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BND-Kooperation mit der NSA auf Eis

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat die Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst NSA drastisch eingeschränkt. Derzeit sei nur noch ein kleiner Teil der sogenannten Selektoren der Amerikaner aktiv. Darüber hat Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) die Obleute des NSA-Untersuchungsausschusses am 6. Mai informiert.

Der BND habe in Absprache mit dem Kanzleramt zuvor eine Forderung an die USA gerichtet: Zu jeder Zielperson oder Institution muss die NSA eine ausdrückliche Begründung liefern, warum diese überwacht werden soll. Nach kurzer Prüfung habe die NSA erklärt, keine Begründungen liefern zu können. Dies sei in der kurzen Zeit kaum möglich. Konsequenterweise liefert der BND nun keine Daten mehr.

Mit dem Ende der Internet-Erfassung werden folglich im bayerischen Bad Aibling, wo 120 Mitarbeiter des BND sowie einige NSA-Techniker arbeiten, derzeit nur noch Fax-Verkehre und Telefongespräche abgefangen. Anders als bei Internet-Suchbegriffen habe die NSA hierfür bereits in der Vergangenheit eine Begründung für die geplante Überwachung liefern müssen, heißt es in einem Bericht von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR. (hob@ct.de)

Facebook und Google buhlen um Verlage

Facebook wird offenbar in wenigen Wochen damit beginnen, Inhalte etablierter Medienunternehmen wie der New York Times, BuzzFeed und National Geographic auf seiner eigenen Plattform anzubieten. Dies berichtet der britische News-Dienst BusinessInsider. Laut einem Bericht des Wall Street Journals bietet Facebook den Verlagen an, den Content nicht nur zu hosten, sondern über sein Werbenetzwerk Atlas auch zu vermarkten. In diesem Fall behalte der Konzern 30 Prozent der erzielten Werbeeinnahmen ein, 70 Prozent würden an den Content-Lieferanten ausgeschüttet. Derweil hat Google eine „Digital News Initiative“ gestartet. Das Unternehmen will in den nächsten drei Jahren 150 Millionen Euro ausgeben, um Innovationen im digitalen Journalismus in Europa zu fördern. In einer Arbeitsgruppe will Google direkt mit Medienmachern sprechen. Die Initiative soll offenbar das angespannte Verhältnis des Suchmaschinenriesen zur Medienbranche verbessern. Zum Start sind acht renommierte Medien beteiligt, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Zeit aus Deutschland sowie die britische Zeitung Guardian. Auch Heise Medien, der Verlag, in dem c’t erscheint, wird der Initiative beitreten. (jo@ct.de)

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