Chromleisten und Fuchsschwanz

Die besten Plug-ins für Chrome und Firefox

Test & Kaufberatung | Test

Browser können viel mehr, als nur Websites anzuzeigen: Die richtigen Erweiterungen holen mehr aus Chrome und Firefox heraus. Die kleinen Helfer erleichtern Ihnen die Online-Recherche, unterstützen Jäger beim Sammeln, machen Webseiten lesefreundlicher und schützen vor neugierigen Werbeunternehmen, die überall Cookies liegen lassen.

Moderne Browser ersetzen in immer mehr Bereichen klassische Software. Bei seinen Chromebooks befördert Google den Chrome-Browser sogar zur einzig nutzbaren Anwendung. Die zahlreichen verfügbaren Apps sind nicht mehr als komplexe Websites mit interaktiven Elementen und Bedienoberflächen. Umgesetzt werden diese Web-Apps mit HTML5, CSS und JavaScript.

Das App-Angebot ist vielfältig: Hüpfspiele, „heroische Rollenspiele“ oder eine schnelle Partie Golf vertreiben akute Langeweile. Wer schon genug Spaß hatte, füllt Excel-Tabellen mit Google Docs aus und bastelt damit auch Präsentationen. Entwickler tüfteln mit Codeanywhere direkt im Browser an ihren Quelltexten. Mit diversen Mischpulten, Turntables und Jukeboxen lässt sich in Chrome sogar Musik machen – aber auch hören: Streaming-Dienste wie Spotify oder Soundcloud sind ebenfalls über Web-Apps abrufbar. Dank ihnen kann der Nutzer sehr viel Zeit im Browser verbringen, während andere Programme geschlossen bleiben. Es ist also sinnvoll, den Browser an eigene Bedürfnisse anzupassen.

Klassische Browser-Plug-ins erweitern Chrome und Firefox um hilfreiche Funktionen. Apps und Erweiterungen für Chrome finden sich im Chrome Web Store unter chrome.google.com/webstore. Das Angebot für Firefox ist unter addons.mozilla.org abrufbar. In beiden Katalogen verraten die Bewertungen und Kommentare, ob die Erweiterungen etwas taugen. Durch die schnellen Update-Zyklen der Browser kann es immer mal wieder vorkommen, dass Plug-ins plötzlich nicht mehr funktionieren.

In Chrome sind fast alle Plug-ins sofort betriebsbereit. Firefox muss bei manchen Erweiterungen erst einen Neustart hinlegen. Alle vorgestellten Browser-Erweiterungen und Chrome-Apps finden Sie auch über den c’t-Link am Ende des Artikels.

Verfolger abschütteln

Wer im Netz unterwegs ist, hinterlässt Spuren. Die Werbevermarkter freuen sich, denn sie verwenden die erfassten Daten, um „personalisierte Werbung“ anzeigen zu können. Wer fleißig auf Camping-Websites unterwegs ist, sieht bald Reklame für Gaskocher und Wurfzelte. Schutz vor dieser Ausspähung verspricht das Add-on Ghostery. Es enttarnt Tracker, Zählpixel und andere Tracking-Maßnahmen, die das Surf-Verhalten überwachen – und blockiert sie. Auf Wunsch legt Ghostery auch die Schaltflächen der sozialen Netzwerke still, etwa den „Gefällt mir“-Button von Facebook. Das soziale Netzwerk und seine Werbepartner nutzen diese „Social Widgets“ auch, um die Anzeigen an die Vorlieben des Betrachters anzupassen. Das Plug-in existiert für beide Browser und bietet diverse Einstellungsmöglichkeiten. Ein Klick auf das Icon mit dem blauen Geist verrät genau, welche Ressourcen geblockt wurden.

Zwei Spezialisten zur gezielten Blockade von Skripten sind ScriptSafe (Chrome) und NoScript (Firefox). Sie stoppen Java, JavaScript, Flash und andere. In den Einstellungen kann der Nutzer festlegen, welche Inhalte auf welchen Seiten gefiltert werden sollen. Blockiert man alles, funktionieren aber viele Webseiten nicht mehr, die etwa JavaScript einsetzen – Facebook ist schlicht unbenutzbar. Das Problem löst eine Whitelist, auf der sich vertrauenswürdige Sites setzen lassen.

Cookies gehören zu den beliebtesten Methoden, Internet-Surfer zu markieren. Sie lassen sich aber auch leicht vom Rechner entfernen: In Firefox geht das dank „Vergessen“-Knopf mit zwei Klicks. Außer Cookies löscht die Funktion auf Wunsch zusätzlich die Chronik der besuchten Websites. Für Chrome und Firefox erleichtert Click & Clean die Aufräumarbeit und löscht auch gleich den Download- und Browserverlauf, den Cache und andere persönliche Daten. Was im Papierkorb landet, legen Sie in den Einstellungen fest. Dort erleichtern drei vordefinierte Regeln unbedarften Nutzern die Entscheidung. Optional räumt das Tool automatisch auf, wenn der Browser geschlossen wird. In Chrome erfordert das Plug-in für einige seiner Dienste die Installation der Windows-Anwendung „Native Host for Apps“. ...

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Weitere Bilder

  • Paint It Black: Mit Stylish lassen sich die CSS-Regeln von Websites mit eigenen Designs lokal überschreiben.

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