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Leitfaden für die PC-Beschaffung

Behörden und öffentliche Institutionen sind beim Einkauf von Desktop-PCs zu Ausschreibungen verpflichtet. Dabei hilft der Leitfaden „Produktneutrale Leistungsbeschreibung Desktop-PC“, der nun in Version 4.0 vorliegt. Erarbeitet wurde er vom Innenministerium und dem Branchenverband Bitkom. Konkret haben unter anderem Mitarbeiter von AMD, Dell, HP, Intel, Lenovo und Toshiba mitgeschrieben. Der Leitfaden kann vor allem kleineren Institutionen helfen, nicht über die Fallstricke des komplizierten EU-Vergaberechts zu stolpern.

Er liefert aber auch Hinweise, welche Ausstattung und Leistungsfähigkeit moderne Bürocomputer bieten sollten. Konkret empfiehlt er die Windows-Benchmarks BAPCo SYSmark 2014 und Futuremark PCMark 8 zur Leistungsbeurteilung. So soll beispielsweise ein PC für einen „Büro-Sachbearbeiter“ mindestens 600 Punkte im BAPCo SYSmark 2014 erreichen – gemessen unter Windows 7 64 Bit.

Zum Vergleich: Selbst der langsamste Büro-PC aus dem Test auf Seite 118 erreicht 786 Punkte, der Durchschnitt der vier Testkandidaten liegt sogar bei 1110 Punkten. Auch ansonsten sind die Anforderungen eher moderat: Es reichen 4 GByte RAM und eine 250-GByte-Festplatte. SSDs finden immerhin am Rande Erwähnung und seien „im Hinblick auf den Performance-Gewinn attraktiv geworden“. (bbe@ct.de)

CPU-Kühler: flach oder extravagant

Der Herausforderung, einen leistungsstarken Prozessor in einem kleinen Gehäuse leise zu kühlen, stellt sich Bequiet mit dem Shadow Rock LP. Der Prozessorkühler passt mit einer Höhe von nur 7,5 Zentimetern auch in flache Gehäuse – etwa die für Home-Theater-PCs (HTPCs) und Mini-ITX-Platinen. Um trotzdem Prozessoren mit bis zu 130 Watt TDP halbwegs leise zu kühlen, leitet Bequiet die Wärme mit vier Heatpipes auf sehr breite Kühlrippen und pustet auf diese mit einem 12-cm-Ventilator. Der befördert bei maximal 1500 U/min bis zu 87 m3 Luft pro Stunde, die dank der Top-Blower-Bauform auch gleich noch die Hauptplatine und die Spannungswandler überstreichen. Der Hersteller verspricht, dass der Lüfter maximal 25,5 Dezibel laut wird. Herunterregeln kann man ihn über einen 4-Pin-PWM-Anschluss.

Zum 40 Euro teuren Shadow Rock LP liefert Bequiet Befestigungsmaterial für alle gängigen CPU-Fassungen. Allerdings muss man bei der Montage eine ganze Menge schrauben, da er sein eigenes Retention-Modul mitbringt und nicht die von den CPU-Herstellern vorgesehenen Haltemechanismen nutzt.

Sprichwörtlich in eine andere Richtung geht oder besser baut EKL Alpenföhn mit Sondermodellen des Kühlers Matterhorn. Der gewaltige Tower-Kühler ist fast 16 Zentimeter hoch und wiegt samt Wing-Boost-2-Lüfter mehr als 1,2 Kilogramm. An der eigentlichen Konstruktion hat sich gegenüber den bereits verfügbaren Modellen wenig geändert, wohl aber am Design: So können Besitzer von PC-Gehäusen mit Sichtfenstern nun mit weißen oder schwarzen Kühlrippen protzen. Beide Varianten passen auf alle gängigen CPU-Fassungen und kosten jeweils rund 53 Euro. (bbe@ct.de)

Samsung bleibt SSD-Marktführer

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IHS führt Samsung den Markt für SSDs unangefochten an. Satte 34 Prozent des Gesamtumsatzes von 11,6 Milliarden US-Dollar landeten 2014 bei den Koreanern, die nachfolgenden Intel und Sandisk kamen jeweils auf 17 Prozent. Auf den weiteren Plätzen stehen Micron/Crucial, Toshiba, Lite-On/Plextor, WD und Kingston – allerdings jeweils mit einem Anteil im einstelligen Prozentbereich. Samsung dürfte vom Geschäft mit Apple profitieren, Intel vor allem von dem mit Servern. Samsung ist bislang das einzige Unternehmen, das SSDs mit 3D-NAND-Flash anbietet. Bei 3D-NAND liegen die Flash-Zellen übereinander; dadurch erhöhen sich bei gleicher Fläche die Kapazitäten und zudem steigt die Haltbarkeit wieder an. IMFT, das Joint-Venture von Intel und Micron, will in der zweiten Jahreshälfte ebenfalls mit der Produktion von 3D-NAND starten, Toshiba/Sandisk erst im kommenden Jahr. (ll@ct.de)

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