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Suse Linux Enterprise aktualisiert und auf ARM64 portiert

Suse hat das Service Pack 4 (SP4) für Suse Linux Enterprise (SLE) 11 freigegeben. Mit ihm kann die Server-Variante der Distribution nun auch Ceph-Storage-Server ansprechen, wie man sie mit Suse Enterprise Storage aufsetzen kann. Neu sind auch die sogenannten SLE-Module: optionale und nicht mit Zusatzkosten verbundene Paket-Repositories, die die Linux-Distribution mit neuerer oder zusätzlicher Software versorgen. Das Modul „Public Cloud“ etwa enthält Software, durch die der SLE-11-Server besser in den Clouds von Amazon, Google und Co. läuft; das Security-Modul enthält ein neueres OpenSSL, das auch TLS 1.2 unterstützt.

Mit dem Service Pack für SLE 11 hebt Suse den Btrfs-Dateisystem-Code der 2009 veröffentlichten Distribution auf den aktuellen Stand von SLE 12. Dadurch unterstützt SLE 11 nun „Out of Band Deduplication“, mit dem sich mehrfach im Btrfs-Dateisystem gespeicherte Daten im Betrieb finden und eliminieren lassen, um Speicherplatz zu sparen. Wie schon bei der Version 12 deaktiviert Suse aber auch beim neuen Service Pack einige unausgereifte Funktionen, darunter die Btrfs-eigene Datenkompression und die Möglichkeit, ein Btrfs-Volume anzulegen, das aus mehreren Datenträgern besteht.

Der PostgreSQL-Datenbankserver macht mit dem Service Pack einen Sprung von Version 9.1 auf 9.4, weil die PostgreSQL-Macher im nächsten Jahr den Support für die ältere Versionslinie einstellen. Ferner hat Suse die Unterstützung für moderne Hardware verbessert, durch die SLE 11 jetzt auch die neuesten Intel-Prozessoren der Core- und Xeon-Serien unterstützt.

Nahezu gleichzeitig zum Service Pack hat Suse die Verfügbarkeit einer Variante von SLE 12 angekündigt, die auch auf Prozessoren mit 64-Bit-ARM-Kern läuft. Diese Ausführung ist derzeit aber nur für Mitglieder des Partner-Programms von Suse verfügbar. Hardware-Hersteller sollen mit der Linux-Distribution ARMv8-Server entwickeln, testen und auch an Kunden ausliefern können. (thl@ct.de)

OwnCloud 8.1 schneller und sicherer

Einen ordentliche Performance-Zuwachs soll ein Update auf die Version 8.1 der freien Cloud-Lösung OwnCloud bringen, versprechen die Entwickler: Up- und Downloads seien bis zu viermal schneller. Außerdem soll OwnCloud 8.1 bis zu 50 % mehr Benutzer bedienen können, ohne dass die Hardware aufgerüstet werden muss. Auch würden im Hintergrund automatisch gestartete Wartungsaufgaben die Gesamt-Performance bei der neuen Version nicht länger beeinträchtigen. Verbesserungen gab es auch bei der Sicherheit, die betreffen unter anderem die Datenverschlüsselung. So können OwnCloud-Kunden mit dem in der Version 8.1 eingeführten, modularen Framework Schlüssel außerhalb ihrer OwnCloud in einem Keystore des Unternehmens verwalten. Zudem wurde die Dokumentation verbessert und besser in die OwnCloud-Oberfläche integriert. Der Aufbau verteilter OwnCloud-Installationen über mehrere Server hinweg soll jetzt leichter möglich sein und der Upgrade-Prozess reibungsärmer funktionieren. Dabei werden allerdings nun auch die htaccess-Datei und die Index-Datei der bisher genutzten OwnCloud-Installation überschrieben – Admins, die hier Host-spezifische Änderungen eingefügt haben, etwa für PHP, müssen diese nun nach jedem Update erneut einbauen.

Das integrierte WebDAV-Browser-Frontend SabreDAV, mit dem Anwender ohne das OwnCloud-GUI Dateien herunterladen konnten, ist entfernt worden. Die Cloud-Lösung unterstützt nunmehr nur noch Clients mit WebDAV-Protokoll – per Browsern lassen sich Dateien wie bisher auch über das OwnCloud-GUI herunterladen. Wer bislang skriptgesteuert Daten per wget aus der Cloud heruntergeladen hat, muss sich einen neuen Weg suchen.

Um den Zustand der OwnCloud-Installation im Auge zu behalten, hat das CERN als Betreiber einer großen, verteilten OwnCloud-Installation mit etlichen PetaByte Speicherplatz das Test-Werkzeug SmashBox entwickelt. Es prüft kontinuierlich, ob unter anderem Rechtevergaben in der OwnCloud korrekt eingehalten werden und nicht Anwender etwa Schreibrechte auf ein Verzeichnis erhalten, auf das sie nur lesend zugreifen können sollen. SmashBox steht auf Github zum Download bereit. (mid@ct.de)

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