Der Fluch des Veränderbaren

Rechtsprechung zum elektronischen Fahrtenbuch

Wissen | Recht

Der klassische Vorzug von Texten und Tabellen, die man am Computer herstellt, liegt darin, dass man falsche Einträge jederzeit nach Belieben tilgen und Fehlendes nachtragen kann. Beim elektronischen Fahrtenbuch darf genau das aber nicht möglich sein, sofern das Finanzamt das Ganze akzeptieren soll.

Ein Fahrtenbuch fürs Auto dient dem Zweck nachzuweisen, wann das Fahrzeug mit wem wohin unterwegs war und warum. Viele Fahrer von Dienstwagen sind verpflichtet, auf diese Weise zu belegen, wann das Auto zu beruflichen Zwecken genutzt wurde. Das Mitführen von Papierkladden, in denen man die fortlaufenden Einträge vornimmt, erscheint im digitalen Zeitalter schrecklich altmodisch. Was liegt da näher, als sich elektronischer Hilfsmittel zu bedienen, die die Last des ständigen Protokollierens erleichtern?

Wenn das Fahrtenbuch allerdings zu Zwecken der Steuerminderung einem Finanzamt vorgelegt werden soll, birgt die elektronische Bequemlichkeit Fallstricke. Was sonst ein großer Vorzug computerbearbeiteter Dokumente ist, kann hier das Aus für Steuersparer bedeuten: die Veränderbarkeit. Daher gilt es, bei Anschaffung und Verwendung der Software fürs Fahrtenbuch die Augen offen zu halten. ...

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