Dateningenieur Jens Häberle von Audi Sport Abt über die Besonderheiten der Formula E

Wissen | Reportage

Peter-Michael Ziegler

Formel mit Zukunft

Deutschland-Premiere der Formula E

Nicht wenige haben die neue FIA-Rennserie für rein elektrisch angetriebene Rennwagen vor dem Start im vergangenen Sommer belächelt, mitunter sogar verspottet. Doch die Formula E lebt: Die Rennen sind gut besucht, die Technik hat sich bewährt. Eigenentwicklungen der Teams machen die kommende Saison noch spannender. Und auf einmal will jeder mit dabei sein.

An Pfingsten war einiges los in Berlin: Hertha-Fans zitterten beim letzten Saisonspiel um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga, der Karneval der Kulturen lockte Zehntausende nach Kreuzberg. Und trotzdem kamen am Samstag 21 000 Zuschauer auf das Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof, um die Deutschland-Premiere der Formula E mitzuverfolgen. Der Berlin ePrix war der achte von elf Läufen der neuen FIA-Rennserie für rein elektrisch angetriebene Formel-Fahrzeuge, die zuvor schon in Asien, Südamerika, den USA und in Monaco gastiert hatte.

Video: Formula E in Berlin

In der ersten Formula-E-Saison fahren alle Teams das gleiche Auto: ein Monoposto (Fahrzeug mit nur einem Sitz) mit Hinterradantrieb, das vom französischen Unternehmen Spark Racing Technology zusammengebaut wird. Das Chassis stammt vom italienischen Rennwagenhersteller Dallara, den Antriebsstrang mit Elektromotor, Inverter, ECU (Electronic Control Unit) und MCU (Motor Control Unit) liefert McLaren Electronic Systems. Williams Advanced Engineering steuert das Rechargeable Energy Storage System (RESS) bei, ein flüssiggekühltes Traktionsbatteriesystem, das unmittelbar hinter dem Fahrersitz montiert ist und 28 kWh Energie liefert. ...

Mix aus Sprint und Endurance

Dateningenieur Jens Häberle von Audi Sport Abt über die Besonderheiten der Formula E

Jens Häberle: Die Formula E ist im Prinzip ein Mix aus Kurz- und Langstreckenrennen: Von der Renndistanz her ist es ein Sprint – aber von dem, wie man das Rennen fahren muss, ist es eher ein Endurance. Man muss sehr genau auf den Energieverbrauch achten. Am Anfang stand deshalb die Frage im Vordergrund, wie wir die zur Verfügung stehende Energie optimal auf eine Runde verteilen, wo wir Energie sparen können und wo wir sie freigeben. Dazu mussten wir zunächst viel ausprobieren und simulieren. Da alle mit dem gleichen Auto fahren, können schon kleinste Details einen großen Unterschied ausmachen. ...

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Formula E

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c't 14/2015, Seite 82 (ca. 3 redaktionelle Seiten)
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