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Firefox 34 mit Messaging-Client

Mozilla hat Release 34 seines Browsers Firefox bereitgestellt. Er enthält als wichtigste Neuerung einen WebRTC-Client namens Hello, mit dem man ohne Erweiterungen Instant Messages versenden sowie Audio-Gespräche und Videotelefonate führen kann. Das gelingt wahlweise mit oder ohne Benutzerkonto bei Mozilla, indem man seinem Gesprächspartner eine E-Mail mit einem Link für die Chat-Sitzung zusendet.

Um Hello zu nutzen, muss man die Anpassungsschaltfläche rechts im Browserfenster anklicken und unter „+Anpassen“ das Icon des Clients an den gewünschten Ort im Browser-Fenster ziehen. Hello erzeugt einen Link, über den man mit seinem Gesprächspartner eine Verbindung aufbaut. Da sich Hello noch im Beta-Stadium befindet, erscheint es nicht auf allen Installationen. Um es dennoch zum Vorschein zu bringen, geben Sie „about:config“ in die Adressleiste ein, bestätigen die Warnmeldung, suchen dort den Eintrag „loop.throttled“ und setzen diesen mit einem Doppelklick auf „false“. (jo)

Opera: Lesezeichen und Linux

Opera 26 versucht, Bookmarks zeitgemäß neu zu interpretieren: Der Browser enthält eine Teilen-Funktion für gesammelte Links. Die Sammlungen werden übersichtlich aufbereitet auf https://share.opera.com abgelegt. Über einen Link können sie andere Opera-Anwender in ihre eigene Lesezeichensammlung importieren.

Das funktioniert nicht nur unter Windows, Mac OS und Android; Version 26 gibt es endlich auch wieder für Linux. Die technische Basis des neuen Opera entspricht der des aktuellen Chrome 39. Sie bietet neue Techniken wie das Beacon API, ein CSS-Verpixelungsfilter und neue Steuerungsmöglichkeiten für Animationen. (Herbert Braun/jo)

Google gegen lästige Captchas

Google hat ein neues Verfahren entwickelt, um Captchas zu ersetzen. Wie diese soll es verhindern, dass Software-Robots Web-Formulare ausfüllen und absenden. Üblicherweise stellen Captchas Wörter so verzerrt als Grafik dar, dass Programme sie nicht lesen können. Immer wieder scheitern aber auch Menschen daran.

Googles No-Captcha ist viel einfacher zu bedienen: Der Nutzer muss lediglich das Häkchen an der Checkbox „I’m not a robot“ setzen. Dabei werden die Mausbewegungen und Faktoren wie IP-Adresse, Cookies und die Dauer des Aufenthalts auf der Website analysiert. Nur im Zweifelsfall wird ein konventionelles Captcha nachgeschaltet.

Google stellt eine Schnittstelle (API) zur Verfügung, die unter anderem bei Diensten wie Snapchat, WordPress und Humble Bundle bereits im Einsatz sein soll. Laut Google haben 60 Prozent der Wordpress-Nutzer und 80 Prozent der Humble-Bundle-Kunden den Test mit einem Klick bestanden.

Google hält Captchas für unzuverlässig: KI-Programme hätten von anspruchsvollen Bildern 99,8 Prozent erkannt. Für Mobilgeräte schlägt Google eine Art Memory als Alternative vor. Dabei wird etwa ein Katzenbild eingeblendet und man wählt aus weiteren Bildern die mit Katzen aus. (ad)

Typo 3 entrümpelt

Die Typo3 Association hat Version 7.0.0 ihres Content Management Systems (CMS) freigegeben. Die Entwickler entrümpelten das Durcheinander aus PHP, HTML, JavaScript und CSS im Backend. Dabei stellten sie große Teile auf das von Twitter stammende Framework Bootstrap um. Das soll nicht nur die Bedienung, sondern auch den Systemkern beschleunigen. Mit dem Umstieg stellt das Projekt außerdem die Weichen fürs Backend auf mobilen Endgeräten.

Die renovierte Oberfläche lässt sich einfach an die Bedürfnisse der Anwender und die Fähigkeiten unterschiedlicher Endgeräte anpassen. Außerdem haben die Entwickler praxiserprobte Voreinstellungen definiert, um den Einstieg in Typo3 zu erleichtern. Das fertige Typo3 CMS 7 LTS mit drei Jahren Langzeitunterstützung soll erst im Herbst 2015 erscheinen. (André von Raison/ad)

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