valve ein Rundum-Sorglos-Paket auf Basis von Debian-Linux zusammengeschnürt: Das Spiele-Betriebssystem SteamOS lässt sich leicht installieren und aktualisiert sich sogar von selbst. Auch hier fährt das System direkt in den Big-Picture-Modus. Allerdings ist dessen Spieleangebot im Vergleich zu Windows noch mau: Quasi alle großen Blockbuster laufen bisher nur unter Windows. Wer SteamOS aber schon mal ausprobieren möchte, bekommt alle wichtigen Infos im Artikel auf Seite 86.

Video: Trailer: c’t Steam Box

Im Laufe des Jahres wollen verschiedene Hersteller SteamOS-Spielkonsolen aus PC-Hardware als „Steam Machines“ herausbringen. Da es eigentlich keinen Grund gibt, auf diese zu warten, haben wir nach reiflicher Überlegung und viel Tüftelei zwei Spielkonsolen-Bauvorschläge erarbeitet. Unsere c’t Steam Box 720 reicht, um die meisten Spiele in 720p-Auflösung (1280 × 720 Pixel) und hoher Grafikqualität ruckelfrei darzustellen. Sie setzt auf den derzeit schnellsten AMD-Kombiprozessor mit integrierter GCN-Grafikeinheit, ist noch kompakter als unsere erste c’t Steam Box vom März 2013, wesentlich leiser und dennoch 40 Prozent schneller [1]. Die c’t Steam Box 1080 packt selbst aktuelle Titel in Full HD (1920 × 1080 Pixel) und meist maximaler Detailstufe. In ihr stecken ein aktueller Core-i5-Prozessor von Intel und die neueste Nvidia-Grafikkarte GeForce GTX 750 Ti mit Maxwell-Architektur. Auch diese Variante bleibt flüsterleise, fällt wegen der gesteckten Grafikkarte aber etwas größer aus.

Die c’t Steam Box 720 kostet im Eigenbau inklusive Windows 8.1 709 Euro, die 1080er-Version 826 Euro. Damit sind sie 200 beziehungsweise gut 300 Euro teurer als eine Xbox One. Unsere Konsolen sind allerdings sogar unter Last leiser als Xbox One und Playstation 4 im Standby und bieten dennoch eine hohe Rechen- und Grafikpower. Außerdem ist die Spieleauswahl größer und der Preis der Spiele niedriger: Neue Konsolentitel kosten meist um die 70 Euro, die PC-Versionen häufig nur 40 Euro. Offizielle Steam Machines mit Valves Segen werden sehr wahrscheinlich mehr kosten, wenn sie annähernd die gleiche Leistung bringen wie die c’t Steam Box. ...

Projektseite

Auf unserer Projektseite, die Sie am schnellsten über ct.de/-1812446 erreichen, finden Sie weiterführende Informationen:

Ein Video zeigt die Montage der Steam-Box.

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