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UCS 4.0 managt hybride Clouds

Mit der neuen Version 4.0 des Univention Corporate Server (UCS) aktualisiert der Bremer Linux-Anbieter die technische Basis seiner Unternehmensdistribution auf Debian GNU/Linux 7.7 (Wheezy). Der neuere Kernel 3.16 sorgt für verbesserte Hardware-Kompatibilität, Samba 4.2 liefert Active-Directory-Funktionen für den Betrieb in heterogenen Umgebungen mit Windows-Clients.

Der UCS Virtual Machine Manager verwaltet jetzt hybride Clouds, in denen neben lokalen virtuellen Maschinen auch VMs in Amazons EC2 und in OpenStack-Clouds laufen. Die Web-basierte Administrationsoberfläche soll nach einer grundlegenden Überarbeitung mehr Übersicht bieten und sich dank responsivem Design auf verschiedenen Geräten gut bedienen lassen.

Neues gibt es auch beim Univention App Center, über das Software-Hersteller ihre Anwendungen für den UCS bereitstellen: Bislang musste man beim Einsatz mehrerer UCS-Installationen die Anwendungen auf jedem UCS lokal verwalten; jetzt kann ein App Center die Anwendungen aller UCS-Installationen einer Domäne an einer zentralen Stelle managen. Derzeit umfasst das Angebot im App Center rund 50 Anwendungen, darunter das Dokumentenmanagementsystem Agorum Core, die Monitoring-Lösungen Icinga und Nagios, Owncloud, die Backup-Programme Bacula, Bareos und SEP Sesam, SugarCRM und die Groupwares Kolab, Open-Xchange und Tine 2.0. (odi)

Devuan: Debian ohne Systemd

Eine Gruppe namens „Veteran Unix Admins“ möchte einen Fork von Debian GNU/Linux starten. Devuan, so der Name, soll die kürzlich endgültig beschlossene Umstellung von Debian GNU/Linux auf das moderne Init-System Systemd nicht mitmachen, sondern weiterhin mit dem traditionellen System-V-Init starten. Eine Spendenkampagne zur Finanzierung des Projekts hat in der ersten Woche allerdings lediglich 1300 Euro eingebracht.

Wer genau hinter den Systemd-Gegnern des Devuan-Projekts steckt, ist nicht bekannt; in den sechs Projekten auf github.com/devuan waren zum Redaktionsschluss fünf Entwickler nur mäßig aktiv. Neben der Pflege des Debian-Forks wollen die Devuan-Macher viele der traditionellen Debian-Entwickler-Tools modernisieren und eine komplette Infrastruktur zur Distributionsentwicklung analog zu der des Debian-Projekts aufbauen. Dabei will man die „lästige Hierarchie und Bürokratie“ von Debian vermeiden. Software-Entwickler und potenzielle Paket-Maintainer sind ebenso zur Mitarbeit eingeladen wie Distributionen, die bislang auf Debian GNU/Linux aufbauen, aber jetzt auf Devuan umstellen wollen.

Die Debatte um das Standard-Init-System der kommenden Debian-Version 8 war in den letzten Wochen eskaliert, führte letztlich aber zu einer Bestärkung der Entscheidung für Systemd als Standard-Init-System (siehe c’t 26/12, S. 49). Mehrere renommierte Debian-Entwickler haben aufgrund des Stils der Debatte, der Art der Entscheidungsfindung oder wegen grundlegender Vorbehalte gegen Systemd dem Projekt den Rücken gekehrt. (odi)

Filesharing-Lösung Pydio 6

Die AGPL-lizenzierte Open-Source-Software Pydio 6.0, Nachfolger des AjaXplorers, stellt Speicherplatz auf einem Server über das Internet bereit. Sie läuft auf LAMP-Systemen und dem Microsoft IIS. Der Zugriff erfolgt über eine Weboberfläche und mobile Clients für Android und iOS; Synchronisations-Clients für Linux, Mac OS und Windows sind in Arbeit. Die Enterprise Edition für den Einsatz in Unternehmen ist mit Support zu Preisen ab 250 Euro pro Jahr für 25 User erhältlich. (odi)

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