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Robuster Hutschienen-PC

Den lüfterlosen Mini-PC EmbeddedLine DR2100 kann man auf eine TS35-Hutschiene stecken und damit direkt in Schaltschränke integrieren. Das 6,5 cm × 14 cm × 15 cm große Alugehäuse dient als Kühlkörper für den Celeron N2930 aus Intels Bay-Trail-Familie. Der taktet seine vier Atom-Kerne mit bis zu 1,83 GHz und verheizt dabei maximal 7,5 Watt. Zur Gesamtaufnahme des PC macht die Firma TL Electronic keine Angaben, wohl aber zur Eingangsspannung: Die darf zwischen 9 und 36 Volt liegen, was genug Luft für die Bordnetzschwankungen von Autos, LKWs und Schiffen lässt. Auch gegenüber Umwelteinflüssen ist der DR2100 tolerant. Er verkraftet Stöße von bis zu 15 g, Vibrationen bis zu 1 g und Umgebungstemperaturen zwischen 0 und 50 °C.

Mit der Außenwelt kommuniziert er über insgesamt fünf USB-Buchsen (davon 2 × USB 3.0), 2 × RS-232 sowie 4 × Gigabit-Ethernet. Für die direkte Ansteuerung von Elektronik gibt es außerdem noch Klemmleisten mit digitalen Ein-und Ausgängen. Nicht mehr ganz zeitgemäß ist allerdings, dass es für den Anschluss von Monitoren lediglich einen analogen VGA-Port gibt.

Massenspeicher kann man wahlweise als SATA-Modul oder 2,5"-SATA-Laufwerk einbauen. Die Basisversion mit 4 GByte RAM und 32 GByte SSD kostet rund 950 Euro. (bbe@ct.de)

Sparsame CPU für Wearables

Es gehört eine ordentliche Portion Mut dazu, einen neuen Prozessor vorzustellen, der deutlich langsamer rechnet als sein vier Jahre alter Vorgänger. Doch genau den hat Freescale aufgebracht und die i.MX-Serie geteilt. Der jetzt vorgestellte i.MX7 soll Strom sparen und die Batterielaufzeit von eBooks und Wearables zu verlängern – von ein bis zwei Tagen hin zu mehreren Wochen. Mehr Rechenleistung und ARMs 64-Bit-Technik (Cortex-A72) soll dann in etwa einem halben Jahr der i.MX8 bringen.

Beim i.MX7 steigt Freescale aber erst einmal vom betagten ARM-Kern Cortex-A9 auf den besonders sparsamen Cortex-A7 um. Allerdings liefert der nur noch 1,9 statt 2,5 DMIPS/MHz. Zudem sinkt die maximale Taktfrequenz. So lief der i.MX 6 – der übrigens in diversen populären Bastelplattformen steckt – noch mit bis zu 1,2 GHz. Der i.MX7 Solo taktet seinen einen Cortex-A7-Kern nur noch mit 800 MHz und der i.MX7 Dual seine beiden mit 1,0 GHz. Eine Quad-Core-Variante gibt es erst einmal gar nicht.

Dafür soll sich die Effizienz, also die Rechenleistung pro Watt auf 15,7 DMIPS/mW verdreifacht haben. Der ganze Chip samt Peripherie soll unter Volldampf weniger als 500 mW brauchen. Liegt wenig Arbeit an, können die A7-Kerne schlafen gehen und ein mit maximal 266 MHz getakteter Cortex-M4 übernimmt Aufgaben wie Audio- und Sensorverarbeitung. 250 µW reichen dem i.MX7 für einen Schlafzustand, aus dem er ohne Reboot des Betriebssystems schnell wieder aufwacht. Noch sparsamer sollen die i.MX7-Chips in einem zweiten Schritt werden, wenn Freescale von einem 28-nm-LP-Prozess auf die Fertigung mit Fully Depleted SOI umsteigt. Dann könnte auch USB 3.0 in das System-on-Chip Einzug halten. Jetzt geht es aber erst einmal mit Musterstückzahlen der neuen Chips los, die Volumenfertigung soll im November anlaufen. Bis dahin erwartet Freescale auch kostengünstige Experimentierplattformen – unter anderem für sparsame Wearables. (bbe@ct.de)

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