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Outdoor-PC mit Touch-Display

Weder eisige Kälte noch glühende Sommerhitze, weder ein Schwall Wasser noch Vibrationen bringen den Outdoor-PC Hygrolion 55 aus dem Tritt. Sein 15"-Touch-Display verschanzt sich zusammen mit dem lüfterlosen Rechner in einem robusten Gehäuse – Schutzklasse IP67. Das heißt, es ist nicht nur staubdicht, sondern darf sogar kurz unter Wasser tauchen. Das wiederum möchte man den Feuerwehrfahrzeugen und Gabelstaplern, in denen der Hygrolion 55 Dienst tun soll, aber nicht wünschen. Auch der Temperaturbereich von –25 bis 55 °C dürfte für Arbeitsplätze von Menschen mehr als ausreichen.

Das Display hat eine Auflösung von nur 1024 × 768 Punkten und erfasst Berührungen resistiv – sprich es reagiert sehr viel schlechter auf Eingaben als etwa Smartphones, lässt sich dafür aber auch mit Handschuhen bedienen. Ein Sensor soll die Helligkeit an das Umgebungslicht anpassen. Maximal strahlt es mit 1000 cd/m2 und ist damit auch bei Sonneneinstrahlung lesbar.

Im Inneren des Hygrolion 55 steckt ein Quad-Core-Prozessor aus Intels Atom-Familie Bay-Trail. Der Celeron N2930 taktet mit 1,83 GHz und gebietet über 8 GByte RAM sowie eine 64-GByte-SSD. Das Kühlsystem arbeitet lüfterlos, wasserdichte Kappen verschließen unbenutzte Ports (1 × RS-232, 2 × USB 2.0, 1 × Gigabit-Ethernet). Versorgt wird der Outdoor-PC direkt aus dem Fahrzeug-Bordnetz mit 9 bis 36 Volt Gleichspannung. Die Basisversion mit 4 GByte RAM kostet bei ICO 2260 Euro. Standfuß oder Wandhalterung gibt es gegen Aufpreis. Als Betriebssysteme kommen Windows oder Linux in Frage. (bbe@ct.de)

SATA-SSDs mit 2 TByte

Der nächste Kapazitätssprung bei SATA-SSDs steht an: Samsung packt 2 TByte Flash-Speicher in seine aktuellen SSD-Serien 850 Evo und 850 Pro. Zum Einsatz kommt das hauseigene 3D-V-NAND, die Verwaltung übernimmt der neu entwickelte Samsung-MHX-Controller, dem 2 GByte DRAM-Cache zur Seite stehen.

Die Übertragungsraten liegen laut Samsung auf dem Niveau der kleineren Modelle: Die 850 Evo liest mit maximal 540 MByte/s, beim Schreiben sind es 520 MByte/s. Die 850 Pro ist mit 550 MByte/s beim Lesen etwas schneller, beim Schreiben liegt sie gleichauf. Samsung hat nach eigenen Angaben vor allem die IOPS-Leistung für typische Desktop-Anwendungen mit wenigen gleichzeitigen Anforderungen verbessert. Nominell ist von 90 000 (schreiben) und rund 100 000 IOPS (lesen) die Rede.

Auf die 850 Evo gibt Samsung fünf Jahre Garantie, sie darf in dieser Zeit mit 50 TByte beschrieben werden. Die 850 Pro kommt mit zehn Jahren Garantie, sie verträgt mindestens 300 TByte. Beide verschlüsseln mit AES-256 und arbeiten mit Microsofts Verschlüsselungssoftware Bitlocker zusammen (eDrive).

Die beiden Modelle sind ausschließlich im 2,5-Zoll-Gehäuse mit SATA-6G-Schnittstelle erhältlich. Die 850 Evo soll ab Ende Juli zum Preis von 870 Euro erhältlich sein, die 850 Pro kommt Anfang August für 1050 Euro. Mitte August will Samsung eine an die neuen Kapazitäten angepasste Version des SSD-Tools Samsung Magician zur Verfügung stellen. (ll@ct.de)

Kühlmaterial für LEDs

Je heller eine LED strahlen soll, desto mehr Abwärme entwickelt sie, und zwar auf einer winzigen Fläche. Wirklich effizient arbeitet sie aber nur bei niedrigen Temperaturen. Daher kommt es darauf an, die entstehende Wärme möglichst rasch vom Halbleiterübergang abzuführen und über eine große Fläche an den Kühlkörper abzugeben. Die Firma Litecool hat dafür ein neues Material namens „Black X“ mit einer Wärmeleitfähigkeit von 1000 W/mK entwickelt – das ist 2,5-mal besser als Kupfer. Dabei ist Kupfer noch nicht einmal der direkte Vergleichspartner, denn für den Bau von LED-Modulen werden elektrisch nicht leitfähige Dielektrika verwendet – etwa Aluminiumoxid mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur 25 bis 40 W/mK.

Bei ersten LED-Modul-Prototypen mit Black X will Litecool bereits thermische Widerstände zwischen 0,2 und 0,5 °C/W erreicht haben. Das ist nach eigenen Aussagen sechsmal besser als bisher möglich. Anders ausgedrückt: Man kann dieselbe LED mit sehr viel mehr Strom betreiben, ohne dass sie überhitzt. Der Chef von Litecool, James Reeves, lehnt sich sogar noch weiter aus dem Fenster: Das neue Material sei ein Entwicklungssprung für LEDs und eröffne ganz neue Leuchtdichten – sogar ohne zusätzliche Kühlkörper. Woraus Black X besteht, wollte er indes nicht verraten. (bbe@ct.de)

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