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LESEPROBE

Virtuelle Höhenflüge

Neue Spieletechnik von der Game Developers Conference 2014

Trends & News | Trend

Mit der Vorstellung des VR-Headsets von Sony und der Übernahme von Oculus durch Facebook ist Virtual Reality auf dem Weg von einer Geek-Bastelei zur massentauglichen Spieleplattform. Auch die Engines von Unity, Epic und Crytek verbreitern ihr Publikum, selbst DirectX 12 funkt neue Lebenszeichen.

So viele Paukenschläge und Neuankündigungen hatte es auf der Game Developers Conference (GDC) bislang nicht gegeben. Die Konferenz, zu der in diesem Jahr 24 000 Spieleentwickler ins Moscone-Center nach San Francisco strömten, wird offensichtlich immer wichtiger für die Hersteller von Konsolen, Engines und neuer Spieletechnik. So musste man sich zuweilen Stunden vor den Veranstaltungen in die Schlangen einreihen, um noch einen Platz in den voll besetzten Vortragssälen zu ergattern. Bereits im Vorfeld gab es Gerüchte, Sony würde einen neuen VR-Helm auf der GDC zeigen. Und tatsächlich konnte man das Project Morpheus getaufte System nicht nur von außen bewundern, sondern auch selbst ausprobieren.

Im Vergleich zur Rift-Brille (von der Oculus ein verbessertes zweites Entwicklungsmodell DK 2 vorführte) sieht Morpheus eleganter und futuristischer aus. Der Helm wird mit einem Kunststoffbügel an den Schädel geschnallt, sodass das Gewicht nicht auf der Nase lastet. Der Prototyp war überaus angenehm zu tragen und erlaubte gar, die eigene Brille aufzubehalten. Die Auflösung von 1920 × 1080 entspricht der des neuen Oculus-Rift-Modells. Auch der riesige Blickwinkel von mindestens 90 Grad (abhängig von der Einstellung der optischen Linsen) ist bei beiden VR-Systemen gleich. Oculus hat indes den Vorteil, dass der neue OLED-Bildschirm der Rift DK2 mit 75 Hz statt wie Morpheus mit 60 Hz arbeitet und somit eine kürzere Latenz erreicht. Wichtigster Unterschied ist aber, dass Oculus die einzelnen Frames nur 3 ms aufblitzen lässt und dadurch überaus wirksam ein Verwischen des Bildes bei Kopfdrehungen verhindert. Sony setzt bei Morpheus hingegen auf ein LC-Display, das ähnlich wie die erste Rift das Bild bei Drehungen verschmiert. ...


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