Learning by playing

Videospiele als Unterrichtsgegenstand

Wissen | Reportage

Kritiker sehen Computerspiele als Zeitfresser und fürchten, dass jugendliche Spieler in der Schule den Anschluss verpassen. Aufgeschlossene Lehrer sehen dagegen viel Potenzial in diesem digitalen Medium. Im Deutschlehrplan etwa kommen Games leicht als mediale Darstellungsform unter.

Unter dem Titel „Digitale Demenz? Mythen und wissenschaftliche Befundlage zur Auswirkung von Internetnutzung“ veröffentlichten zwei Wissenschaftler der Universität Koblenz-Landau Anfang 2014 eine Meta-Studie zu möglichen negativen Auswirkungen der Computernutzung; ein PDF mit einer Zusammenfassung finden Sie über den Link zu diesem Artikel. Die Diplom-Psychologin Constanze Schreiner und der Professor für Medienpsychologie Markus Appel betrachteten in ihrer Studie systematisch die Befunde anderer Forscher und werteten die Ergebnisse vieler aktueller medienwissenschaftlicher Untersuchungen in der Zusammenschau statistisch aus. Ausgangspunkt ihrer Arbeit waren die Thesen – die Autoren sprechen von „Mythen“ – des Hirnforschers Manfred Spitzer, die dieser 2012 in seinem Buch „Digitale Demenz“ dargelegt hatte.

Bei ihren Untersuchungen zu der These, Computerunterstützter Unterricht habe negative oder keine Effekte, kommen die Konstanzer Forscher nach Betrachtung einer anderen großen Meta-Studie zu dem Schluss: „Die Verbindung von computer- und internetbasierten Einheiten mit Face-to-face-Einheiten (blended learning) zeigte im Mittel positive Auswirkungen auf den Lernerfolg. Überblicksarbeiten in diesem Bereich unterstreichen ferner, dass es auf die Art und Inhalte der Instruktion ankommt, ob Lernende von computerunterstütztem Unterricht profitieren können.“ Allerdings stellen Schreiner und Appel auch fest, dass die Befunde in diesem Bereich zum größten Teil auf Erwachsenenstichproben beruhen und es noch zu wenig experimentelle Studien zur Wirksamkeit von digitalen Medien in der Schule gibt. ...

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c't 10/2015, Seite 68 (ca. 4 redaktionelle Seiten)
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  1. Neuland
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