zurück zum Artikel

Trends & News | News

Farb-Workflows und Animation für Adobes Video-Programme Die Video-Programme seiner Creative Cloud hat Adobe um neue Funktionen erweitert. Dazu gehören ein neuer Farb-Workflow, eine zusätzliche Capture-App für Video-Looks und ein neues...

Farb-Workflows und Animation für Adobes Video-Programme

Die Video-Programme seiner Creative Cloud hat Adobe um neue Funktionen erweitert. Dazu gehören ein neuer Farb-Workflow, eine zusätzliche Capture-App für Video-Looks und ein neues Desktop-Programm zur Charakter-Animation.

Mit Lumetri Color für Adobe Premiere Pro sollen sich Farben und Licht ähnlich wie in Lightroom in 32 Bit Farbtiefe pro Kanal anpassen lassen. Die Ergebnisse werden über Direct Link an das Farbkorrektur-Tool SpeedGrade weitergegeben. Mit einer App namens Candy fängt man Farb-Looks ein und legt sie in der persönlichen Creative Cloud Library ab; darauf können neben Photoshop, Illustrator und InDesign nun auch Premiere Pro und After Effects zugreifen. Auch Vektoren aus der Capture App Adobe Shape oder Farben aus der App Color lassen sich in den Videoprogrammen nutzen. Die Funktion Morph Cut glättet rumpelnde Schnitte, beispielsweise in Interviews, indem sie das Gesicht verfolgt und fehlende Frames interpoliert.

Mit dem neuen Face-Tracking lassen sich Effekte steuern, etwa um das Gesicht einer Person per Weichzeichner unkenntlich zu machen. Ein solches simples Tracking beherrschte aber auch schon die Vorversion von After Effects. Nun erfasst die Software zusätzliche Punkte im Gesicht wie Pupillen, Mund, Augenbrauen und Nase. So kann man beispielsweise Pupillen umfärben – oder aber die gesamte Mimik einfangen und weitergeben, etwa an den Character Animator, der die Mimik-Erkennung zur Animation von 2D-Figuren nutzt. Obendrein lassen sich einfache Operationen wie das Heben der Brust bei der Atmung zur Animation nutzen. Hinzu kommen einfache Physik-Effekte für windbewegtes Haar, baumelnde Ohrringe, Flügelschlagen, Feuer und Schneefall.

(akr@ct.de)

Magix-Profischnittsoftware mit mehr Hardware-Beschleunigung

Für Version 7 von Video Pro X hat Magix an diversen Stellen gefeilt: Es wartet unter anderem mit einer überarbeiteten Bedienoberfläche auf. Die verbesserte Hardware-Beschleunigung unterstützt nun auch das Dekodieren von H.264-Material. Beim Import akzeptiert das Programm jetzt auch Sony XAVC, das XAVC-S-Format wird beim Laden und Herausrechnen von Videomaterial unterstützt.

Bei den 20 neuen Effektblenden kann man Unschärfeeffekte nutzen und in eigene Blenden-Presets einbauen. Blenden, Intro- und Outro-Vorlagen sowie Deko-Elemente aus dem Amateurprogramm Video deluxe lassen sich auch in Pro X7 verwenden. Verbessert hat Magix auch die Objektverfolgung; damit macht man beispielsweise Kfz-Kennzeichen oder Gesichter unkenntlich. Zum Entwackeln wird Mercalli V4 von Prodad als Plug-in mitgeliefert.

Video Pro X7 kostet 400 Euro, bei Cross-Grades gewährt Magix deutliche Rabatte. Ein Upgrade von einer Vorversion kostet 200 Euro. (uh@ct.de)

Software der Homematic-Zentrale jetzt frei nutzbar

Der Hersteller der Homematic-Hardware, eQ-3, hat die Software der Zentrale CCU2 offen zur Verfügung gestellt. Das Software Development Kit (SDK) ist unter einer dauerhaften Lizenz, die mit der Eclipse Public License (EPL) vergleichbar ist, zugänglich. Erweiterung und Modifizierung der Software sind erlaubt. So lässt sich die Homematic-Software auch auf fremden Hardware-Plattformen für kommerzielle und nicht kommerzielle Zwecke nutzen. Hersteller und Entwickler sind so in der Lage, eigene Smart-Home-Zentralen zu bauen – auf Basis der Homematic CCU2, auf einem Raspberry Pi oder einer anderen Hardware-Plattform.

Unter der Bezeichnung „Homematic-OCCU-SDK“ (Open Central Control Unit SDK) steht das Software-Paket bei eQ-3 zum Download zur Verfügung (siehe c't-Link). Derzeit ist es für ARM, MIPS und x86 verfügbar; bei Bedarf will eQ-3 auch Varianten für weitere Architekturen bereitstellen. (uh@ct.de)

Cubase für Einsteiger

Nach den großen Versionen erneuert Steinberg auch die Einstiegsvariante Cubase Elements auf Version 8. Gegenüber dem Vorgänger wurden Fenster-Darstellung und Plug-in-Sortierung verbessert. Steinberg hat darüber hinaus die Sound-Engine überarbeitet und verspricht dank ASIO-Guard 2 niedrigere Latenzen und geringeren Ressourcen-Bedarf. Chord-Pads erleichtern das Komponieren und die Suche nach passenden Harmonien. Mit an Bord sind die aktuelle Version des Software-Synth HALion Sonic SE 2 und das Drum-Modul Groove Agent SE 4.

Die Zahl der verfügbaren Spuren (48 Audio, 64 MIDI) dürfte Hobbymusikern selbst für größere Projekte genügen, was Cubase Elements 8 zum Preis von 99 Euro zu einer empfehlenswerten Digital-Audio-Workstation für Einsteiger macht. Im Vergleich zu den teureren Cubase-Versionen Artist und Pro muss man auf einige Spezialfunktionen verzichten, etwa die Analyzer, VCA-Fader oder den Listen-Editor für MIDI-Events. Zudem wurden der Notendruck, das Time-Stretching und Pitch-Shifting vereinfacht. Eine 30-Tage-Testversion für Windows und OS X ist auf der Steinberg-Webseite verfügbar. (hag@ct.de)

Audio-Notizen

Native Instruments hat das Audioformat STEMS vorgestellt, das neben dem Stereo-Summen-Mix eines Songs bis zu vier Stereo-Einzelspuren enthalten kann, etwa Gesang, Drums, Bass und Melodieführung. So können DJs und Remixer verschiedene STEMS-Songs einfacher mischen. Die Streams können als WAV oder AIFF mit 44,1 kHz und 16 oder 24 Bit vorliegen und werden in einem MP4-Container mit ID3-Tags und der Kennung .stem.mp4 zusammengefasst. Programme ohne spezielle STEMS-Anpassung – wie etwa iTunes – spielen die Stereo-Summe ab und ignorieren die zusätzlichen Einzelspuren.

Der freie Audioeditor Audacity bringt in Version 2.1.0 unter anderem die lang erwartete Echtzeitvorschau für Plug-ins in den Formaten LADSPA-, VST- und Audio Unit. „Noise Removal“ ersetzt „Noise Reduction“; das soll nicht nur bessere Ergebnisse liefern, sondern sich auch einfacher bedienen lassen.


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-2604006