Stick-Computer

Test & Kaufberatung | Kurztest

Der winzige Open-Source-Computer USB Armory lädt zum Experimentieren ein.

Das USB Armory ist ein ARM-Computer im USB-Stick-Format für Bastler und Hacker. Steckt man es in die USB-Buchse eines ausgewachsenen Rechners, bootet es ein Linux und gibt sich als USB-Netzwerkkarte aus. Anschließend verbindet man sich über SSH mit dem Winzling und findet eine vollwertige Linux-Shell vor.

Neben der USB-Schnittstelle gibt es lediglich einen microSD-Reader sowie fünf programmierbare Ein-/Ausgangsleitungen zum Messen, Steuern und Regeln (GPIOs). Die USB-Schnittstelle lässt sich mit einem separat erhältlichen Adapter auch als USB-Host betreiben, etwa zum Anschluss handelsüblicher WLAN-Sticks. Der Kleinstrechner wird von einer i.MX53-ARM-CPU von Freescale angetrieben, die auf 800 MHz getaktet ist. Sie lässt sich auf bis zu 1 GHz übertakten. Ihr stehen 512 MByte RAM zur Seite.

Um das USB Armory zum Leben zu erwecken, sind Linuxkenntnisse gefragt. Man hat die Wahl zwischen vorkonfigurierten Images mit Debian, Arch Linux und Kali Linux. Wem das nicht reicht, der erfährt online (siehe c’t-Link), wie er etwa ein Ubuntu- Image baut. Bastelfreudige können dem Stick viele Tricks beibringen, indem sie sich der breiten Software-Palette aus der Linuxwelt bedienen oder eigene Skripte schreiben. Als einen möglichen Einsatzzweck bietet der Entwickler USB Armory das Tool Interlock an. Es verwandelt den Stick in einen Krypto-Speicher, den man durch die Netzwerkverbindung über ein Web-Interface steuert. Der Datenspeicher ist auf die Art isoliert vom potenziell kompromittierten Hauptrechner. (rei@ct.de)

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige