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Schönere Flächen, schnellere Fertigung

Version 2015 des CAD/CAM-Systems ZW3D liest Daten im Format von Catia V5-6 R24 und unterstützt die Arbeit mit STL-Dateien, Punktwolken und 3D-PDFs. Die neue Version repariert STL-Dateien und Punktwolken aus 3D-Scans und erstellt farbige 3D-PDFs, die auch die Baugruppenstruktur abbilden. So lassen sich 3D-Modelle mit einer möglichst geringen Dateigröße versenden. Der Empfänger benötigt zum Betrachten lediglich den Adobe Reader, und das im Modell enthaltene Firmen-Know-how bleibt geschützt.

Produktentwickler und Designer dürften sich über Weiterentwicklungen der Spline-Bearbeitung und verbesserte Funktionen für direktes Editieren von Modellen freuen. Die überarbeitete Kollisionskontrolle soll Überschneidungen auch in komplexen Baugruppen finden. Im Bereich der Baugruppen sollen sich Explosionsdarstellungen schneller und leichter erstellen lassen.

Das CAM-Modul kann jetzt auch NC-Programme für Fünfachsbearbeitungszentren auf Basis von STL-Dateien erzeugen. Die Multi-HSM-Operation soll steile und flache Bereiche zuverlässig selbstständig aufteilen und dann jeweils mit der optimalen Frässtrategie bearbeiten. Die Bereichserkennung beim Schruppen wurde verbessert, sodass dieser Bearbeitungsschritt weniger Zeit beansprucht. (Ralf Steck/dwi@ct.de)

Technische Vorplanung mit EPLAN

Mit Blick auf die Industrie 4.0 wartet EPLAN mit einigen Neuerungen auf. So lässt sich mit EPLAN Preplanning frühzeitig die Automatisierungsstruktur einer Anlage erfassen. Die CAE-Software für die technische Vorplanung unterstützt Projekt-Entwickler durch umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten und eine einheitliche Nomenklatur.

Erweiterte Funktionen bietet das EPLAN Data Portal. Dieser kostenpflichtige Webservice ermöglicht Anwendern eine schnellere Projektierung und hochwertigere Dokumentationen; Hersteller profitieren durch zusätzliche Vertriebsmöglichkeiten und den direkten Kontakt zu den Nutzern. Eine derartig durchgängige, einheitliche Datenbasis wird für die Industrie 4.0 voraussichtlich eine tragende Rolle spielen. (Mathias Poets/dwi@ct.de)

Vorlagen-Management für Engineering Base

Zum 30. Geburtstag präsentiert die Aucotec AG mit dem Advanced Typical Manager ein neues Modul für Engineering Base. Es hilft dem Anwender, in der rasant wachsenden Komplexität bei der Projektierung von Anlagen und Maschinen den Überblick zu behalten. Für den Konstrukteur liegen die zu konfigurierenden mechatronischen Elemente damit als Funktionsblöcke in einer neuen Ebene – das zeitraubende Zusammenstellen aus zahllosen Einzelkomponenten entfällt.

Dokumentation und Pflege dieser „Typical“ genannten Vorlagen erledigt der Advanved Typical Manager. Optionen wie Bremsen oder Sensoren werden dabei als Teilschaltungen hinterlegt. Mit einer neuen Schnittstelle stellt Engineering Base die Verbindung zur PLM-Software Teamcenter von Siemens her. (Mathias Poets/dwi@ct.de)

3D-Analysen im PDF-Modell

CAD-Modelle sind oft sehr groß und können nur mit einem speziellen CAD-Viewer betrachtet werden – problematisch für Personen, die nicht direkt mit den Modellen arbeiten, beispielsweise für Einkäufer oder Projektleiter. 3D-PDF bietet sich als schlanke Alternative an. Der Datenschnittstellenspezialist Core Technologie hat zwei neue Programme zur Erzeugung von 3D-PDFs und deren Anreicherung mit zusätzlichen Daten vorgestellt: die Konvertierungssoftware 3D Evolution und das Analyse-Werkzeug 3D Analyzer.

Mit 3D Analyzer lassen sich Abstands- und Winkelbemaßungen und Notizen am Modell anbringen, Koordinatensysteme erzeugen und Bauraum- sowie Volumen- und Flächeninhalte berechnen. Für die 3D-Analyse gibt es Funktionen zum Vergleich von Bauteilen und Baugruppenstrukturen, für die Kollisionsprüfung von Teilen innerhalb von Baugruppen oder zwischen Unterbaugruppen, zur Wandstärkenprüfung, für Entformungs- und Hinterschnitt-Analysen sowie Spaltmaß- und Abstandsprüfungen in Baugruppen. Beim Vergleich von Dateien lassen sich Unterschiede farbig markieren. (Ralf Steck/dwi@ct.de)

Cadstar vereinfacht Gruppenbearbeitung

Für Version 16 von Cadstar hat der Hersteller Zuken die Bedienung vereinfacht: Die Gruppenbearbeitung wurde verbessert, das Erstellen von Formen soll durch direkte Koordinateneingabe schneller von der Hand gehen.

Viele Neuerungen betreffen das Platzierungs-und Entflechtungswerkzeug P.R. Editor. Das Verschieben von Durchkontaktierungen wurde optimiert, die Anpassung bestehender Verlängerungsblocks geschieht nun automatisch. Layouts mit hohen Taktraten profitieren zusätzlich vom Impedanzausgleich beim Verlegen von Leiterbahnen. Diese Optimierung nach JEDEC-Standards erfüllt die Leistungsvorgaben für DDR3-Bausteine.

Als Cadstar Express 16 steht die neue Version kostenlos zum Testen zur Verfügung: Beim Hersteller registrierte Nutzer können die auf 300 Pins und 50 Bauteile limitierte Ausgabe von der Webseite herunterladen. (Mathias Poets/dwi@ct.de)

Organische Strukturen mit Nurbs nachbauen

Die auffälligste Neuerung in Evolve 2015 von solidThinking ist das PolyNurbs-Tool. Es lässt sich beispielsweise einsetzen, um Modelle aus einer Topologieoptimierung als Flächenmodell nachzubauen.

Bei Topologieoptimierungen entstehen Körper, die zwar bei minimalem Materialeinsatz enorme Kräfte ertragen, jedoch eher an Baumstrukturen als an technische Teile erinnern. Solche Körper lassen sich nun in Evolve mit Polygonkörpern überziehen. Per Mausklick werden sie mit Nurbskurven versehen, sodass nicht nur stabile, sondern auch ansehnliche Modelle entstehen. Neue Visualisierungsfunktionen vereinfachen den Rendering-Prozess, für den zusätzliche Stoffe, Farben und Materialien zur Verfügung stehen. (Ralf Steck/dwi@ct.de)

Modul für Planung und Dokumentation

Die E-CAD-Suite WSCAD läuft nun auch auf 64-Bit-Betriebssystemen. Der über Excel mögliche Materialimport sorgt für kürzere Planerstellungszeiten. Zum Schutz von Projekten und Begleitdaten vor unberechtigten Zugriffen wurde die Vergabe der Nutzerrechte über eine einheitliche Oberfläche weiter verfeinert.

Die Software wurde um das Modul P & ID (Piping & Instrumentation Diagrams) ergänzt; es erleichtert Planung, Dokumentation und Fehlersuche in der Verfahrenstechnik durch intelligente Verknüpfung von Messstellen und Geräten mit anderen Disziplinen. Das neue WSCAD-Serviceportal (wscaduniverse.com), eine der weltweit größten Artikeldatenbanken, unterstützt künftig auch das EPLAN-Format. (Mathias Poets/dwi@ct.de)

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