Trends & News | News

VR-Videos auf YouTube

Die aktuelle YouTube-App für Android-Geräte (Version 10.24.57) bietet einen VR-Modus an, wenn man ein kompatibles 360-Grad-Video ausgewählt hat. Zum Umschalten braucht man nur auf das Brillen-Icon zu tippen. Nachdem man das Smartphone in Googles Cardboard oder eine andere Halterung wie Durovis Dive oder Stooksy VR Spektiv gesteckt und diese Smartphone-VR-Brille aufgesetzt hat, füllt das Video fast das komplette Blickfeld aus. Außerdem kann man sich frei darin umsehen: Die Lagesensoren des Smartphones übermitteln der App die Kopfbewegungen, die sie auf das Video überträgt.

Erste Tests mit einem Nexus 5 vermittelten ein beeindruckendes Mittendrin-Gefühl. Das Übertragen der Kopfbewegungen (Headtracking) klappte flüssig und verzögerungsarm. Die Wiedergabe lässt sich per Magnet- oder Touch-Schalter an der Brillenhalterung und einem dann erscheinenden Menü steuern, ohne die Brille absetzen zu müssen. Bedienungssymbole zum Starten, Pausieren, Vor- oder Zurückspulen wählt man per Kopfbewegung aus und aktiviert sie per Schalter.

Echte 3D-Videos scheint YouTube allerdings noch nicht anzubieten: Bei allen ausprobierten VR-Clips waren die Bilder für das rechte und linke Auge immer identisch. YouTube enthält zwar schon seit März 2015 360-Grad-Videos für normale Displays und Touchscreens, doch musste man den Blickwinkel bei diesen per Maus oder Fingergeste ändern. Mit der VR-Brille funktionierten sie nicht.

Bislang lassen sich die YouTube-VR-Videos nur mit der Cardbord-Brille und Android-Geräten betrachten. Über den Virtual-Reality-fähigen Browser Firefox-Nightly („MozVR“) und eine Oculus Rift DK2 zeigte die YouTube-Website keine 360-Grad-Clips an; auch im iOS-App Store und für Samsungs Gear-VR-Plattform findet man noch keine kompatiblen Apps. (jkj@ct.de)

Toshiba will in Europa keine Fernseher mehr verkaufen

Der japanische Konzern Toshiba gibt wegen des harten Preiskampfs das Geschäft mit Unterhaltungselektronik in Europa auf. Flachbildfernseher, DVD- und Blu-ray-Disk-Spieler will man künftig nur noch für den heimischen Markt in Japan produzieren. Dadurch fallen europaweit rund 230 Arbeitsplätze weg, in Deutschland sind es gut 40. Die PC-Sparte Toshiba Computer Systems ist dagegen von dem Rückzug nicht betroffen: Notebooks, Tablets und Festplatten sollen weiterhin unter der Regie von Toshiba Europe verkauft werden.

Bereits Anfang 2015 hatte sich Toshiba vom TV-Markt in den USA zurückgezogen und die Lizenz für die Produktion von Toshiba-Fernsehern und -Videoabspielern an die Firma Compal abgetreten. Das seit über 30 Jahren als OEM (Original Equipment Manufacturer) erfolgreiche taiwanische Unternehmen wird nun auch auf dem europäischen Markt die Marke Toshiba im Unterhaltungssektor weiterführen. Compal produzierte anfangs PC-Technik, später auch Handys und Fernseher. Schon 2011 übernahm die Firma von Toshiba eine TV-Fabrik in Juarez (Mexiko) und 2013 eine Fabrik im polnischen Kobierzyce.

Mit Toshiba hat ein weiteres Traditionsunternehmen den Markt für Unterhaltungselektronik aufgegeben und seine Markenrechte verkauft: Philips-Fernseher stammen mittlerweile von TP Vision, die Lizenz für Sharp-TVs ging an UMC. Deutsche Unternehmen wie Grundig oder Telefunken existieren nur noch als Markennamen. Loewe kämpft mithilfe des Investors Stargate Capital ums Überleben, Metz beantragte Ende 2014 Insolvenz. (rop@ct.de)

Philips-Monitor mit 4K-Auflösung und HDMI 2.0

Philips mischt weiter bei großen 4K-Monitoren mit: Das neueste Modell hat eine Bildschirmdiagonale von 32 Zoll (81 Zentimeter) und bietet damit reichlich Arbeitsfläche. Das IPS-Panel mit 3840 × 2160 Bildpunkten soll sich durch eine geringe Winkelabhängigkeit und einen statischen Kontrast von 1000:1 auszeichnen. Für ein möglichst entspanntes Arbeiten kann man den riesigen UHD-Schirm neigen, in der Höhe verstellen, seitlich schwenken sowie ins Hochformat drehen.

Die 4K-Signale nimmt der BDM3275UP über den obligatorischen DisplayPort entgegen. Anders als bei Geräten älterer Generationen ist bei der HDMI-Übertragung die Bildwiederholrate nicht auf ruckelige 30 Hz beschränkt. Der HDMI-2.0-Eingang des 32-Zöllers stellt genügend Bandbreite für 60 Bilder pro Sekunde (2160p60) bereit. Als weiterer Signaleingang steht eine Dual-Link-DVI-Buchse zur Verfügung. Auf Wunsch lassen sich an den BDM3275UP auch zwei Signalquellen anschließen und im Split-Screen-Modus gleichzeitig anzeigen.

Den übertragenen Ton gibt der Monitor über eingebaute 3-Watt-Lautsprecher oder am Kopfhörerausgang aus. Für den Anschluss von Peripherie hat der 32-Zöller einen USB-3.0-Hub mit vier Ports. Der BDM3275UP ist ab sofort für 1100 Euro erhältlich. (spo@ct.de)

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige