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Entwicklungskit für Tegra K1

Wenn es dem Programmierer gelingt, rechenintensive Aufgaben an die 192-Kepler-Grafikkerne auszulagern, dann kann er Nvidias System-on-Chip Tegra K1 theoretisch bis zu 326 (Single-Precision-)GFlops entlocken. Damit möglichst viele Entwickler das auch üben, hat Nvidia rund um das SoC das Entwicklungskit Jetson K1 gebaut. Darauf sitzen außer dem Tegra K1 mit seinen vier Cortex-A15-Kernen, ihrem Stromspar-Kompagnon und den 192 Shader-Einheiten noch 2 GByte Arbeits- und 16 GByte Flash-Speicher (eMMC). Sollte das oder die Schnittstellen (je 1 × HDMI, USB 2.0 und 3.0, RS-232, Gigabit Ethernet, SATA sowie 2 × analog Audio) nicht reichen, kann man per PCIe MiniCard (halbe Baulänge) und SD-Karte nachrüsten. Stiftleisten machen DisplayPort, LVDS, CSI, weitere serielle Schnittstellen (UART, SPI, I2C) und GPIO-Pins zugänglich.

Zur elektrischen Leistungsaufnahme gibt es nur Vages und Widersprüchliches: So war für den K1 ursprünglich mal eine TDP von unter 5 Watt angepeilt, nun spricht Nvidia-Kunde GE von „weniger als 10 Watt“. Das Board-Foto zeigt nur den nackten Chip ohne Kühlkörper, in einer Seitenaufnahme taucht dann aber ein Lüfterkabel auf.

Programmieren soll man den K1 mit CUDA 6 für ARM und dem Nvidia VisionWorks Toolkit, das zahlreiche Algorithmen für die Bildverarbeitung und -visualisierung bereits mitbringt. Mögliche Einsatzgebiete sieht Nvidia in Robotik, Mensch-Maschine-Schnittstellen, Fahrerassistenzsystemen und Augmented Reality. Vorinstalliert im eMMC-Flash soll Linux for Tegra (L4T) sein. Dazu gibt es ein Board Support Package samt Treibern für OpenGL 4.4.

Das quadratische Jetson TK1 hat mit 5 Zoll (12,7 cm) minimal längere Kanten als Boards im Nano-ITX-Format (12 cm). Die Bauhöhe beträgt 2,6 cm und alle Buchsen befinden sich auf einer Seite. Die Chancen, es in ein Standard-Gehäuse – etwa Mini-ITX – zu bekommen, sind daher hoch. Während Zotac mit Vertriebspartnern wie Conrad Electronic 220 Euro als Preis und Mai als Starttermin nennt, kann man das Board bei Avionic Design bereits für 199 Euro bestellen, erfährt dort aber keinen Termin. Nvidia selbst will noch im April mit der Auslieferung beginnen. (bbe)

Mini-ITX-Mainboard für AMD-Prozessoren

In Kombination mit einem Mobilprozessor der Embedded R-Serie von AMD kann das Mini-ITX-Mainboard KINO-DA750-i2 von IEI Technologies bis zu vier Displays simultan ansteuern. Dazu führt es drei HDMI-Ausgänge über die ATX-Blende heraus, der vierte Monitor bekommt seine Signale über ein optionales I/O-Kit, das den internen DVI-D-Port zugänglich macht. Die Displays eines damit gebauten PCs kann man per Eyefinity zu einer Single Large Surface (SLS) zusammenfassen – wahlweise alle in einer Reihe oder auch als 2-×-2-Array.

Als Prozessoren kommen alle mit der ursprünglich für Notebooks entwickelten Fassung FS1r2 infrage, also APUs aus der Baureihe Trinity mit Radeon-HD-7000-Grafik. Weder vom Nachfolger Richland oder dem brandaktuellen Kaveri gibt es (bislang) eine R-Version. Beim Chipsatz hat IEI Technologies zum Desktop-Modell A75 und nicht zur Notebook-Variante A70M gegriffen. Damit gibt es zwei USB-3.0-, sechs SATA-6G-Ports sowie diverse ältere PC-Schnittstellen (2 × RS-232, 1 × RS-422, 6 × USB 2.0, 2 × analog Audio) und eine Handvoll digitaler I/O-Pins. Einer der beiden Gigabit-Ethernet-Ports kann – in Kooperation mit der optionalen iRIS-Zusatzplatine – Fernwartungsaufgaben per IPMI 2.0 übernehmen.

Versorgt wird das Board über eine einzelne 12-Volt-Leitung, die für eine Musterkonfiguration mit Quad-Core (R-464L) und 8 GByte RAM 3,45 Ampere – also etwas über 40 Watt – liefern muss. Bei ICP Deutschland kostet das KINO-DA750-i2-R10 213 Euro. (bbe)

Flacher Haswell-PC

Gerade einmal 2,6 cm dünn ist der Mini-PC mit dem nüchternen Namen i57B und damit laut Hersteller Giada der flachste Haswell-PC überhaupt. Darin steckt ein Core i5-4250 von Intel mit zwei Kernen und einem Nominaltakt von 1,3 GHz. Per Turbo Boost schafft der Ultrabook-Prozessor bis zu 2,6 GHz. Die Abfuhr der 15 Watt TDP aus dem nur 0,7 Liter großen Gehäuse erfordert allerdings einen kleinen Lüfter. Alles in allem soll die Leistungsaufnahme des unter anderem für digitale Werbetafeln (Digital Signage) entwickelte Mini-PC unter 30 Watt bleiben.

Die HD-5000-Grafik des Core i5 versorgt über ihre zwei Ausgänge (HDMI und DisplayPort) Displays mit bis zu 4096 × 2304 Punkten (4K). Die Außenanbindung übernehmen Gigabit Ethernet und WLAN (802.11n). Für Massenspeicher gibt es Platz für ein 2,5"-Laufwerk sowie eine mSATA-SSD. Ein SD-Kartenleser und USB-3.0-Ports nehmen Wechseldatenträger auf.

Bestückt mit einer 60-GByte-SSD und 4 GByte RAM kostet der i57B samt Windows 7 Pro beim Distributor Concept International 785 Euro. (bbe)

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