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Spitzen-Smartphone mit Tiefen-Kamera

Das Android-Smartphone HTC One M8 nimmt mit einer zusätzlichen Kamera auf der Rückseite Tiefeninformationen auf, mit der man Fotos nachträglich Unschärfe verleihen und den Fokuspunkt verschieben kann. Zusätzlich passt der Blitz seine Farbtemperatur dem Umgebungslicht an.

Die UFocus genannte Unschärfefunktion klingt nach Lichtfeld-Kamera (c’t 10/12, S. 98), nutzt aber keine Mikrolinsen, sondern einen herkömmlichen Sensor in Verbindung mit einem Tiefensensor. Besonders präzise fanden wir das in einem ersten Kurztest nicht. Vorteil der HTC-Lösung gegenüber einer Lichtfeld-Kamera ist jedenfalls, dass das unbearbeitete Foto sofort bereit steht und dass die Nachbearbeitung am Smartphone geschieht – Lichtfeld-Fotos entstehen erst im PC.

Die übrigen Kamera-Daten: 4 Megapixel, 1/3-Zoll-Sensor und eine Linse mit Blende f/2 und umgerechnet 28 mm Brennweite. Videos dreht das neue HTC One in Full HD, ein Zeitlupen-tauglicher Modus mit 120 fps liefert 1280 × 720 Pixel – 4K-Videos sind nicht möglich.

Die weitere Ausstattung gehört zur Spitzenklasse: 5-Zoll-Display mit 1920 × 1080 Punkten und Gorilla Glass 3, Vierkernprozessor Qualcomm Snapdragon 801 mit 2,3 GHz und 578 MHz schneller Grafikeinheit Adreno 330, 2 GByte Hauptspeicher und anders als beim Vorgänger ein MicroSD-Slot. Nach Deutschland kommt voraussichtlich nur die Version mit 16 GByte internem Speicher und LTE. Den Lautsprechern will HTC wieder besondere Aufmerksamkeit gewidmet haben, schon die des Vorgängers klangen ungewöhnlich gut. Der Akku ist nicht wechselbar und fasst 2600 mAh, was ganz gute Laufzeiten verspricht. Das Gehäuse besteht wie beim Vorgänger aus schickem Metall, lieferbar ist es in drei Farben Grau, Silber und Gold; das Gewicht gibt HTC mit 160 Gramm an. Installiert ist Android 4.4.2 mit Version 6 der HTC-Oberfläche Sense. Ab Anfang April soll es in Deutschland, Österreich und der Schweiz für 679 Euro erhältlich sein. (jow)

4K-Display im Notebook

Das erste Notebook mit 4K-Display stammt von Toshiba: Das Satellite P50t-B zeigt 3840 × 2160 Punkte auf 15,6 Zoll, was 282 dpi entspricht. Laut Toshiba wird jedes Display einzeln kalibriert und sollte damit besonders farbtreu sein. Bisher sind Dells XPS 15 (3200 × 1800, 235 dpi) und Apples Macbook Pro (2880 × 1800, 221 dpi) die Spitzenreiter bei 15 Zoll. Notebooks mit ähnlich hoher Pixeldichte sind sonst nur die 13,3-Zöller mit 3200 × 1800 Punkten von Lenovo und Samsung (276 dpi).

Das P50t-B ist auch sonst gut ausgestattet: Vierkernprozessor Intel Core i7-4700MQ (2,4 GHz, 3,4 GHz im Turbo), Grafikkarte AMD Radeon R9 M265X sowie optional Blu-ray-Laufwerk, bis zu 16 GByte Speicher und 1-TByte-Platte. Der HDMI-Ausgang beherrscht das 4K-Format, allerdings ist unklar, ob mit 30 oder schon 60 Hz; ein DisplayPort-Ausgang fehlt. Das Gewicht liegt bei 2,2 Kilogramm, Angaben zur Laufzeit macht Toshiba nicht. Die günstigste Version – dann mit Full-HD-Display – kostet 1100 Euro, den Preis für die 4K-Version nennt Toshiba nicht. Beides sind Touch-Panels. Die Auslieferung soll im April beginnen. (jow)

Mobil-Notizen

Akkurückruf bei Lenovo: Die Akkus einiger 2010 und 2011 ausgelieferter Thinkpad T410, T420, T510, W510, X100E, X120E, X200, X201 und X201s sowie Edge 11, 13 und 14 können überhitzen, ebenso Ersatz- und Zusatzakkus dieser Modelle. Informationen zum kostenlosen Austausch liefert Lenovo im Internet (siehe c’t-Link).

Im Mai soll die zweite Charge des Fairphone in Produktion geben, wenn sich im Internet genügend Interessenten melden. Der Prozessor wird etwas schneller – ein noch weiter verbessertes Fairphone 2 kommt nächstes Jahr.

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