Trends & News | News

Umweltbundesamt verlangt Lebensdauer-Kennzeichnung

Eine Kennzeichnung der Mindest-Lebensdauer von Geräten hat das Umweltbundesamt (UBA) auf der zweiten Konferenz „Wider die Verschwendung“ in Berlin gefordert. Um Ressourcen einzusparen und die Umwelt zu schützen, sollen Hersteller von IT-Produkten künftig Angaben zu deren Lebensdauer veröffentlichen. Diese Informationen müssen für Verbraucher verständlich und leicht zu finden sein, etwa auf zusätzlichen Etiketten, auf der Verpackung aufgedruckt oder auf der Hersteller-Webseite. Käufer sollen jedenfalls eine klare Aussage zur Mindest-Lebensdauer des jeweiligen Produktes erhalten, um den geplanten Verschleiß (Planned Obsolescence) einzudämmen.

Derzeit ist aber völlig offen, wann eine solche Kennzeichnung kommt und ob sie dann freiwillig oder verpflichtend sein wird. Nach Einschätzung des UBA könnte man eine Kennzeichnungspflicht mit Hilfe der Ökodesign-Richtlinie der EU durchsetzen. Laut Dr. Ines Oehme vom UBA will die Behörde aber erst die Ergebnisse von Studien des Öko-Instituts abwarten, bevor sie Kriterien für die Kennzeichnung entwickelt.

Die nötigen Angaben könnten je nach Gerätetyp verschieden sein, weil sich auch die typische Nutzung unterscheidet. So könnte auf Waschmaschinen künftig die Zahl der Waschgänge angegeben sein, für die der Hersteller das Gerät ausgelegt hat. Bei Druckern und Kopierern wäre die Seitenzahl interessant.

Aus den Zwischenberichten der Forschungsvorhaben leitet das UBA auch ab, dass Informationen zur Reparierbarkeit eines Gerätes den Verbrauchern helfen würden, eine bessere Kaufentscheidung zu treffen.

(ciw@ct.de)

Windows-Rechner in Stick-Größe

Winzige PCs, kaum größer als ein USB-Stick, lassen sich direkt in die HDMI-Eingänge von Monitoren, Beamern oder TV-Geräten stecken. Nach Intels Compute Stick und dem kurz zuvor gestarteten SNNPDI1B von Hannspree ziehen nun auch Archos, i.Onik und Lenovo mit eigenen HDMI-Stick-PCs nach. In den Rechnern steckt der Tablet-Prozessor Atom Z3735F (4 Kerne, 1,33 GHz), obwohl bereits die Nachfolgegeneration Atom x7 mit 14 statt 22 nm Strukturgröße und besserer GPU ausgeliefert wird. Deshalb liefern sie per HDMI maximal 1920 × 1200 Pixel.

Auch bei der übrigen Ausstattung ähneln sich Archos PC Stick, i.Onik miniPC und Lenovo Ideacentre Stick 300 stark: 2 GByte RAM, 32 GByte Flash-Speicher, WLAN, Bluetooth und ein Micro-SD-Kartenleser. Die Stromversorgung erfolgt jeweils per Micro-USB-Buchse. Noch unklar ist, ob die drei HDMI-Sticks einen Lüfter haben. In unseren bisherigen Tests spielten solche Atom-Sticks mit Lüfter Full-HD-Videos mit weniger Rucklern ab als solche ohne. i.Onik und Lenovo installieren auf ihren Geräten Windows 8.1 32 Bit, sie lassen sich aber auf Windows 10 updaten. Auf dem PC Stick von Archos ist bereits Windows 10 aufgespielt. Letzterer kostet 120 Euro und soll wie die Rechner von i.Onik und Lenovo (je 149 Euro) ab Ende Juli in den Handel kommen. (chh@ct.de)

Digitales Whiteboard für Unternehmen

Microsoft möchte mit dem Riesen-Tablet Surface Hub in Konferenz- und Besprechungsräumen die klassischen Projektoren ersetzen. Erhältlich ist es ab September als 55-Zoll-Gerät mit Full-HD-Auflösung sowie in einer 4K-Variante mit 84 Zoll Bilddiagonale. Die 84-Zoll-Variante ist mit einem Core i7, einer Profigrafikkarte Nvidia Quadro K2200, 8 GByte RAM und einer 128-GByte-SSD ausgestattet. Im kleineren Surface Hub mit 55-Zoll-Display kommt ein Core i5 mit integrierter HD-4600-Grafik zum Einsatz.

Das Surface Hub vereint die Eingabe per Stift und Finger über den 100-Punkt-Touchscreen und eignet sich mit integrierten Kameras auch für Konferenzschaltungen. Allerdings lassen sich diese Funktionen nur mit Microsoft-Anwendungen und -Diensten wie One Note und Skype for Business (früher: Lync) nutzen. Diese Anwendungen laufen unter Windows 10. Mit einem Preis von 7900 Euro (55 Zoll) beziehungsweise 22 500 Euro (84 Zoll) richtet sich das digitale Whiteboard vorrangig an Firmenkunden. (chh@ct.de)

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige
Anzeige