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Access Point mit PoE und Dualband-WLAN

Der gemäß IEEE 802.11n funkende VigorAP 900 von Draytek spannt pro WLAN-Band bis zu vier Funknetze auf, die er über VLANs abtrennt. Im 2,4-GHz-Band arbeitet das Gerät auch als Client, Repeater und Bridge (Point to Point, Point to Multipoint, WDS). WLANs im 5-GHz-Band kann der Access Point zusätzlich nur als Repeater vergrößern.

Ins lokale Netz gelangt der Access Point über fünf Gigabit-Ethernet-Ports, die man zwei unterschiedlichen lokalen Netzen respektive VLANs zuordnen kann. Für die WLAN-Authentifizierung mit Nutzernamen und Passwort über WPA/WPA2-Enterprise (IEEE 802.1x) hat die Basisstation einen Radius-Server an Bord. Der VigorAP 900 ist ab sofort für 122 Euro erhältlich. (rek)

Gigabit-WLAN-Router samt Ethernet-Engpass

Wer den nur 64 Euro teuren Dualband-WLAN-Router AirStation WHR-1166D von Buffalo als WLAN-Access-Point einsetzen will, bekommt eine recht schnelle WLAN-Basisstation, die bei 5 GHz mit bis zu 867 MBit/s über zwei Datenströme funkt (IEEE 802.11ac-867). Parallel überträgt das Gerät auch im 2,4-GHz-WLAN-Band durchaus akzeptable 300 MBit/s. Das Problem: Die über WLAN erreichten Geschwindigkeiten lassen sich nicht übers Ethernet-Kabel ins LAN weitergeben. Die AirStation WHR-1166D überträgt im lokalen Netz höchstens 100 MBit/s, denn sie besitzt nur Fast-Ethernet-Ports fürs LAN. Gigabit-Ethernet beherrscht nur der WAN-Port, über den der WHR-1166D als AP auch ins LAN gelangt. (rek)

Debian ohne CAcert-Stammzertifikate

Die Linux-Distribution Debian hat die Stammzertifikate der Certificate Authority (CA) CAcert aus ihrem Paketsystem entfernt. Da auch Ubuntu auf Debians CA-Zertifikat-Paket zurückgreift, flogen kurze Zeit später die CAcert-Zertifikate auch dort aus dem Betriebssystem. Die als Verein betriebene Zertifizierungsstelle CAcert verliert damit einen der wenigen Verbreitungswege für ihre Stammzertifikate.

Dem Rauswurf ging eine lange Diskussion voraus, die Ansgar Burchardt im Juli 2013 durch eine Fehlermeldung angestoßen hatte: Laut Burchardt verteile kein großer Browser- oder Software-Hersteller die CAcert-Zertifikate und auch die beantragte Aufnahme bei Mozilla habe wenig Erfolgschancen. Außerdem folge CAcert offenbar nicht den aktuellen Mozilla-CA-Richtlinien und schaffe trotz der Veröffentlichung ihrer Software-Quelltexte wenig bis kein Vertrauen. Thijs Kinkhorst hielt dem entgegen, dass CAcert die einzige von einer Gemeinschaft getragene Zertifizierungsstelle ist. Sie sei eine Ausnahme und arbeite ähnlich wie Debian: Auch andere CAs vergäben kostenlose Zertifikate, CAcert arbeite hingegen frei, offen und transparent.

CAcert zog inzwischen Konsequenzen: Die CA will sich mit einem internen Audit auf den erneuten Anlauf vorbereiten, von Mozilla als vertrauenswürdige Certificate Authority (CA) anerkannt zu werden. Der im Dezember 2013 als interner Auditor benannte Benedikt Heintel soll die Einhaltung der internen Zertifizierungsabläufe überprüfen und damit die Vertrauenswürdigkeit von CAcert sicherstellen. Erste Überprüfungen haben Anfang Januar begonnen.

Im Zuge dieses Vorhabens sollen Nutzer dem CAcert Community Agreement bereits beim Anlegen neuer Konten zustimmen müssen. Der Verein überarbeitet derzeit auch die CAcert-Webseite. (rek)

Gigabit-Powerline-Adapter angetestet

Noch dieses Jahr kommen erste Powerline-Adapter mit MIMO-Technik auf den Markt, unter anderem von AVM, Devolo, TP-Link und Trendnet. Das vom WLAN bekannte Multiple Input Multiple Output steigert die Datenrate übers Stromnetz mit verschiedenen Signalen für die unterschiedlichen Stromleitungsadern deutlich, wie ein Test von MIMO-Prototypen zeigte (siehe S. 61). (ea)

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