Problematisches Probefutter

Testdaten rechtssicher nutzen

Wissen | Recht

Software-Entwicklung ist ohne Testdaten kaum vorstellbar. Daten für Probeläufe von Programmen haben möglichst realistisch zu sein. Aus Bequemlichkeits- und Kostengründen verwenden Tester gern Echtdaten. Hier lauern rechtliche Schwierigkeiten.

Datenbanken, CRM-Systeme, Auftragsverwaltungen, Online-Shoplösungen, Fakturierungsprogramme: Wer so etwas entwickelt, im Unternehmen einrichtet oder aktualisiert, braucht während der Testphase Daten, mit denen er die werdende Software füttern kann – um zu sehen, ob alles rund läuft oder nicht. Für besonders sensible Umgebungen sieht der Gesetzgeber zumindest mittelbar rechtliche Pflichten zum Testen der einzusetzenden Software vor: etwa im Rahmen des Risikomanagements, aber auch infolge von Compliance-Anforderungen. Es liegt auf der Hand, dass solche Tests nicht im produktiven Betrieb durchgeführt werden. Dennoch müssen die verwendeten Daten idealerweise möglichst so aussehen wie die, mit denen im Alltagsbetrieb gearbeitet wird. So liegt es oft nahe, ganz schlicht bereits vorhandene Realdaten zum Testen zu verwenden.

Übersehener Datenschutz

Sobald Daten nicht lediglich Lagerbestände oder Fertigungsmaße beschreiben, sondern sich auf Menschen beziehen, greift der immer sensibler wahrgenommene Datenschutz. Bei Testdaten vergessen Entwickler oder ganze Unternehmen diese Anforderung besonders leicht: Ihr Einsatz erfolgt ja eben nicht zu produktiven Zwecken und obendrein meistens auf abgeschotteten Testsystemen. ...

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Als c't-Plus-Abonnent gratis lesen

Anmelden als c't-Plus-Abonnent

Anzeige
Anzeige