Ade, IE!

Edge: der neue Standard-Browser von Windows 10

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In Windows 10 degradiert der neue Standard-Browser Edge den Internet Explorer zum Auslaufmodell. Edge setzt auf aktuelle Web-Standards und verzichtet auf Altlasten des Vorgängers. Doch kann sich der Neue erfolgreich von der starken Konkurrenz absetzen?

Das Image des Internet Explorer ist ziemlich schlecht und seine Konkurrenten sind einfach zu gut. Nun wagt Microsoft einen Neustart und entwickelt exklusiv für Windows 10 einen modernen Browser. Edge löst dort den Internet Explorer als Standard-Browser ab und soll als „Universal App“ auf PCs, Laptops, Telefonen und Tablets laufen. Versionen für Windows 7 und 8 soll es nicht geben.

Das Licht geht aus

Für Unternehmen, die aus Kompatibilitätsgründen nicht auf den Internet Explorer verzichten können, enthält Windows 10 auch weiterhin den Browser: Er soll Legacy-Seiten anzeigen, die etwa ActiveX benötigen. Edge selbst unterstützt weder ActiveX noch das hauseigene Plug-in Silverlight. Für die Wiedergabe von Videos kommt HTML-Technik zum Einsatz. Außerdem setzt Edge auf aktuelle Web-Standards wie Media Source Extensions (MSE) fürs Streaming sowie Encrypted Media Extensions (EME) als Schnittstelle für das umstrittene Rechtemanagement (DRM). Für Flash-Inhalte greift Edge auf den in Windows integrierten Player zu. Wer das nicht will, schaltet Flash in den Browser-Einstellungen ab. Edge verfügt zudem über einen eingebauten PDF-Betrachter, der Dokumente direkt im Browser anzeigt.

Edge verwendet die neu entwickelte Rendering-Engine EdgeHTML, die Websites „wie jeder andere Browser“ rendern soll. Der Browser versteht viele moderne HTML5- und CSS3-Befehle: Im HTML5-Test, der HTML-Funktionen überprüft, schlägt sich die unfertige Version von Edge bereits gut und erreicht 402 von 555 möglichen Punkten. Spitzenreiter ist Chrome mit 526 Punkten, gefolgt von Firefox mit 467 Punkten. Mit nur 336 Punkten liegt der Internet Explorer 11 ganz hinten. Ältere Versionen des Internet Explorer verstehen bei vielen CSS-Regeln nur noch Bahnhof – ein Alptraum für Webentwickler. Edge macht ihnen das Leben wesentlich leichter. ...

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c't 17/2015, Seite 88 (ca. 1 redaktionelle Seite)
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  1. Das Licht geht aus
  2. Alles an einem Ort
  3. Allwissend

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