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Google Cardboard: Pappbrillen-Tuning mit QR-Codes

Das von Google ins Leben gerufene Virtual-Reality-(Papp)brillen-Projekt „Cardboard“ wird weiter ausgebaut. Seit 2014 bietet Google den Bauplan der Brille sowie ein Entwicklungskit für Softwareentwickler kostenlos an, nun ist das Zertifizierungsprogramm „Works with Cardboard“ gestartet.

Hintergrund: Im Netz finden sich inzwischen unzählige unterschiedliche Nachbauten aus verschiedensten Materialien, die meist als „Google Cardboard-kompatibel“ verkauft werden. Das ist zwar vollkommen legal – der Bauplan steht frei verfügbar im Netz – allerdings variiert die Bild- und Verarbeitungsqualität der unterschiedlichen Brillen stark (siehe Vergleichstest in c’t 7/15). Modelle mit „Works with Cardboard“-Aufdruck sollen künftig einen gewissen Qualitäts-Mindeststandard garantieren. Dafür müssen Hersteller zwei Exemplare ihres Produkts zu Google nach Kalifornien schicken, wo die Brillen geprüft werden. Die von Google in ihren „Works with Cardboard“-Richtlinien beschriebenen Kriterien sind allerdings ein wenig kurios. So erhöht es die Zertifizierungschancen, wenn die Brille kein (!) Kopfband hat und ohne verstellbare Linsen auskommt.

Auch ohne offizielle Google-Zertifizierung können Hersteller die Kompatibilität verbessern: Auf einer Generator-Website lassen sich Parameter wie Augenabstand, Verzerrung und Art der Bedienung in einen QR-Code gießen. Den scannt man einfach mit der Cardboard-Android-App ein – danach sollen alle mit dem Google-SDK erstellten VR-Apps ihre Ausgabe automatisch an die Brille anpassen. (jkj@ct.de)

Für Entwickler: VR-Brille HTC Vive gibts kostenlos

Die nach ersten Messe-Präsentationen hochgelobte Virtual-Reality-Brille HTC Vive soll zunächst nicht verkauft, sondern an Entwickler verschenkt werden: Interessierte Spieledesigner können sich bei Brillen-Mitentwickler Valve um Vorserien-Geräte bewerben (siehe c’t-Link). Ob auch Ein-Personen-Hobby-Frickler eine Chance auf eine der begehrten Brillen haben, ist unklar – im Bewerbungsformular fragt Valve explizit Firmenname und Teamgröße ab. Man will jedoch „so viel VR-Inhalte-Produzenten unterstützen wie möglich“ und den ganzen Sommer lang neue Entwicklerbrillen herausgeben. Noch im Frühling sollen die ersten Geräte verschickt werden. Glaubt man den Andeutungen auf der Valve-Website, kommt die Consumer-Version bereits im November in den Handel.

Die Vive-Brille hatte bei den ersten Präsentationen vor allem wegen ihrer Laser-Positionsscanner für Furore gesorgt. Die beiden Sensoren müssen in den Raum-Ecken angebracht werden und sorgen dann dafür, dass man sich innerhalb einer 4,5 × 4,5 Quadratmeter großen Fläche frei bewegen kann. Auch die Bildqualität hat uns bei den ersten Ausprobier-Terminen gut gefallen. Laut HTC nutzt die Vive zwei Displays mit einer Auflösung von jeweils 1080 × 1200 Pixeln und einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hz – der angeschlossene PC sollte deshalb auch eine stabile Framerate von 90 fps bei 2160 × 1200 erreichen.

Virtual-Reality-Primus Oculus handhabt den Vertrieb seiner Rift-Brillen komplett anders als HTC: Die beiden Entwickler-Modelle DK1 und DK2 konnte und kann jeder bestellen – egal, ob Entwickler oder nicht. Ein Termin für die Consumer-Version der Oculus Rift steht nach wie vor nicht fest. (jkj@ct.de)

Epson-Fotodrucker bis DIN A2+

Epsons Fotodrucker SureColor SC-P800 druckt auf Formaten bis DIN A2+ (43,2 cm × 64,8 cm) mit neun pigmentierten UltraChrome-HD-Einzelfarben Fotos in Profi-Qualität. Da er Medien dabei gerade durch das Druckwerk ziehen kann, eignet er sich auch für Fotokartons bis 1,5 mm Dicke. Außerdem lassen sich Fotopapierrollen bis 17 Zoll einsetzen.

Das neue Gerät tritt die Nachfolge des Stylus Pro 3880 an. Die verbesserten Tinten sollen auf Glossy-Papier einen hohen Schwarzwert (2,86 Dmax) erreichen. Jede Patrone enthält mit 80 ml vergleichsweise viel Tinte.

Da der P800 wie das A3+-Schwestermodell SureColor P600 (siehe Test auf S. 62 dieser Ausgabe) nur acht Druckköpfe mit je 180 Düsen besitzt, müssen sich die Schwarztinten Photo-BK und Matte-BK einen Kopf teilen. Die Auswahl trifft man vor dem Druck über den 6,9-cm-Touchscreen oder überlässt sie dem Treiber. Jeder Umschaltvorgang kostet jedoch Tinte für die Düsenreinigung.

Der SureColor P800 kommuniziert mit dem PC per USB, Ethernet-Kabel oder WLAN. Die WiFi-Direct-Funktion verbindet den Drucker auf Wunsch auch direkt mit einem Tablet oder Smartphone, sollte dieses selbst keinen Zugang zum WLAN haben. Der P800 unterstützt die mobilen Druckschnittstellen Apple AirPrint und Android Print – ein Epson-Plug-in findet man im Play Store – sowie die Cloud-Dienste Epson Connect und Google Cloud Print. Der SC-P800 soll ab Juni für rund 1190 Euro in die Fachgeschäfte kommen. (rop@ct.de)

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