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„Wer die Roboter besitzt, regiert die Welt“

Der Trend zur Digitalisierung und Automatisierung von Produktionsprozessen droht die Arbeitskräfte der Zukunft erneut zu „Leibeigenen“ der Maschinenbesitzer zu machen. Davor warnt der US-Wirtschaftswissenschaftler Richard Freeman.

Durch den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz gerieten auch Hochqualifizierte zunehmend unter Druck, unterstreicht der Harvard-Professor.

Freeman plädiert deshalb für eine stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer an neuen Produktionstechnologien. Dies könne beispielsweise über alternative Entlohnungsmodelle geschehen, die mehr kapitalbezogene Elemente beinhalten. Auch die Gründung spezieller Arbeitnehmerstiftungen sowie staatlich geförderte Modelle der Mitarbeiterbeteiligung sind für Freeman denkbar.

Der in Englisch verfasste Beitrag „Who owns the robots rules the world“ kann über den nachfolgenden c’t-Link abgerufen werden. (pmz@ct.de)

Virtueller Operationsassistent

Operationen sind sowohl für Patienten als auch für das OP-Team sehr beanspruchend – und Komplikationen verschärfen den Stress. Im Rahmen des Projekts „KonsensOP“ will ein Wissenschaftlerteam aus Karlsruhe und Mannheim deshalb jetzt ein neues Assistenzsystem entwickeln, das sämtliche Vorgänge am Operationstisch überwacht und unterstützend eingreift, sobald es zu Abweichungen von routinemäßigen Arbeitsabläufen kommt, die zuvor formal beschrieben wurden.

Auslöser für ein Eingreifen soll unter anderem das Erkennen von Stressindikatoren beim OP-Team sein. Die Mitglieder werden dazu multisensorisch erfasst (Video- und Vitalsensoren, chirurgisches Instrument mit integrierten Druck- und Inertialsensoren). Das liefert dem System Informationen zu aktueller Position, Körperhaltung, Gestik und Blickrichtung. Treten Komplikationen auf, soll das neue Assistenzsystem in der Lage sein, jedem Team-Mitglied alternative Arbeitsabläufe anzubieten.

Koordiniert wird das auf drei Jahre angelegte Projekt vom Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB). Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist für die Modellierung der Arbeitsabläufe zuständig. Die medizinische Leitung liegt beim Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrum (OUZ) der Uniklinik Mannheim. Das Bundesforschungsministerium fördert das KonsensOP-Projekt mit 2,2 Millionen Euro. (pmz@ct.de)

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