Schnipp, schnapp, Kabel ab

Kabellose Ladegeräte und Ladeadapter für Smartphones im Test

Test & Kaufberatung | Test

Akku leer? Dann ab mit dem Smartphone auf den Bambus-Puck oder einfach auf die Schreibtischplatte. Unterwegs versorgt ein Taschenstein das Mobilgerät mit frischer Energie – der Verzicht aufs Ladekabel ermöglicht neue Designs für Ladezubehör.

Viele Smartphones lassen sich ohne Kabel laden. Die passenden Ladegeräte waren bislang aber stets aus schnödem Plastik und machten äußerlich kaum etwas her. Das Gleiche galt für die wenigen Adapter, die gewöhnliche Smartphones mit der kabellosen Ladetechnik aufrüsteten. Ikea und Fonesalesman haben sich dieser Probleme angenommen und Zubehör im Angebot, das entweder schick aussieht oder sich elegant verstecken lässt. Ikeas Ladegerät lässt sich in Schreibtischen und anderen Möbeln versenken, sodass gar nicht auffällt, dass Elektronik in der Wohnung oder im Büro herumliegt. Der britische Hersteller Fonesalesman bietet zwei kabellose Ladegeräte mit naturverbundenem Äußeren an: Der „WoodPuck Bamboo Edition“ ist aus Bambus und der QiStone+ sieht einem Stein zum Verwechseln ähnlich aus und hat außerdem einen integrierten Akku. Der Folienadapter SlimPWRcard rüstet Smartphones fast unsichtbar mit der kabellosen Ladetechnik aus. Im Test mussten die Geräte zeigen, ob sie trotz der ungewöhnlichen Gestaltung für den Alltagseinsatz taugen und das Ladekabel wirklich überflüssig machen.

Noch sind nur wenige Mobilgeräte vom Werk aus fürs kabellose Laden vorbereitet. Die wenigen aktuellen Smartphones mit der Technik sind einige Nokia-Modelle, das Samsung Galaxy S6, das LG G3 und die Google-Modelle Nexus 4, 5 und 6. Von den Tablets unterstützt nur das angegraute Google Nexus 7 (2013) die induktive Ladung. ...

Wie funktioniert kabelloses Laden?

Zum kabellosen Laden von Smartphones und anderen Mobilgeräten wird elektromagnetische Induktion eingesetzt: Sowohl im Ladegerät als auch im Mobilgerät befindet sich eine Spule. Fließt Wechselstrom durch die Spule des Ladegeräts, erzeugt sie ein Magnetfeld. Wird die Spule im Mobilgerät dem magnetischen Wechselfeld ausgesetzt, fließt dort ebenfalls Wechselstrom.

Diesen wandelt die Ladeelektronik zu Gleichstrom, der wiederum den Akku lädt. Um die Energieübertragung zu optimieren und beispielsweise die maximale Ladespannung auszuhandeln, kommunizieren Ladegerät und Smartphone per Amplitudenmodulation miteinander. Im Smartphone kommt dazu eine RFID-ähnliche Technik zum Einsatz.

Abgesehen vom getesteten Zubehör findet man für fast jedes halbwegs populäre Smartphone Qi-Adapter zum Nachrüsten.

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