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Wo Nomaden günstig leben

https://nomadlist.com

Wer als IT-Freiberufler nicht familiär gebunden ist, hat oft keinen Grund, seine Arbeit hierzulande zu verrichten. Ein Web-Design entwerfen, eine Anwendung programmieren: Das kann man auf der thailändischen Insel Ko Phuket genauso gut wie in Gummersbach.

Insbesondere unter Freiberuflern in der IT-Branche hat sich eine Szene digitaler Nomaden gebildet, die in sonnigere Gefilde ziehen, um zu leben und zu arbeiten. Ein wichtiger Orientierungspunkt ist die Nomad List. Sie zeigt, in welchen Städten rund um den Globus es sich gut und günstig arbeiten lässt. Dabei schlüsselt sie wichtige Größen, etwa die zu erwartenden Lebenshaltungskosten, die Qualität der Internet-Anbindung, die „Lebensqualität“, das Nachtleben, die Freundlichkeit der Einwohner zu Fremden und noch viel mehr Informationen für mehr als 500 Städte auf.

Die Website speist sich auch aus dem Wissen einer aktiven Community. Durch ihren Detailreichtum, etwa den Tipps zu Übernachtungsmöglichkeiten, ist sie nicht nur für Arbeitsnomaden interessant, sondern auch für Reisende generell. (jo@ct.de)

Home Ugly Home

http://uglybelgianhouses.tumblr.com

Merkwürdige Formen, schräge Wände und komisch angeordnete Fenster, die an nervige Pop-Ups erinnern: Viele belgische Häuser sind hässlich, findet der Belgier Hannes Coudenys. „Selbst meins“, sagt der Blogger selbstkritisch. Vier Jahre lang hat er „architektonische Monstrositäten“ fotografiert und auf Ugly Belgian Houses veröffentlicht. Weil er die Bewohner nicht immer gefragt hat, gab es schon mal Ärger mit Anwälten – obwohl das Blog nicht verrät, wo die hässlichen Häuser stehen und wer dort lebt.

Dass einige Hausbewohner durchaus stolz auf ihre „grotesken Anwesen“ sind, beweist das Buch zum Blog: Es enthält 50 Fotos, die die Hausbesitzer genehmigt haben. Statt in einem langweiligen Haus von der Stange leben sie lieber in einem hässlichen Anwesen mit Charakter.

(dbe@ct.de)

Alte Interviews in neuem Glanz

http://blankonblank.org

Die Betreiber hinter der Webseite Blankonblank wollen das Andenken an Pop-Ikonen vergangener Zeiten bewahren, zum Beispiel an Jimi Hendrix und James Brown. Dafür bereiten sie alte Radio-Interviews als Videos auf. Dabei skizzieren sie die Stars in einem animierten Comic. Trotz der vergleichsweise simplen Zeichnungen schaffen es die Künstler, ein Gefühl für die Persönlichkeit der Interviewten zu vermitteln. So kann man etwa die seelische Zerbrechlichkeit und den Schmerz von Kurt Cobain an seinem Gesichtsausdruck ablesen, wenn er in einem Interview aus dem Jahr 1993 über seine Identitätsprobleme spricht.

Bei einem anderen Video konnten wir uns wiederum das Schmunzeln nur schwer verkneifen, als Louis Armstrong backstage während des heißen Sommers 1964 in Illinois in Unterwäsche vor einem Ventilator zwei Schülern ein Interview gibt. Blankonblank lädt zudem zum Mitmachen ein. Journalisten können Interviews aus Archiven als Audiodatei hochladen. Das Team verspricht, daraus ein animiertes Video zu erstellen. Alle Interviews sind auch als Audio-Podcast verfügbar. (des@ct.de)

Wettervorhersage, schön animiert

http://earth.nullschool.net

https://www.windyty.com

In dieser Rubrik hatten wir bereits einmal earth vorgestellt. Diese globale Wetterkarte stellt die aktuellen Winde sowie weitere Wetterinformationen wie Temperaturen oder Luftfeuchtigkeit animiert auf verschiedenen Projektionen der Erdoberfläche dar. Der Besucher kann in die Karten hineinzoomen und mit der Maus auch Kartenausschnitte verändern.

Windyty animiert Wetterdaten auf ähnliche Weise, unterscheidet sich aber in einigen Details. Die Karte stellt den Wind sowie alternativ die Temperatur, die Wolken und den Regen, den Schneefall, den Luftdruck oder die Luftfeuchtigkeit dar – und zwar nicht nur die aktuellen Werte, sondern auch als Film für die nächsten zwei Wochen. Sehenswert sind auch die Grafiken, die Windyty anzeigt, wenn man mit der Suchmaschine der Site einen Ort vorgibt. Dann präsentiert sie unter anderem Höhe und Dichte der Wolken sowie die Temperaturschichtung in der Atmosphäre. (jo@ct.de)

Hype-Videos

Der österreichische Sounddesigner Mario Wienerroither nimmt in seinem Projekt Musicless Musikvideos Musik-Clips, schneidet sie zusammen, entfernt die Musik und vertont sie neu – mit jeweils der Situation angemessenen Geräuschen, etwa Gemurmel oder knarrenden Dielenbrettern. So erzählen die Videos völlig neue, lustige Geschichten.

https://www.youtube.com/channel/UCyNApaP66QReXKaWRZzuXzw (verschiedene Längen)

Wie reagiert eigentlich Natrium mit Aluminium oder Sauerstoff mit Jod? Die BBC hat eine Reihe von Experimenten mit acht chemischen Elementen zusammengestellt. Zuschauer können immer zwei auswählen, um sie aufeinander loszulassen. Dabei gilt es, die Reaktion mit dem Biggest Bang zu finden.

https://youtu.be/wvblSXIdf3A

(verschiedene Längen, englisch)

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