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3D-Gratispaket

Mit Version 2.70 soll beim Open-Source-3D-Paket Blender ein größerer Umbauprozess beginnen. Das Ziel: Die Oberfläche übersichtlicher und für Neulinge einfacher zu machen. Die Werkzeugleiste ist jetzt in Tabs organisiert. In viele Eingabefelder lassen sich nun einfache Formeln wie PI/3 tippen, außerdem nehmen sie Maßeinheiten entgegen. Der Wireframe-Modifier erzeugt aus den Kanten eines 3D-Objekts ein Gitter aus Draht wählbarer Stärke. Mit Laplacian Deform bewegt man Figuren in die gewünschte Haltung, der Umweg über ein virtuelles Skelett (Rig) entfällt. Bei der Aufteilung von Polygonen in Dreiecke vermeidet Blender Löcher; das Ergebnis soll nicht mehr von der Ausrichtung des Vielecks vor dem Konvertieren abhängen. Das Bevel-Tool kann Kanten je nach verwendetem Parameter unterschiedlich stark nach innen oder außen runden.

Dank Parallelisierung soll Blender Animationen in der 3D-Vorschau schneller abspielen. Auch die Render-Engine Cycles hat Tempo zugelegt – sie berechnet OSL-Shader (Open Shading Language) jetzt bis zu 30 Prozent schneller als die Vorversion. Cycles beherrscht jetzt sogenanntes Volume Rendering etwa für Festkörper wie Rauchglas oder homogene Volumen wie Nebel. Neue Add-ons rüsten einen Exportfilter für den Online-3D-Präsentator Sketchfab sowie den sogenannten Node Wrangler nach, der den Node-Editor um viele Optionen erweitert. Blender läuft unter Windows, Mac OS X und Linux. (Gottfried Hofmann/pek)

3D-Figuren gratis modellieren

Nach zwölf Jahren haben die Entwickler des Open-Source-Figurenmodellierers MakeHuman die fertige Version 1.0 ihrer Software für Windows, Mac OS X und Linux veröffentlicht. Sie erzeugt für eine menschliche Figur ein Oberflächennetz aus rund 15 000 Vierecken, das sich über eine Fülle von Parametern individualisieren lässt. Je nach Bedarf entstehen Figuren vom überfütterten Couch Potato bis zum schlanken Athleten. Make-Human kleidet sie ein, stattet sie mit einem Skelett wählbarer Komplexität aus und wirft sie in Pose. Ein interner Renderer soll bereits einfache Darstellungen als Vorlagen für Comiczeichnungen und Skizzen liefern. Exportiert als OBJ-, MHX- oder Collada-Datei finden die maßgefertigten Marionetten ihren Weg auch in 3D-Software von ZBrush über Maya und Cinema4D bis Blender. (pek)

Vektorgrafik mit Anhang

Nahezu unverändert gegenüber dem Vorgänger umfasst die CorelDraw Graphics Suite X7 den Vektorzeichner CorelDraw, die Bildbearbeitung Photo-Paint, einen Vektorisierer, einen Bildmaterialbrowser sowie Tools für Website-Gestaltung, Schriftverwaltung oder Export großer Bilder. Für die Oberfläche der Hauptanwendungen CorelDraw und Photo-Paint stehen unterschiedliche Layouts zur Wahl – von reduzierten Lite-Versionen bis zu Varianten, die Adobe-Anwendern den Umstieg erleichtern sollen. Da CorelDraw nicht mehr auf ein Bildschirmfenster beschränkt ist, kann die Anwendung ihre Paletten und Fenster auf mehrere Monitore verteilen. Bei Farbverläufen lassen sich einzelne Kontrollpunkte individuell transparent gestalten. Auch rechteckige, elliptische und sich wiederholende Füllungen sind jetzt möglich. Ein neues Hilfsmittel glättet unruhige Freihandlinien. Der Schriften-Playground zeigt eine Font-Vorschau mit selbst gewähltem Mustertext. Konturen von Vektorformen folgen dem Umrisspfad wahlweise außen, innen oder zentriert. Ein Assistent erzeugt QR-Codes.

In Photo-Paint reagieren neue Werkzeuge zum Verschmieren und Verwirbeln von Bildteilen auf den Druck eines Grafiktablett-Stifts. Mit dem über Ebenenmasken realisierten Tilt-Shift-Effekt und der Retro-Filter-Sammlung Zeitmaschine sucht Corel Anschluss an Bildbearbeitungsmoden der vergangenen Jahre. CorelDraw Graphics Suite X7 ist mit deutscher Bedienoberfläche erhältlich und läuft unter Windows 7 bis 8.1. Die Vollversion kostet 630 Euro, für ein Upgrade ab dem Vorläufer X4 zahlt man 320 Euro. Ein Abo kostet für 30 Tage 30 Euro, 240 Euro für ein ganzes Jahr. (pek)

c’t-Artikelrecherche: Heise-Register 3.0 erschienen

Unser kostenloses Offline-Suchprogramm zur Artikelrecherche, das Heise-Register, war am Anschlag angekommen, sodass die Indexierung nicht mehr alle Artikel erfasst hat. Der indexierte Artikelbestand umfasst immerhin alle c’t-Artikel seit Anbeginn (1983), ebenso alle Artikel unserer Schwesterzeitschrift iX, die 1988 startete. Das Heise-Register gibt es bereits seit vielen Jahren, weshalb wir immer noch Versionen für PowerPC, Itanium oder DEC Alpha im Sortiment haben; diese und die brandneuen Versionen finden Sie über den c’t-Link.

Das Register-Programm aktualisiert sich beim Start regelmäßig mit den neuesten Inhalten übers Internet. Gesucht wird nicht über den Volltext der Artikel, sondern über deren hausintern erstellte Verschlagwortung. Dabei ist auch eine unscharfe Suche (Tippfehler, Schreibweisen) möglich, die sich schrittweise toleranter einstellen lässt, wenn keine Treffer gefunden wurden. (gr)

Autodesk-Software für 3D-Animation

In Kürze will Autodesk die Entertainment Creation Suite 2015 veröffentlichen. Kernkomponenten sind 3ds Max oder Maya; MotionBuilder und Mudbox kommen jeweils als Zulieferer von Animation beziehungsweise Modellen hinzu. Die Ultimate-Suite enthält alle Komponenten sowie Softimage.

Maya 2015 soll die Plattform Bifrost für prozedurale Effekte wie Flüssigkeit, Feuer und Rauch enthalten. Der XGen Arbitrary Primitive Generator hilft beim Erstellen von Haar, Fell und Blattwerk. Die Neuerungen bei der Maya-Alternative 3ds Max fallen schmal aus. Der Viewport soll schneller arbeiten, der Scene Explorer einfacher zu bedienen sein. Maya und 3ds Max erhalten Zugriff auf ShaderFX, eine grafische Oberfläche für die Shader-Programmierung. Zu Softimage gibt es außer etwas Produktpflege erwartungsgemäß nichts zu vermelden; die Entwicklung wird nach dieser Version eingestellt.

Das Programm für Charakter-Animation MotionBuilder enthält verbesserte Motion-Capture-Werkzeuge, darunter ein neues Plug-in zum Erfassen von Bewegungen mit der Microsoft Kinect. Es simuliert Tiefenschärfe für realistische Kameraeffekte und bringt eine Inhaltsbibliothek mit Charakteranimationen mit. Das Programm für Modellierung und Texturierung Mudbox soll in Version 2015 besser mit Maya zusammenarbeiten als der Vorgänger und kompatibel mit Windows-8-Tablets sein. Form- und Bildebenen lassen sich außerdem nun gruppieren. Preise und Daten zur Verfügbarkeit sind bisher nicht bekannt. (akr)

SQL mit Index im RAM

Microsoft hat seinen SQL Server 2014 nach der Erprobung zweier Community Previews als fertiges Produkt herausgebracht. Die wichtigsten Neuerungen der aktuellen Version sind deren engere Verzahnung mit Microsofts Cloud-Plattform Azure. Instanzen des SQL Server lassen sich jetzt als Bestandteile von „Always-On-Clusters“ konfigurieren. Andererseits beherrscht die neue SQL-Engine den Umgang mit RAM-residenten Spalten-Indizes (Codename: Hekaton), sodass sich Datentabellen gleichzeitig für hochperformante Datenanalysen und für konfliktfreie, zeilenweise abgewickelte Transaktionen nutzen lassen. Damit sollte SQL Server ähnlich wie die SAP-Engine HANA den gesonderten Betrieb von operativen und analytischen Datenbanken in Unternehmen überflüssig machen. Eine genaue Beschreibung der zweiten Community Preview findet sich in c’t 22/13, Seite 184. (hps)

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