Trends & News | News

Signalsimulation für Leiterplatten

Für die aktuelle Version 16.6-2015 hat Cadence seine skalierbare Leiterplatten-Design-Plattform aus den Komponenten Allegro und OrCAD einer weitreichenden Überarbeitung unterzogen. Besonders OrCAD-Anwender profitieren von etlichen erprobten Funktionen, die bislang höherwertigeren Lizenzen vorbehalten waren. Beispielsweise ist der Signal Explorer, der hochfrequente Signale auf Integrität testet, jetzt in allen PCB-Editor-Lizenzen enthalten. Einige Merkmale aus Zusatzmodulen sind in den Allegro PCB Designer gewandert, das Angebot an optionalen Programmen hat sich erweitert.

Der OrCAD „Sigrity ERC“ entdeckt Signalintegritäts-Problemstellen anhand der Leiterbahn- und Lagengeometriedaten. Mit dem „Library Builder“ lassen sich Bauteile einfacher erstellen als zuvor, zudem prüft die Software Bibliotheken auf Konsistenz und erzeugt 3D-Modelle (STEP). Viele Neuerungen zielen auf effizientere Bedienung, beim Entwurf von High-Speed-Schaltungen werden Standards wie DDR4 und HDMI2.0 nun komplett unterstützt.

(Mathias Poets/hps@ct.de)

Kompakte Simulationsdateien mit CADFEM Ansys

CADFEM hat für sein Simulationsprogramm Ansys Workbench die Erweiterung C.A.V.E. inside Ansys herausgebracht. C.A.V.E. steht für „Collaboration and Visualisation Engine“. Die Erweiterung dient zur Kompression der – in der Regel sehr umfangreichen – Ansys-Ergebnisdateien. Auf Basis des Kompressionsverfahrens von VCollab soll sie die Daten einer Simulation auf weniger als ein Prozent ihres ursprünglichen Umfangs komprimieren. So erzeugte Dateien kann man außer mit der Workbench mit einem Viewer betrachten, der sich in MS Office integrieren lässt. Über ein Plug-in sind auch Ausgaben als 3D-PDF-Dokument möglich. C.A.V.E. Professional kann mehrere Modelle verschmelzen, AVI- und GIF-Dateien ausgeben und 3D-Bilder für Virtual-Reality-Anwendungen erzeugen.

(Ralf Steck/hps@ct.de)

Ingenieursberechnungen grafisch

DataCAD bietet die Softwarepakete GrafiCalc und GrafiCalc Elements vom Hersteller Geomate in der Version 7.0 nun auch in Deutsch an. Mit den parametrischen Skizzierwerkzeugen von GrafiCalc lassen sich geometrische Konstruktionen erstellen und mit Zwangsbedingungen versehen. Intelligente Berechnungswerkzeuge ersetzen langwierige mathematische Berechnungen und Gleichungen und ermöglichen es, komplexe Konstruktionsprozesse einfach zu automatisieren. Verschiedene Konstruktionsentwürfe werden in GrafiCalc nebeneinander angezeigt und lassen sich direkt vergleichen. Auch Bewegungsabläufe lassen sich analysieren. Der Anwender kann allen Geometrien eines Modells Toleranzwerte zuordnen und diese mit Hilfe von Monte-Carlo-Toleranzanalysen automatisch optimieren. Auswirkungen, die Toleranzen auf die Fertigung eines Teils haben, sind bereits im Voraus erkennbar.

Die Schnittstelle zu Microsoft Excel aktualisiert bei Änderungen einer Geometrie in GrafiCalc die geometrieabhängigen Berechnungen in der Tabellenkalkulation automatisch. Werden Berechnungen dort modifiziert, passt sich entsprechende Geometrie in GrafiCalc automatisch an. (Ralf Steck/hps@ct.de)

Signalanalyse mit MultiSim 14.0

Mit MultiSim 14.0 beschreitet National Instruments neue Wege bei der Simulation elektronischer Schaltungen. Im neuen Dialog „aktive Analyse“ finden Anwender Software-Instrumente (Echtzeit-Simulation) und erweiterte mathematische und grafische Analysemöglichkeiten, die schnell einen Überblick über die Arbeitsweise einer Schaltung vermitteln. Für die Überwachung von Messgrößen stehen zusätzliche und überarbeitete Instrumente zur Verfügung, deren Integration in den Simulationsablauf mit Blick auf den Bedienkomfort optimiert wurde. Über 6000 neue Bauteil-Modelle erleichtern den Aufbau von Schaltungen. Ein noch im Betastadium befindliches Modul erlaubt die Simulation von Entwürfen mit Mikrocontrollern vom Hersteller Microchip.

(Mathias Poets/hps@ct.de)

Altium: Tools für Elektronik-Entwicklerteams

Altium hat seine Managementsoftware Vault mit Projektdaten für den teamorientierten Entwurf elektronischer Produkte zur Version 2.5 weiterentwickelt. Besonders die Komponentenverwaltung profitiert von etlichen Neuerungen. 3D-Modelle sind jetzt vollständig integriert, für die Wiederverwertung von Designelementen stehen Vorlagen zur Verfügung. Außerdem sorgen zentrale Design-Vorgaben und automatisierte E-Mail-Benachrichtigungen bei Änderungen an Entwürfen oder Bauteilen dafür, dass alle am Projekt Beteiligten auf eine konsistente Datenbasis zurückgreifen können.

Für eine nahtlose Verbindung elektronischer und mechanischer Belange eines Entwurfs sorgt künftig der MCAD Co-Designer. Die Erweiterung für den Altium Designer erleichtert die Zusammenarbeit mit dem CAD-Programm Dassault Solidworks und unterstützt den 3D-Modellierkern Parasolid. Auf Basis einer gemeinsamen Datenstruktur werden die Schnittstellen zwischen Leiterplatten- und Gehäuseentwurf synchronisiert. Jeder Entwickler kann sich daher auf seinen Teilbereich konzentrieren, ohne Gefahr zu laufen, dass Änderungen zu Problemen an anderen Stellen im Projekt führen. (Mathias Poets/hps@ct.de)

Notizen

Die Numerik-Bibliothek NAG Libraries für C und C++ umfassen in der Ausgabe Mark 25 zusätzliche Matrix-Funktionen, etwa zur Least Angle Regression (LARS) und für unscented (nichtlineare) Kalman-Filter für Vorhersagen.

Die Discrete Choice Analysis Tools 2.0, ein Modul zum Statistikprogramm GAUSS, enthalten neu implementierte Funktionen zur Parameterkontrolle und für Schätzungen. Logistische (Logit-)Regression ist jetzt für konditionelle und für multinominale Datenmodelle möglich.

Ab der Version 7.3 ist der Platinen-Layouter Eagle als 64-Bit-Variante mit verbesserter Performance erhältlich. Sein überarbeiteter Bibliotheks-Editor soll das Programm besser bedienbar machen. Außerdem haben die Entwickler die Unterstützung der 3D-Exportformate IDF und STEP erweitert.

Der Platinen-Layouter Target 3001! bringt mit der Version 17.4 außer Fehlerbereinigungen vor allem aktualisierte Ausgabemöglichkeiten für die Fertigungsformate XGerber und DXF.

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige
Anzeige