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DTP-Software Scribus 1.5

Im Zuge der Umstellung auf die GUI-Bibliothek Qt 5 haben die Entwickler die Bedienoberfläche der DTP-Software Scribus überarbeitet. Das native Scribus-Dateiformat kann jetzt auch Bitmaps speichern; bislang wurden lediglich Referenzen auf externe Dateien eingebunden. Objekte lassen sich jetzt klonen, wobei die Klone alle Änderungen am Original übernehmen. Über die neue „Kombinieren“-Funktion lassen sich Objekte verbinden, bleiben aber anders als beim Gruppieren weiter bearbeitbar. Der neue Bilderbrowser erleichtert das Einbinden von Bildern in Dokumente.

Scribus kann jetzt zahlreiche Dateiformate anderer DTP-Programme importieren, darunter InDesign XML, Adobe PageMaker, Apple iWorks Pages, Microsoft Publisher und QuarkXPress-Tags. Nahezu alle PDF- und Adobe-Illustrator-Dateien sollen sich dank neu geschriebener Filter layoutgetreu importieren lassen. Microsofts XPS-Format lässt sich jetzt im- und exportieren. Scribus 1.5 ist der aktuelle Entwicklerzweig der kommenden stabilen Version 1.6. (odi@ct.de)

Neuigkeiten von der Samba XP

Die Samba-Entwickler haben über viele Jahre sich selbst und die Nutzergemeinde mit der Arbeit an einer Alternative zu Microsofts Active Directory (AD) auf Trab gehalten. Seit Version 4.0 Ende 2012 offiziell veröffentlicht wurde, scheinen dem einstigen Vorzeigeprojekt die Ziele zu fehlen. Schlimmer noch: In der öffentlichen Wahrnehmung steht die Version 4.0 als Synonym für die Rolle des Active Directory Domain Controller. Dass Samba 4 mittlerweile die einzige noch aktiv gewartete Samba-Version ist und sehr wohl auch als reiner Dateiserver taugt, ist bei vielen Nutzern noch nicht angekommen.

Das jedenfalls wäre eine Erklärung dafür, dass bei einer Umfrage der Samba-Entwickler im März 2015 noch rund die Hälfte aller Teilnehmer Samba 3.x einsetzte. Die Ergebnisse hat Marc Muehlfeld auf der Samba XP im Detail vorgestellt. Die Umfrage zeigt zudem überdeutlich, wo es klemmt: Dokumentation, auch grundlegende zum Active Directory, und Anschluss an aktuelle AD-Entwicklungen, sei es das Schema von Server 2012 oder Sysvol-Replikation. Die Daten nebst Auswertung stehen auf den Samba-Webseiten zum Download bereit (siehe c’t-Link).

Wie immer war auch Microsoft an Bord, sowohl als Sponsor als auch mit Referenten: Tom Talpey brachte die Samba-Gemeinde auf den Stand, was Microsoft mit SMB 3.1.1 für Windows 10 und den Windows Server 2016 auf den Weg bringt. Interessant daran ist vor allem, wie Microsoft SMB 3 nutzt, um große Datenmengen durch die Landschaft zu schieben – dort ist SMB längst mehr als nur ein Zugriffsprotokoll für Datei- und Druckdienste.

Ein großes Thema auf der vierzehnten von Sernet in Göttingen ausgerichteten Samba XP waren Storage-Cluster mit Samba. Viele Vorträge und ein Tutorial widmeten sich diesem Thema. Eher in den Kinderschuhen stecken dagegen die Ansätze, Samba in die Cloud zu tragen: Jeremy Allison skizzierte seine Ideen, um mit Samba Cloud-Gateways zu bauen, während David Disseldorp zeigte, wie man mit Microsoft Azure und Elasto in der Cloud SMB an den Start bringt und von VMs aus nutzt. Audiomitschnitte und Slides gibt es in der Regel einige Wochen nach der Samba XP zum Download. (ps@ct.de)

Aus für Mandriva

Der französische Linux-Distributor Mandriva ist bankrott und hat seine Geschäftstätigkeit eingestellt. Das Unternehmen, das seit 2001 an der Börse gehandelt wird, wird von einem externen Verwalter liquidiert. Mandrake Linux, das ursprüngliche Produkt des 1999 als MandrakeSoft gegründeten Unternehmens, lebt in den Community-Distributionen Mageia und OpenMandriva fort.

Laut dem bisherigen Geschäftsführer Jean-Manuel Croset habe sich Mandriva eigentlich auf einem guten Weg befunden: Nach Entlassungen 2013 seien die Kosten im vergangenen Jahr um 60 Prozent gesunken und der Umsatz um 40 Prozent gestiegen. Allerdings hätten entlassene Angestellte Entschädigungen in einer Höhe eingeklagt, die das Vermögen von Mandriva überstiegen hätten. Da die Investoren kein weiteres Geld zuschießen wollten, habe Mandriva in Konkurs gehen müssen. (odi@ct.de)

c’t wissen Raspberry Pi

In dem günstigen Minirechner Raspberry Pi stecken große Möglichkeiten: Man kann ihn als Mediacenter, Streaming-Server oder Spielkonsole einrichten, seine eigene Cloud damit betreiben, eine mobile Musikanlage oder eine Kameraüberwachung bauen und und und …

In unserem Praxisratgeber „c’t wissen Raspberry Pi“ finden Sie alles, was Sie für eigene Projekte brauchen. Sie lernen die Hard- und Software kennen und erfahren, wie man den RasPi startet und nutzt. Ausführliche Beispiele und vertiefende Artikel zeigen, wie man unterschiedlichste Anwendungen installiert und eigene Programmierprojekte in Angriff nimmt.

„c’t wissen Raspberry Pi“ liegt ab Montag, 15. Juni, am Kiosk und kann ab sofort über den heise Shop bestellt werden. Die Lieferung erfolgt in Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zum 15. Juli 2015 portofrei. (anm@ct.de)

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