Facebook kauft Oculus VR

2,3-Milliarden-Deal bringt Fans auf die Palme

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Virtual Reality wird zum Milliardengeschäft: Die Macher der Oculus-Rift-Brille arbeiten nun für Facebook. Die Rift-Fans reagierten mit großer Skepsis – Oculus-Chef Palmer Luckey bekam sogar Morddrohungen.

Die ungewöhnliche Übernahme schockierte Ende März die Technikwelt. Der Tenor der Kommentare auf Reddit, Twitter und den Foren von heise online auf den 2-Milliarden-Deal war eindeutig: Ein integres, sympathisches Unternehmen hat hier offenbar seine Seele verkauft. Sauer zeigten sich vor allem viele Menschen, die Oculus 2012 finanziell über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter unterstützt hatten. Der erst 21-jährige Oculus-Gründer Palmer Luckey bekam sogar Morddrohungen: „Wir haben mit kurzfristigen negativen Reaktionen gerechnet, aber nicht mit so vielen Morddrohungen und drangsalierenden Telefonanrufen, zum Teil bei Familienmitgliedern“, schrieb er auf der Social-News-Website Reddit. Und weiter: „Dieser Mist ist ungerechtfertigt, vor allem weil er Auswirkungen auf Menschen hat, die nichts mit Oculus zu tun haben.“ Warum bringt eine Firmen-Übernahme so viele Menschen so auf die Palme? Und was will ein Social-Media-Konzern eigentlich mit einer Virtual-Reality-Firma?

Instant-Begeisterung

Luckey und seiner Firma ist es seit 2012 gelungen, extrem viel Begeisterung auszulösen – auch in der c’t-Redaktion, die die seit April 2013 erhältliche erste Version des Rift-Entwicklerkits auf die Titelseite brachte (c’t 10/13). Erstmals gab es eine extrem günstige (300 US-Dollar) Virtual-Reality-Brille mit einem großen Gesichtsfeld: Anders als andere Videobrillen zeigt die Oculus Rift keinen schwebenden Bildschirm in mehreren Metern Entfernung mit viel Schwarz drumherum, sondern füllt das Sichtfeld nahezu komplett aus. Außerdem funktionierte der Headtracker, der Kopfbewegungen in der virtuellen Welt umsetzt, deutlich besser als vorherige Versuche. All das erklärt vielleicht den Hype, den die Brille ausgelöst hat: Die Aussicht auf ein wirklich funktionierendes „Holodeck“ hat viele Menschen zu Fans des Produkts gemacht, emotionale Reaktionen inklusive. ...

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