Grenzüberschreiter

Interview mit dem Internet-Unternehmer Kim Dotcom

Trends & News | Interview

Kim Dotcoms Zukunft hängt seit drei Jahren in der Luft. Die US-Justiz sieht in ihm einen flüchtigen Bandenchef und will ihn wegen angeblicher krimineller Copyright-Verletzungen vor Gericht bringen. Weil sein Vermögen beschlagnahmt ist, wird es langsam eng für Dotcom und die Mitangeklagten des früheren Sharehosters Megaupload. Sie wehren sich in Neuseeland gegen die Auslieferung.

Kim Dotcom, der einst als Kim Schmitz zur Welt kam und in Norddeutschland aufwuchs, ist das Enfant Terrible der deutschen IT-Szene. Dabei lebt der frühere Hacker schon lange nicht mehr in Deutschland. Nach Strafverfahren wegen Computerbetrugs, Hehlerei und Insiderhandel zog es ihn zunächst nach Thailand, dann nach Hongkong und schließlich nach Neuseeland.

Mit dem 2005 gestarteten Sharehoster Megaupload und damit verbundenen Internet-Diensten wurde Dotcom weltweit bekannt und zum Multimillionär. In Deutschland machte er allerdings vor allem durch Zurschaustellung seines Reichtums von sich reden: Dotcom legte sich Luxusautos im Dutzender-Pack zu, reiste im Privatjet um die Welt und mietete eine der teuersten Privatimmobilien Neuseelands an – eine halbe Hundertschaft Dienstpersonal inklusive. ...

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c't 11/2015, Seite 72 (ca. 3 redaktionelle Seiten)
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