Der iPad-Effekt

iOS-Geräte als Multi-Effekte zur Musikproduktion

Praxis & Tipps | Praxis

Dank neuer Plug-ins lassen sich zahlreiche Effekt-Apps für das iPad und iPhone auch zum Musikmachen am Rechner einbinden. Sie bieten nicht nur tollen Sound zum kleinen Preis, sondern lassen sich über den Touchscreen auch leicht bedienen.

Wer bislang sein iPad oder iPhone für eine größere Musikproduktion am Rechner nutzen wollte, musste mit speziellen Audio-Interfaces großen Aufwand betreiben. Zwei neue Apps machen diese überflüssig, denn sie leiten die Audio- und MIDI-Daten vom Rechner direkt über das mitgelieferte USB-Kabel zum iOS-Gerät und wieder zurück. Das App-Paket aus Midimux und Audiomux von AppBC (10 Euro) bindet ein iOS-Gerät über eine virtuelle Audio-Schnittstelle an den Mac-Rechner an. Auf dem iOS-Gerät lässt es sich dann via Audiobus mit Synthesizern und Effekten verknüpfen. Der Nachteil dieser Konfiguration ist, dass man am Mac zunächst eine virtuelle Soundkarte als Hauptgerät einrichten muss, um die Audio-Kanäle des iOS-Geräts in die Musik-Software einzubinden.

Eleganter ist da die Lösung von Music IO (9 Euro) von Secret Base Design. Passend zur App liefert der Hersteller eine kostenlose Software für Macs inklusive VST- und AU-Plug-ins mit. Über diese Plug-ins kann man das iPad oder iPhone wie einen internen Software-Effekt in jede Spur seiner Digital Audio Workstation (DAW) klemmen, ohne das eigentliche Audio-Interface wechseln oder erweitern zu müssen. iOS-Apps arbeiten zwar nur mit 44,1 kHz, auf dem Mac konvertiert Music IO die Sampleraten jedoch automatisch auf bis zu 96 kHz. Dadurch klingt es zwar nicht besser, aber man spart sich zumindest das Umschalten in der DAW. ...

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