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Photoshop-Alternative bald fertig

Die für Profis gedachte Bildbearbeitungssoftware Affinity Photo dürfte bald im App Store aufschlagen, nachdem der Hersteller Serif die Beta-Phase beendet hat. Affinity Photo soll eine nicht-destruktive Arbeitsweise mit Ebenen, Masken und Einstellungsebenen möglichst nahtlos umsetzen.

So sind etwa Ebenen nicht-destruktiv skalierbar, Filter und Effekte können als Einstellungsebenen angewendet und somit jederzeit nachjustiert werden. Seit der Preview (siehe c’t 9/15) hat der Hersteller unter anderem die Maskierungsfunktionen sowie den Raw-Entwickler überarbeitet.

Umstiegswilligen Photoshop-Nutzern verspricht Serif Kompatibilität mit Photoshop-Plug-ins von Drittanbietern sowie weitreichende Unterstützung des PSD- und PSB-Formats inklusive Masken. Anders als Photoshop wird die Software mit einer Dauerlizenz vertrieben, vermutlich zu einem ähnlichen Preis wie der im letzten Jahr veröffentlichte Vektorgrafiker Affinity Designer, welcher 45 Euro kostet. (atr@ct.de)

Mac OS X aufgefrischt

Ende Juni hat Apple Mac OS X 10.10.4 veröffentlicht. Das Update schließt eine große Zahl an Sicherheitslücken. Für OS X 10.8.5 Mountain Lion und 10.9.5 Mavericks liefert Apple das Sicherheits-Update 2015-005 aus. Die Entwicklungsumgebung Xcode wurde in Version 6.4 für iOS 8.4 angepasst.

Das Update soll Netzwerkprobleme beseitigen, die dem Namensauflösungsdienst discoveryd zugeschrieben werden. Diesen hat Apple nun nach erfolglosen Optimierungsversuchen gegen seinen Vorgänger, den mDNSResponder, ausgetauscht. Daneben adressierte Apple mit dem Update Probleme mit externen Bildschirmen, bei der Synchronisation mit der iCloud-Fotomediathek, beim Senden von E-Mails und andere mehr.

Nicht dokumentiert ist Apples überfälliger Schritt, die TRIM-Funktion auch für SSD-Speichermedien freizugeben, die nicht von Apple selbst stammen. Die neue Funktion aktiviert man im Terminal mit dem Befehl sudo trimforce enable (Administrator-Passwort erfoderlich). Danach erfolgt automatisch ein Neustart des Rechners. Mit Tools wie dem „Trim Enabler“ lässt sich TRIM nur auf Kosten der Sicherheit einschalten; dafür ist nämlich der Betrieb mit unsignierten Kernel-Extensions erforderlich. Die neue OS-X-Version, XCode und die Sicherheits-Updates lassen sich wie üblich aus dem App-Store laden. (dz@ct.de)

iOS 8.4 bringt Apple Music mit

In der neuen iOS-Version 8.4 hat Apple eine lange Liste von Sicherheitslücken beseitigt. iOS 8.4 sei zudem gegen die „Nachricht des Todes“ gewappnet – gemeint ist eine Unicode-Zeichenfolge, die als iMessage oder SMS auf ungepatchten Geräten einen Absturz auslösen kann.

Äußerlich fallen die teils umgestaltete Bedienoberfläche der Musik-App sowie ein Mini-Player auf, der die Steuerung beim Stöbern in der Musikbibliothek erlaubt. Zugleich ist die neue Musik-App die Voraussetzung für Apples Streaming-Dienst „Music“ (mehr dazu ab Seite 114). Auf Macs und Windows-PCs hält Apple Music mit der neuen iTunes-Version 12.2 Einzug. Enthalten sind wie in der Music-App von iOS 8.4 die Radiostation Beats 1 und neue Apple-Music-Radiosender.

Weitere Verbesserungen von iOS 8.4 betreffen die iBooks-App, die jetzt Hörbücher enthält und unter anderem besseren Zugriff auf Glossare und Widgets bieten soll. Das „Home Sharing“ beziehungsweise die Privatfreigabe für Musik ist hingegen gestrichen. iOS-8.4-Nutzer können also ihre iTunes-Bibliothek nicht länger für Abnehmer im WLAN freigeben. Mit der Video-App sowie mit Macs lässt sich „Home Sharing“ jedoch weiterhin nutzen.

Unterdessen hat das Hacker-Team TaiG bereits einen Jailbreak für iOS 8.4 veröffentlicht. Offenbar hat Apple versäumt, Sicherheitslücken zu schließen, die das Tool zum Entfernen von Sperren verwendet. Das Jailbreak entfernt die Aktivierungs- und die Installationssperre für Software ohne Apple-Signatur. (dz@ct.de)

Apple-Notizen

Apple hat ein Sicherheits-Update für das Extensible Firmware Interface (EFI) herausgebracht, das eine unerwünschte Modifikation der Firmware nach dem Verlassen des Ruhezustandes (ACPI-Modus S3) verhindern soll. Die Lücke wurde bei Mac-Modellen mit Thunderbolt-Anschluss identifiziert, die Apple ab dem Modelljahr 2011 bis Ende 2014 gebaut hat.

BlueStacks hat einen neuen Android-App-Player für den Mac veröffentlicht. Mit dem BlueStacks App-Player seien für ARM-, x86- sowie für Android-TV-Plattformen entwickelte Android-Programme auf OS X lauffähig.

Apple will sich die drahtlose Geldübermittlung zwischen zwei elektronischen Geräten patentieren lassen. Dabei sollen zwei Mobilgeräte per Bluetooth, NFC oder Mobilfunk Kontakt aufnehmen. Ein „Secure Element“ entnimmt der Passbook-App Kreditkarten-Daten und überträgt den vom Nutzer festgelegten Betrag in der gewünschten Währung verschlüsselt an das Zielgerät. Zur Autorisierung dient zum Beispiel ein Fingerabdruck-Sensor.

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