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Firefox mit Digitaler Rechteverwaltung (DRM)

Firefox 38 verfügt über eine eingebaute Digitale Rechteverwaltung (DRM). Der Browser kann somit DRM-geschützte HTML5-Videos und -Audios direkt abspielen. Das erleichtert beispielsweise die Nutzung von Streaming-Diensten wie Netflix: Eine zusätzliche Installation der Silverlight-Erweiterung ist zukünftig überflüssig. Zuständig für die Rechteverwaltung ist Primetime, ein Content-Decryption-Module (CDM) von Adobe. Es ist derzeit nur für Windows verfügbar.

Die Erweiterung wird automatisch mit Firefox installiert und ist standardmäßig aktiviert. Wer das Programm nicht auf seinem Rechner haben möchte, kann es über die Einstellungen im Abschnitt „Inhalt“ löschen: Dazu müssen Nutzer das Häkchen bei „Inhalte mit DRM-Kopierschutz wiedergeben“ entfernen. Alternativ lässt sich das Modul auch deaktivieren, ohne dass es vom Rechner verschwindet.

Neu gestaltet haben die Entwickler die Browser-Einstellungen: Sie öffnen sich nun in einem Browser-Tab – und nicht mehr in vielen kleinen Fenstern. Die Umgestaltung soll das Design bei den verschiedenen Betriebssystemen und Geräten vereinheitlichen. Nutzer können die Optionen direkt über die Adressleiste mit about:preferences aufrufen.

Firefox unterstützt außerdem Ruby-Annotations, die etwa bei japanischen Schriftzeichen Hinweise zur Betonung und Bedeutung liefern. Die Entwickler haben zudem „verschiedene Sicherheitslücken“ gestopft. (dbe@ct.de)

Typo3 und Neos trennen sich

Die Typo3 Association und das Team hinter dem CMS Typo3 Neos wollen künftig getrennte Wege gehen. Derzeit werden die Details zur Abspaltung diskutiert. Außerdem sollen die Mitglieder der Association in einer Abstimmung entscheiden, wie viel Unterstützung sie dem Neos-Team in der Umstellungsphase und darüber hinaus geben möchten.

Typo3 und Neos seien eigenständige Produkte, heißt es, weshalb eine organisatorische Trennung sinnvoll sei. Das Neos-Team könne sich dann auf seine eigene Produktstrategie konzentrieren. Die Beteiligten verstehen die Abspaltung als „kooperativen Prozess“: Man wolle Spannungen und die Verschwendung von Ressourcen vermeiden. Beide Communitys wollen sich weiterhin austauschen und die über mehrere Jahre entwickelte Freundschaft erhalten. (dbe@ct.de)

Tone überträgt URLs per Sound

Google hat für seinen Chrome-Browser ein experimentelles Plug-in veröffentlicht, das URLs per Audiosignal an nahestehende Computer übertragen kann (siehe c’t-Link). Die Tone genannte App platziert ein kleines Megafon-Symbol in der Adresszeile des Browsers. Einmal gedrückt, wandelt es die ausgewählte URL in ein Audiosignal um, das über die Lautsprecher ausgegeben wird. Alle Rechner mit installiertem Plug-in und aktiviertem Mikrofon in Hörreichweite geben ein Hinweisfenster aus, über das der Nutzer direkt zur URL wechseln kann.

Die Entwickler fanden die Funktion besonders in Meetings hilfreich, in denen sie schnell Websites verteilen konnten. Die Übertragung funktioniert weder durch Wände noch in allen Situationen: Ohne Internetverbindung klappt der Transfer zwischen den Geräten nicht. (mho@ct.de)

Adblock Plus entwickelt Android-Browser

Der umstrittene Online-Werbeblocker Adblock Plus hat einen eigenen Web-Browser für Android entwickelt und als Beta-Version veröffentlicht. Der Adblock Browser soll beim Aufruf von Webseiten automatisch „störende“ Werbung blockieren. Anzeigen, die als „nicht störend“ eingestuft wurden, filtert der Browser nicht. Nutzer können in den Einstellungen aber auch jegliche Werbung unterdrücken lassen.

Der Browser basiert auf Firefox für Android. Zwar unterstütze dieser Erweiterungen, darunter auch Adblock Plus, heißt es auf der Website des Unternehmens. Doch Google habe Adblock Plus aus seinem Play Store entfernt, da die Software eine andere App störte. Außerdem sahen sich die Adblock-Entwickler durch die Bedienoberfläche zu sehr eingeschränkt.

Kritiker von Adblock Plus bemängeln die fehlende Transparenz beim Abstimmungssystem. Hiermit entscheidet die „Adblock-Plus-Community“, welche Werbung als „störend“ geblockt wird. Werbeunternehmen und Medienhäuser stört, dass sie für eine Aufnahme in die Whitelist von Adblock Plus zur Kasse gebeten würden. Eine Klage von Zeit Online und dem Handelsblatt gegen Adblock Plus hatte das Landgericht Hamburg allerdings abgewiesen. (dbe@ct.de)

„Instant Articles“: Medien veröffentlichen auf Facebook

Mehrere Medien aus den USA, Großbritannien und Deutschland wollen bei Facebook künftig komplette Artikel mit Foto-Galerien und Videos veröffentlichen. Bisher ist nur das Posten von Artikel-Anreißern samt Link möglich. Die „interaktiven Inhalte“ werden direkt in der Facebook-App abrufbar sein.

Laut Facebook sollen die „Instant Articles“ zehnmal schneller laden als mobile Websites. Außerdem will Facebook für eine optimale Darstellung der Medieninhalte auf den Mobilplattformen sorgen. Die Medienhäuser haben die Möglichkeit, Anzeigenplätze zu verkaufen – die Erlöse dürfen sie komplett behalten. Wenn sie Facebook als Vermarkter nutzen, stehen ihnen 70 Prozent der Werbeeinnahmen zu. In Deutschland beteiligen sich Spiegel Online sowie Bild.de an „Instant Articles“. (dbe@ct.de)

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