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Samsung lässt Käufer von Fake-Akkus im Stich

Der c’t-Bericht über gefälschte Samsung-Akkus (Ausgabe 10/15) hat viele Akku-Käufer verunsichert. Denn Samsung veröffentlicht nur vage Hinweise zur Identifizierung von Fälschungen: „Konsumenten sollten nur Ware in Originalverpackung von Samsung akzeptieren und Tütenlieferungen meiden. Eine minderwertige Qualität der Verpackung wie eine unscharfe Beschriftung oder ein vom Original abweichendes Samsung Logo ist ebenfalls ein Negativ-Indikator.“ Außerdem können Käufer verdächtige Akkus nicht zur Prüfung an Samsung schicken. Stattdessen empfiehlt der Hersteller, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass die Beamten wegen eines Zehn-Euro-Produkts aktiv werden. c’t-Leser Simon B. jedenfalls wurde auf der Wache abgewimmelt, als er eine mutmaßliche Fälschung anzeigen wollte. Sein Eindruck: „Für die war ich nur ein kleinlicher Störenfried, der unnötige Arbeit macht“.

Einige Online-Händler beschwichtigen ihre Kunden derweil mit dem Hinweis, dass auch Akkus ohne Samsung-Blisterverpackung original sein können. Tatsächlich liefert Samsung seine für Endkunden gedachten Akkus zwar im Blister aus, die für Reparaturwerkstätten gedachten jedoch ohne. Außerdem können Original-Akkus ohne Blister auf verschlungenen Pfaden aus dem Ausland nach Deutschland gelangen. Allerdings dürfte die Zahl solcher grau importierten Originalteile deutlich kleiner sein als die Zahl der gefälschten Akkus.

In der Stichprobe von c’t erwiesen sich zwölf von zwölf angeblichen Original-Samsung-Akkus, gekauft bei Amazon.de und einer Reihe kleinerer Online-Händler, im Samsung-Labor als Fälschungen. Sie wurden laut Samsung allesamt „aufgrund von optischen beziehungsweise technischen Auffälligkeiten als Fälschungen identifiziert, unabhängig von ihren Vertriebswegen“. Es handelte sich also nicht um grauimportierte Originale.

Für die sechsmonatige Samsung-Garantie macht es keinen Unterschied, ob der Akku mit Blisterverpackung oder als Grauimport ohne erworben wurde. Hier kommt es nur darauf an, ob der Akku original ist und der Kunde eine Rechnung vorlegen kann. (cwo@ct.de)

Android-Smartphones mit und ohne Stift

Der koreanische Hersteller LG hat ein günstiges Smartphone mit Stift angekündigt, das G4 Stylus mit 5,7-Zoll-Display. Bei Nichtgebrauch wird der Stift im Gehäuse verstaut. Das IPS-Display zeigt 1280 × 720 Pixel, also deutlich weniger als das Display von LGs Spitzenmodell G4 (2560 × 1440).

Angetrieben wird das G4 Stylus von einem Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz. Zur Ausstattung gehören 1 GByte RAM, 8 GByte Flash-Speicher, ein MicroSD-Slot und eine 13-MP-Kamera mit Laser-Autofokus an der Rückseite. Der Akku mit 3000 mAh kann ausgetauscht werden.

Die zweite Neuheit ist das G4c mit 5-Zoll-IPS-Display, 8-Megapixel-Kamera und einem etwas schwächeren Akku. Als Betriebssystem dient bei beiden Modellen Android 5.0 alias Lollipop. Bei österreichischen Händlern kann man das G4C für 270 Euro und das G4 Stylus für 300 Euro vorbestellen. Die Preise der deutschen Händler werden wohl ähnlich aussehen. Liefertermine stehen noch nicht fest. (Denise Bergert/cwo@ct.de)

Bessere Schulnoten dank Handyverbot

Ein Verbot von Mobilgeräten an Schulen kann sich einer aktuellen Studie zufolge positiv auf die Leistungen der Schüler auswirken. 16-Jährige hätten durchschnittlich um sechs Prozent bessere Ergebnisse erzielt, lautet das Resultat von Forschern der London School of Economics. Das entspreche dem Effekt einer zusätzlichen Unterrichtswoche im Schuljahr. Den Hauptgrund dafür sehen die Wissenschaftler im hohen Ablenkungsfaktor privater Mobilgeräte, zum Beispiel durch Messenger und Spiele. Besonders positiv hätten sich Verbote bei leistungsschwächeren Schülern sowie solchen aus einkommensarmen Familien ausgewirkt – das Leistungsplus liege hier doppelt hoch so wie im Durchschnitt. Bei ohnehin guten Schülern sei hingegen kaum ein Effekt zu bemerken. Die Studie wurde an Schulen in London, Birmingham, Leicester und Manchester durchgeführt, vor und nach Einführung von Handyverboten. Die Autoren treffen keine Aussagen zum Einsatz von Smartphones für Unterrichtszwecke. (axk@ct.de)

Smartphone-Notizen

Hersteller Sony stattet eine Vielzahl seiner Xperia-Smartphones mit einem Recovery-Modus aus. Dieser soll das Aufspielen von Custom Roms erleichtern. Unterstützt werden unter anderem Xperia Z1, Z Ultra, E3, M2, T2 Ultra und T3.

Weil sie überhitzen könnten, tauscht Computerhersteller Acer eine Reihe von Netzkabeln für Notebooks aus. Die Kabel tragen die Bezeichnung „LS-15“ und wurden zwischen September 2010 und Juni 2012 mit diversen Notebooks ausgeliefert (siehe c’t-Link).

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